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Gelingt Selbitz der zweite Streich im Derby?

Am heutigen Donnerstag, 18.30 Uhr, gastiert der Titelfavorit der Fußball- Bezirksliga beim Aufsteiger FC Trogen. Das Derby ist ein Treffen alter Bekannter.



Neuzugang Claudio Bargenda (links) hat sich bereits bestens in das Spiel des Bezirksligisten SpVgg Selbitz integriert. Beim 3:0-Auftaktsieg gegen den SV Bavaria Waischenfeld enteilte er Bavaria-Kapitän Oliver Meidenbauer (rechts).	Foto: Chris Seidler
Neuzugang Claudio Bargenda (links) hat sich bereits bestens in das Spiel des Bezirksligisten SpVgg Selbitz integriert. Beim 3:0-Auftaktsieg gegen den SV Bavaria Waischenfeld enteilte er Bavaria-Kapitän Oliver Meidenbauer (rechts). Foto: Chris Seidler  

Im Selbitzer Lager unterschätzt niemand den Aufsteiger FC Trogen. Im Gegenteil. Hier weiß jeder, dass die SpVgg auf dem Sportplatz "Am Bühl" ein "ganz heißer Tanz" erwartet. "Trogen ist sicherlich kein normaler Aufsteiger", sagt dazu Norbert Drobny. Der sportliche Leiter der Frankenwäldler hat gleich zwei Argumente für seine Einschätzung parat: "Im Kader stehen einige routinierte Cracks mit höherklassiger Erfahrung, die genau wissen, worauf es in solchen Derbys ankommt. Zudem war es, egal welcher Liga der FC Trogen angehörte, für alle Teams schwer auf dem kleinen und engen Bühl zu punkten."

Drobny kennt sich da bestens aus, hat er doch selbst einige Jahre für den FC Trogen gearbeitet. Und er warnt: "Wenn wir körperlos spielen und mit Hacke-Spitze und Schönspielerei zum Erfolg kommen wollen, dann werden wir unser blaues Wunder erleben." Mit anderen Worten: Es gelte, den Kampf anzunehmen und sich nicht nur auf fußballerische Qualitäten zu verlassen.

Drobny ist im Übrigen nicht der Einzige mit einer Trogener Vergangenheit. Für den Selbitzer Trainerstab Florian Narr-Drechsel und Torsten Drechsel kommt es zu einem Wiedersehen mit vielen alten Bekannten. Beide haben über Jahre hinweg das gelb-schwarze Trogener Trikot und im Fall von Narr-Drechsel dort sogar selbst als Trainer Verantwortung getragen. Auch Christian Pätz stürmte schon am Bühl, während auf der anderen Seite mit Thomas Mallik ein Akteur in den Reihen des FC Trogen, der beim letzten Aufeinandertreffen um Punkte - in der Bayernliga am 26. April 2013 - noch das blaue Jersey der SpVgg Selbitz getragen hat.

Drobny: "In diesem Duell zweier alter Rivalen kennt man sich, wenn man sich auch in den letzten Jahre von der Liga her etwas aus den Augen verloren hat."

Selbitz ist heute Abend nicht frei von personellen Sorgen. Trainer Narr-Drechsel wird gezwungen sein, einige Umstellungen vorzunehmen. Gebhardt hat sich eine Zerrung im Oberschenkel zugezogen, Neuzugang Tens weilt im Urlaub, und auch Angreifer Fiebiger steht wohl studienbedingt nicht zur Verfügung. Immerhin besteht Zuversicht, dass Pohl einsatzfähig ist. Er hat zuletzt nahezu das volle Trainingsprogramm absolviert. Und auch Eichelkraut ist nach seiner Verletzung zwar noch nicht ganz auf dem alten Leistungslevel, aber zumindest auf der Bank könnte er als Alternative Platz nehmen.

Nach dem Spiel in Oberkotzau freuen sich die Trogener Fußballer bereits auf das nächste Nachbarschaftsderby. Mit großer Spannung erwartet der Bezirksliga-Aufsteiger den Landesliga-Absteiger und hohen Meisterschaftsfavoriten, die SpVgg Selbitz.

In Punktspielen standen sich die beiden Vereine zuletzt in der Saison 2012/13 gegenüber, damals zwei Ligen höher - in der Bayernliga Nord. Obwohl Trogen nach dieser Saison wieder absteigen musste und Selbitz die Klasse hielt, hatten die Frankenwäldler in beiden Partien das Nachsehen: Zuhause siegte Trogen 1:0 (Torschütze Martin Weiß), auf des Gegners Platz 2:0 (Torschützen Giorgio Arancino und Andre Münch). Ein gutes Omen?

Was gestern war, zählt im schnelllebigen Tagesgeschäft Fußball aber wenig. Beide Mannschaften halten sich an das, was ist. Und da zählt für die Trogener Schützlinge von Trainer Michael Ordnung zunächst einmal der doch gelungene Punktspielstart. "Das Unentschieden gegen Oberkotzau hat uns viel Selbstvertrauen gegeben, da wir über eine halbe Stunde in Unterzahl spielen mussten und trotzdem einen wertvollen Punkt ergattern konnten", stellt er fest. Und auch Willi Mohr, der erfahrene Spielleiter an des jungen Trainers Seite, hat aus dem ersten Derby die Erkenntnis mitgenommen: "Wir sind gut in der Bezirksliga angekommen." Seine Hoffnung: "Wir werden es auch den Nachbarn aus Selbitz sehr schwer machen."

Ungeachtet der Tatsache, dass beim Landesliga-Absteiger mit Coach Florian Narr-Drechsel einer an der Linie steht, der vor zwei Jahren noch Trogen trainiert hat. "Er wird uns verzeihen, aber die Freundschaft zu Florian wird für wohl 90 umkämpfte Minuten ruhen müssen", lässt Mohr schon mal wissen.

Ganz aus dem Vollen kann Trainer Ordnung für das Derby nicht schöpfen. Es fehlen auf jeden Fall Gottschalk (Bänderanriss) und Weiß (Urlaub), neu im Kader ist Hannes Häßler, der seiner Saisonpremiere gegen seinen alten Verein entgegenfiebert. Die Favoritenrolle sehen die Trogener Verantwortlichen aber ganz beim Gast aus dem Frankenwald. Die SpVgg Selbitz werde ihrem erfolgreichen Saisonstart wohl sicher einen weiteren Erfolg hinzufügen wollen, zumal sich der Landesliga-Absteiger in der Breite mit den erfahrenen Vogel und Fiebiger vom Bayernligisten SpVgg Bayern Hof, Bargenda vom Landesligisten Neudrossenfeld und Spielgestalter Tens aus Lobenstein verstärkt hat. Doch bange machen lassen sich die Trogener nicht. Sie bauen auf zwei Dinge: Erstens ihre bekannte Heimstärke, und - zweitens - die alte Fußballerweisheit, wonach Derbys ihre eigenen Gesetze haben. So kommt Trainer Ordnung zu dem Schluss: "Es wird wohl auf die Tagesform ankommen, wer letztendlich den Platz als Sieger verlassen wird." Als Ziel gibt der Coach der Gelb-Schwarzen aus, "mindestens einen Punkt zu holen, um dann ganz entspannt zum nächsten Auswärtsspiel nach Mistelgau zu reisen".

FC Trogen (Aufgebot): Rupprecht, Kliem - Bagnoli, Buschner, Durkan, Gahn F., Gahn Y., Häßler, Kruber, Langheinrich, Mallik, Mölter, Mulzer, Okraffka, Schildt, Walter, Werner

SpVgg Selbitz (Aufgebot): Schall, Heger - Bargenda, Eichelkraut, Findeiß, Hackenberg, Herrmann, Kaschel, Lang, Pätz, Pohl, Röthlingshofer, Strootmann, Szewzyk, Vogel, Vuckov, Wich. red/N.D./W.M.

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Veröffentlicht am:
24. 07. 2019
21:18 Uhr

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24. 07. 2019
21:18 Uhr



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