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Kaan Gezer heuert in Röslau an

Das 21-jährige Talent wechselt mit sofortiger Wirkung von Selb zum Landesligisten. Der verlängert den Vertrag mit Ali Sener und stellt weitere Weichen für die neue Saison.



Er freut sich über seinen Neuzugang: Röslaus Coach Ali Sener mit Kaan Gezer. Foto: privat
Er freut sich über seinen Neuzugang: Röslaus Coach Ali Sener mit Kaan Gezer. Foto: privat  

Dieser spektakuläre Wechsel hat sich in den vergangenen Tagen immer mehr angedeutet: Kaan Gezer wird ab sofort das Trikot des FC Vorwärts Röslau tragen. Das bestätigte der Fußball-Landesligist in einer Pressemitteilung. Bereits vor den Weihnachtsfeiertagen war klar, dass das Tischtuch zwischen Gezer und seinem bisherigen Verein Kickers Selb nach nur einem halben Jahr zerschnitten ist. Seitdem wurde eifrig darüber spekuliert, wohin es den 21-jährigen Hofer ziehen könnte. Viele Vereine hatten ihr Interesse bekundet, darunter auch einige Clubs aus dem Raum Nürnberg. Gezer studiert bekanntlich in Erlangen.

"Ich gebe gerne zu, dass es zunächst nicht unser Plan war, Kaan Gezer nach Röslau zu holen", wird Vorsitzender Bernd Nürnberger in der Pressemitteilung zitiert. "Denn wir sahen jetzt in der Winterpause keinerlei Handlungsbedarf." Allerdings sei dem FC Vorwärts auch klar gewesen, dass Gezer im Sommer nicht mehr zu haben sei. Und im Sommer haben die Röslauer durchaus Handlungsbedarf, wenn Mohammad Tamo beim Landesligisten nach sieben Jahren aufhört und bei einem anderen Verein als Spielertrainer anheuern will. Nach den Worten Nürnbergers hat es in den vergangenen Tagen sehr viele intensive Gespräche zwischen Röslau, Kickers Selb, Kaan Gezer und auch innerhalb des Vereins gegeben. "Da Kaan signalisiert hat, dass er unbedingt zu uns will und er uns in allen Belangen sehr entgegengekommen ist, haben wir letztlich doch zugeschlagen." Worte des Dankes richtet Nürnberger in diesem Zusammenhang auch an Kickers Selb und Jakob Schleicher für die überaus faire Abwicklung des Wechsels.

Trainer Ali Sener ist "richtig happy", dass dieser Coup zustandegekommen ist: "Ich hatte Kaan Gezer schon in den vergangenen beiden Jahren immer auf meinem Zettel. Dass es jetzt durch einen glücklichen Umstand geklappt ist, ist umso schöner." Kaan Gezer ist für Sener eines der großen Talente der Region, der trotz seiner erst 21 Jahre schon viel höherklassige Erfahrung mitbringe. Vor seiner Station bei Kickers Selb habe er in Selbitz und Bayreuth II bewiesen, dass er sich in der Landesliga wohlfühle. Bei beiden Vereinen habe er sich zu einem Topscorer entwickelt. "Er ist für uns spielerisch ein absoluter Gewinn", betont Sener.

Gezer selbst freut sich auf seine neue Herausforderung und die Mannschaft in Röslau. "Der FC Vorwärts ist ein Traditionsverein in der Region, hat ein Konzept, das er durchzieht. Das imponiert mir. Deshalb ist Röslau auch die richtige Adresse für mich." Viele Spieler kennt Gezer persönlich, hat mit einigen auch bereits zusammengespielt. Große Stücke hält er auf den Coach: "Ali Sener ist ein sehr kompetenter Trainer, der richtig was drauf hat".

Schon kurz vor Weihnachten haben die Röslauer den Vertrag mit Trainer Ali Sener um ein weiteres Jahr verlängert. Nürnberger: "Ali hat in den vergangenen Monaten eindrucksvoll beweisen, dass er auch Landesliga sehr gut kann. Er leistet bei uns ausgezeichnete Arbeit, hat einen tollen Draht zu den Spielern und gibt auch immer wieder den Jüngeren eine Chance." Von daher sei die Vertragsverlängerung aus Sicht des Vereins nur eine Formsache gewesen. Für Sener wird es die dritte Saison als Trainer bei den Röslauern.

Ab der neuen Saison wird auch Anthony Hofweller das Trikot des FC Vorwärts Röslau tragen. Er hat bereits einen Vertrag unterschrieben. "Ich freue mich, dass es endlich mit Röslau geklappt hat", sagt der Stürmer des Bezirksligisten FC Tirschenreuth. Hofweller wohnt in Wunsiedel, ist mit einer Röslauerin verheiratet und baut in diesem Jahr zusammen mit ihr in Röslau ein Haus. "Von daher war es naheliegend, dass ich auch in Röslau Fußball spiele." Doch mehr noch. Der 28-Jährige sucht vor allem nochmals eine neue Herausforderung. "Ich will allen, die mir die Landesliga nicht mehr zutrauen, das Gegenteil beweisen." Zunächst aber will Hofweller mit dem FC Tirschenreuth unbedingt den Klassenerhalt in der Bezirksliga schaffen.

Für Ali Sener ist Hofweller das fehlende Puzzlestück in der Offensive. "Durch seine Schnelligkeit und Kopfballstärke passt er bestens in unser Gefüge und ist sozusagen das fehlende Puzzelstück für unsere Offensive." Hofweller sei in den vergangenen Jahren immer einer der Besten auf Kreis- und Bezirksebene gewesen.

Zuwachs bekommt auch die zweite Mannschaft des FC Vorwärts Röslau: Vom FC Marktleuthen kehrt Eigengewächs Özgür Tüter zurück auf die "Hut", vom FC Schönwald kommt Jonas Küspert.

Verlassen hat den FC Vorwärts jetzt in der Winterpause Patrick Lima. Der 28-Jährige, der zuletzt aufgrund einer längeren Verletzung und Schichtarbeit den Sprung in die erste Mannschaft nicht mehr geschafft hat, schließt sich dem Oberpfälzer Kreisligisten DJK Ebnath an.

Jan Albrecht, im Sommer aus der JFG Oberes Egertal gekommen, musste ebenfalls verletzungsbedingt lange pausieren. Er kehrt zu seinem Stammverein SpVgg Weißenstadt zurück. red

 

 

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Veröffentlicht am:
04. 01. 2019
18:40 Uhr

Aktualisiert am:
05. 01. 2019
08:04 Uhr

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