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Livestream: FC Vorwärts Röslau - SV Mitterteich

Der FC Vorwärts Röslau empfängt am Samstag um 14 Uhr den SV Mitterteich zum brisanten Landesliga-Derby. Das Punktepolster nach unten ist bei beiden Vereinen dünn.



Auf Marco Kießling (grünes Trikot), hier im Kopfballduell mit Jaroslav Smrha, werden die Röslauer ein besonderes Augenmerk legen müssen. Der Mitterteicher Stürmer hat bereits 15 Treffer erzielt.	Foto: Michael Ott
Auf Marco Kießling (grünes Trikot), hier im Kopfballduell mit Jaroslav Smrha, werden die Röslauer ein besonderes Augenmerk legen müssen. Der Mitterteicher Stürmer hat bereits 15 Treffer erzielt. Foto: Michael Ott  

Ali Sener ist beim Blick auf die Tabelle der Fußball-Landesliga Nordost "brutal zufrieden". Was den Trainer des FC Vorwärts Röslau positiv stimmt, ist weniger der Tabellenplatz - die Fichtelgebirgler sind Zwölfter -, es ist die Punktausbeute. 21 Zähler stehen nach der Vorrunde zu Buche, allein das ist für Sener als Erfolg zu werten angesichts der zum Teil großen personellen Probleme in seinem ohnehin kleinen Kader. Wohl wissend, dass die Mannschaft damit nur einen Punkt mehr auf dem Konto hat als der Bayernliga-Absteiger ASV Vach, der aktuell als 14. auf dem ersten Relegationsplatz steht.

Am Samstag hofft der Vorwärts-Coach mit seiner Mannschaft erneut auf Zählbares. Zum Rückrundenauftakt kommt es um 14 Uhr zu einem Derby auf der Hut: Nachbar SV Mitterteich ist zu Gast. Die Stiftländer rangieren mit einem Punkt weniger direkt hinter Röslau - und punktgleich mit Vach - auf dem 13. Rang. Das Hinspiel war umkämpft, am Ende trennten sich beide Teams schiedlich friedlich 2:2.

Mit einem Remis am Samstag könnte Sener durchaus leben. Einerseits. Andrerseits: Der letzte Heimsieg der Röslauer ist gut einen Monat her, gegen den FC Herzogenaurach bescherte die Vorwärts-Elf ihren Fans auf der Hut drei Punkte, danach gab es nur ein Unentschieden (gegen Feuchtwangen) und erst in der Vorwoche die 1:3-Niederlage gegen Schwabach. Es war die zweite nacheinander, denn zuvor war die Sener-Elf in Neudrossenfeld 0:5 untergegangen. Eine dritte Pleite soll es nicht geben.

Gerade die Partie gegen Schwabach hat einmal mehr die Moral des FC Vorwärts in dieser Spielzeit unterstrichen. Trotz großer personeller Engpässe trotzte eine stark ersatzgeschwächte Elf lange dem Favoriten aus dem Nürnberger Land. Seners Fazit zur Halbzeit der Serie fällt denn auch positiv aus: "Wir haben nach den 17 Spielen der Vorrunde genauso viele Punkte geholt wie in unserer Aufstiegssaison, aber da war unser Kader in der Qualität und Breite etwas besser. Außerdem waren wir damals vor Verletzungen verschont geblieben", führt der Vorwärts-Coach ins Feld. Er denkt dabei an die kurzfristigen Abgänge von Schneider und Deniz, die nicht ersetzt werden konnten, sowie an Dadder und Hofweller, die beiden Neuzugänge, die früh in der Saison wegen Verletzungen ausfielen. Seners Schlussfolgerung: Es stimme im Team. Alle zögen mit, versuchten das Beste. Einer für alle, alle für einen. "Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft", sagt Sener. "Bisher liege wir im Soll."

Nicht ganz so zufrieden blickt der Mitterteicher Coach Andreas Lang auf den bisherigen Saisonverlauf zurück. Die Stiftländer hinken zur Spielzeit-Halbzeit den eigenen Erwartungen hinterher. Zwar war des Trainers Zielvorgabe - gemäß dem von Lang gepflegten Understatement - vor dem Saisonstart nur der frühe Klassenerhalt, aber im Umfeld war die Erwartungshaltung eben eine ganz andere. Abstiegskampf hatte niemand auf der Rechnung.

Es ist - ähnlich wie in Röslau - vor allem eine schier unfassbare Verletztenmisere, die Mitterteich nie richtig hat in Tritt kommen lassen. Zwischenzeitlich sei ihm fast eine ganze Mannschaft ausgefallen, darunter viele Stammkräfte wie Dürbeck, Wildenauer, Christl, Wagner, Bächer oder Lauterbach. Lang: "Es galt, immer wieder zu improvisieren." Der SVM-Coach räumt aber auch ein: "Wir haben manchen Punkt aus Eigenverschulden liegen lassen."

Langsam sind alle Verletzten zurück. In Röslau werden wohl auch Wagner und Christl wieder im Kader stehen, die zuletzt nach monatelanger Verletzungspause in der zweiten Mannschaft erste Gehversuche machten. In Röslau erwartet Lang "ein enges Spiel, in dem Kleinigkeiten am Ende wohl den Unterschied machen". Vielleicht auch sein Torjäger Kießling. Mit 15 Treffern hat der 21-jährige Mitterteicher Stürmer, Zweitbester der Liga, bisher mehr als die Hälfte aller SVM-Tore erzielt. Auf ihn wird Röslau ein besonderes Augenmerk legen. Allerdings warnt der Vorwärts-Coach: "Mitterteich ist nicht nur Kießling. Da sind genug andere auch noch für Tore gut." Sener freut sich auf das Derby und hofft auf viele Zuschauer. Und er weiß: "Meine Spieler sind heiß, vor großer Kulisse zu zeigen, was sie draufhaben."

Bis zur Winterpause sind in fünf Partien - inklusive des Derbys am Samstag - noch 15 Punkte zu vergeben. Da sowohl für Gastgeber Röslau als auch die Gäste aus Mitterteich das Polster auf die Relegationsplätze ziemlich dünn ist, haben die beiden Trainer eine klare Vorstellung, wie viele Zähler in diesen Partien noch herausspringen sollen: Sieben wünscht sich Sener - die Gegner, die nach der Mitterteich-Partie warten sind Kickers Selb (7. Tabellenplatz), TSV Buch (4.), ASV Vach (13.) und SC Großschwarzenlohe (11.).

Mindestens acht Zähler erhofft sich Andreas Lang, zumal es für Mitterteich nach dem Röslau-Spiel gegen weitere zwei Konkurrenten aus dem hinteren Tabellendrittel geht: TSV Kornburg (15.), Baiersdorfer SV (18.), FSV Erlangen-Bruck (5.) und SpVgg Jahn Forchheim (10.) geht. "Um bis zur Winterpause über dem Strich zu stehen, werden wohl mindestens 28 Punkte notwendig sein", sagt Lang. Gegen direkte Konkurrenten Punkte zu lassen, wöge dabei doppelt schwer. Vor diesem Hintergrund gilt im Derby am Samstag für beide Mannschaften vor allem eines: Verlieren verboten!

FC Vorwärts Röslau (Aufgebot) : Blechschmidt, Kießling - Smrha, S. Knoblauch, Benker, Kahrig, Hermann, N. Knoblauch, Tonka, Sturm, Gezer, Rimböck, Baran, Kurdoglu, Lapschin, Blaumann.

SV Mitterteich (Aufgebot) : Scharnagl, T. Lauterbach - Bächer, Wildenauer (?), Göhlert, Grünauer, Kießling, D. Lauterbach, Durbeck, Stich, Hegenbart, Dobras, Bilz, Federer, Özdemir, Drechsler, Wagner, Christl, Stark.

Autor

Thomas Schuberth-Roth
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
01. 11. 2019
16:06 Uhr

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Autor

Thomas Schuberth-Roth

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Veröffentlicht am:
01. 11. 2019
16:06 Uhr



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