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Lockerheit ist Trumpf

Kim Hager ist bereit für Großtaten. Die Gefreeser Skilangläuferin startet in einem Monat in eine neue Saison. Die Ziele sind dabei sehr groß - wie auch die Herausforderungen.



Mit einem breiten Grinsen im Gesicht: Kim Hager (SC Gefrees) bei der offiziellen Einkleidung des Deutschen Skiverbandes. Foto:
Mit einem breiten Grinsen im Gesicht: Kim Hager (SC Gefrees) bei der offiziellen Einkleidung des Deutschen Skiverbandes. Foto:   Foto: DSV

Gefrees - Weihnachten? War für Kim Hager in diesem Jahr schon. Nun ja, zumindest hat es sich so angefühlt. Die 20-jährige Skilangläuferin aus dem B-Kader des Deutschen Skiverbandes (DSV) machte bei der offiziellen Einkleidung große Augen. Jacken, Hosen, Shirts, Mützen - all das bekam sie da passgenau serviert. Logisch, dass sich da eine junge Frau freut!

Diese Einkleidung soll aber eigentlich nur eine kleine Randnotiz sein. Sicher hat eine Langläuferin nichts dagegen, wenn sie in ihrer Wettkampfkleidung einen optisch wie modisch ansprechenden Eindruck hinterlässt. Aber Kim Hager geht es ja eigentlich um etwas ganz anderes. Die Gefreeserin will in ihrer Karriere einen weiteren Schritt in Richtung Weltcup machen. Das ist mittelfristig ihr großer Traum. Was es dafür braucht? Erst einmal gute Ergebnisse im Continental Cup, der zweiten Liga des Skilanglaufs. Und da wird es für Hager ganz schön kompliziert.

Warum? Das erklärt sie am liebsten selbst: "Bisher bin ich gegen gleichaltrige Konkurrentinnen gefahren. Nun bin ich eine der Jüngsten." Hager ist mittlerweile zu alt für den Junioren-Wettbewerb und steht jetzt mit routinierteren Athletinnen am Start. Das hält sie aber nicht davon ab, ambitionierte Ziele zu haben. Vom 28. Februar bis zum 8. März 2020 findet in Oberwiesenthal die U 23-WM statt. "Da will ich unbedingt dabei sein. Das soll mein großes Highlight werden", betont Hager. Um sich dafür zu qualifizieren, muss sie im Continental Cup aber in der U 23-Wertung zwei Mal unter den ersten Drei landen - eine heftige Herausforderung. Aber die Gefreeserin lässt sich nicht unterkriegen: "Ich weiß, dass es sehr hart wird. Trotzdem habe ich eine realistische Chance - die will ich nutzen."

Kim Hager hält es kaum auf dem Sitz, die Energie sprüht quasi aus ihr heraus. Nach Wochen und Monaten harter Trainingsarbeit rückt der Wettkampf-Auftakt näher und näher. Am 7. und 8. Dezember wird es ernst, dann stehen die ersten Continental-Cup-Rennen im slowenischen Pokljuka auf dem Programm. "Es wird Zeit, dass es losgeht. Wettkämpfe machen dann doch ein bisschen mehr Spaß als Training", sagt Hager. Sie lacht. Nervosität? Davon ist bei ihr (noch) keine Spur. Im Gegenteil. Hört man Hager zu, dann könnte man meinen: Lockerheit ist Trumpf. Hager wirkt bereit, Hager wirkt fit. So betont sie: "Alles ist gut, ich bin sehr zufrieden."

Ob diesen Worten dann auch Taten folgen, bleibt abzuwarten. Einen Hinweis könnte vielleicht schon das zweiwöchige Trainingslager in Livigno geben. In den italienischen Alpen will sich die Athletin des SC Gefrees den letzten Feinschliff verpassen. Im Fokus dort: kurze, knappe, aber doch sehr kräftezehrende Einheiten. "Und an der Technik wird auch noch intensiv gearbeitet", sagt Hager.

Einer Sache kann sich Kim Hager unterdessen sicher sein: Die Stadt Gefrees steht hinter ihr. Das ist mittlerweile auch problemlos zu erkennen. Auf ihrer Wettkampfmütze wird die 20-Jährige nämlich künftig den Slogan "Gefrees ist gut" tragen. Die Skilangläuferin, die in Ruhpolding lebt, will das in sie gesetzte Vertrauen zurückzahlen - am besten mit Spitzenplatzierungen.

Autor
Hannes Huttinger

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Veröffentlicht am:
08. 11. 2019
21:44 Uhr

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Hannes Huttinger

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08. 11. 2019
21:44 Uhr



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