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Lokalsport

Nadja Lindner schafft Norm für WM 2019

Die Kulmbacher Triathletin zeigt in Österreich eine starke Leistung. Ihre Teamkollegin Heike Schweens ist mit Platz neun nicht ganz zufrieden.



Nadja Lindner mit raumgreifendem Schritt in Richtung WM-Qualifikation. Foto: Karl Heinz Weber
Nadja Lindner mit raumgreifendem Schritt in Richtung WM-Qualifikation. Foto: Karl Heinz Weber  

Bei der Challenge Kaiserwinkl-Walchsee in Österreich über die Mitteldistanz starteten fünf Triathleten aus dem Raum Kulmbach/Lichtenfels. Nadja Lindner aus Kulmbach gewann dabei ihre Altersklasse (W 35) mit deutlichem Vorsprung in 5:01:07 Stunden. Sie hat sich damit für die WM 2019 in Samorin/Slowakei) qualifiziert.

Der Triathlon am Walchsee steht bereits seit 2010 auf dem Veranstaltungskalender. Der Wettkampf gilt als gut organisiert und anspruchsvoll. Die Schwimmstrecke zog sich durch den Walchsee, der mit 19,5 Grad eine angenehme Temperatur hatte. Danach ging es auf die 90 Kilometer Radstrecke, die mit 1900 Höhenmetern alles von den Startern forderte. Danach stand der Halbmarathon (21 Kilometer) an - es musste vier Mal um den Walchsee über Schotter und Asphalt gelaufen werden.

Bei den Herren-Profis setzte sich der Favorit Sebastian Kienle gegen Frederic Funk und Daniel Baekkegard (Dänemark) durch. Sebastian Kienle musste dabei mit Rückstand aus dem Wasser auf dem Rad Gas geben um an die beiden Führenden heranzufahren. Auf der Laufstrecke überholte er diese auf der zweiten Runde und siegte souverän mit drei Minuten Vorsprung.

Bei den Damen-Profis siegte Eva Wutti (Österreich) in 4:18:11 Stunden vor Laura Siddall (Großbritannien 4:20:54) und Santimaria Margie (Italien/4:24:07). Auch Eva Mutti lief erst auf der letzten Teilstrecke von Platz drei ganz nach vorne.

Bei Außentemperaturen um die 15 Grad absolvierten die Altersklassenathleten nach den Profis zunächst die 1900 Meter im Walchsee. Danach kam zunächst die große Herausforderung in der Wechselzone: "Was ziehe ich mir an?"

Dabei gab es auf der Radstrecke fast alles zu sehen: von Einteiler bis langer Hose und Regenjacke. Schön für die Zuschauer war, dass die Athleten immer wieder durch den Ort Walchsee fuhren. Nach 90 Kilometern Radstrecke ging es zurück in die Wechselzone. Die Laufstrecke führte in vier Runden fast flach um den See. Das Interesse der Medien war groß. Kameras des ORF und des Bayerischen Rundfunks begleiteten die Athleten.

Vom ASV Kulmbach gelang Nadja Lindner eine sehr starke Leistung. Sie schwamm die 1900 Meter in 33 Minuten. Auf der Radstrecke gab sie richtig Gas und war mit 2:42:54 Stunden für 90 Kilometer in ihrer Altersklasse mit Abstand die schnellste Frau. Auch auf der Laufstrecke konnte ihr aus ihrer Altersklasse niemand das Wasser reichen. Die Kulmbacherin siegte souverän in 5:01:07 Stunden vor Eva Mühl und Emanuela Montanari.

Heike Schweens (ASV Kulmbach) wurde in ihrer Altersklasse W 50 nicht ihren eigenen Ansprüchen gerecht. Ein Defekt an ihrer Rennmaschine am Vorabend und Achillessehnen-Beschwerden waren keine guten Voraussetzungen für eine vordere Platzierung. Sie belegte Platz neun in 6:22:41 Stunden direkt hinter Manuela Prüher vom TSV Staffelstein, die in 6:19:57 Stunden auf Platz acht einlief. Sie hatte ihre Stärke auf der Radstrecke, wo sie Heike Schweens neun Minuten abnahm. Prühers Tochter Romina (ebenfalls Staffelstein) finishte in der Altersklasse W 24 auf Platz 19. Nach einer starken Schwimmleistung (0:34:20) kam sie auf der Radstrecke (3:09:59) nicht in einen runden Tritt und wurde beim Laufen noch von einigen Konkurrentinnen ihrer Altersklasse überholt. Ihre Endzeit betrug 6:04:54 Stunden. Romina Prüher bezeichnete die Walchsee-Challenge als ihren bisher mit Abstand härtesten Triathlon. Ihr Lebensgefährte Andreas Hügerich (TS Lichtenfels) hatte kleine Orientierungsprobleme im See und schwamm ein paar Meter mehr als nötig. Seine Radzeit von 2:44 Stunden und der Halbmarathon in 1:31:48 Stunden katapultieren ihn unter 94 Startern in der Altersklasse M 35 noch auf Platz 38 nach vorne.

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Karl Heinz Weber
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Veröffentlicht am:
04. 09. 2018
19:42 Uhr

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04. 09. 2018
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