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Platz eins wohl unerreichbar

Gerald Weinrich, Vorsitzender des TSV Neudrossenfeld, glaubt nicht, dass sein Team trotz der tollen Serie um die Meisterschaft mitspielen kann. Für ihn ist Feucht der Top-Favorit.



Am Wochenende hat der TSV Neudrossenfeld auch die Hürde beim FC Vorwärts Röslau am Ende souverän mit 3:0 genommen. In dieser Szene versucht der Neudrossenfelder Simon Ruß (rechts), dem Röslauer Sebastian Knoblauch das Leder abzujagen. Foto: Hannes Bessermann
Am Wochenende hat der TSV Neudrossenfeld auch die Hürde beim FC Vorwärts Röslau am Ende souverän mit 3:0 genommen. In dieser Szene versucht der Neudrossenfelder Simon Ruß (rechts), dem Röslauer Sebastian Knoblauch das Leder abzujagen. Foto: Hannes Bessermann   » zu den Bildern

Für den TSV Neudrossenfeld könnte es derzeit in der Landesliga Nordost kaum besser laufen. Nach zehn Spieltagen und zuletzt drei Siegen in Folge haben die Grün-Weißen als Tabellenzweiter lediglich einen Punkt Rückstand auf Spitzenreiter FC Eintracht Bamberg. Neben der Platzierung der aus der Bezirksliga abgestiegenen Reserve und dem Fehlen von Rivalen in der Umgebung bereitet Vorsitzendem Gerald Weinrich jedoch eine weitere Sache etwas Sorgen.

Denn nachdem der TSV bereits gegen alle Topteams gespielt hat, müssten die restlichen sieben Partien der Hinrunde, wie am kommenden Samstag (15 Uhr) gegen das noch sieglose Schlusslicht TSV Sonnefeld oder eine Woche später beim Aufsteiger FC Coburg (15.), eigentlich gewonnen werden. "Wir haben in den vergangenen Jahren immer gut gespielt, wenn uns der Gegner gefordert hat. Wenn der Gegner destruktiv spielt, quälen wir uns von Minute zu Minute, um den Dosenöffner zu finden", sagt Weinrich. So auch wieder geschehen am fünften Spieltag beim torlosen Remis gegen den SV Mitterteich. "Wenn du gegen die vermeintlich Schwachen nur fünf Prozent vom Gaspedal gehst, kommen vielleicht zwei Unentschieden raus, wo du sagst: Das kann gar nicht sein." Er sei auf jeden Fall auf den Auftritt gegen die Sonnefelder gespannt, bei denen man die Befürchtung haben müsse, ob sie die Saison überhaupt zu Ende spielen.

Trotz der zwei Unentschieden gegen Mitterteich und zum Saisonauftakt beim SV Friesen (1:1) sowie der einzigen Niederlage gegen Bamberg (0:2) ist Weinrich mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden. Zumal Abwehrchef Steffen Taubenreuther, der nach einem komplizierten Splitterbruch des Nasenbeins demnächst mit Maske auflaufen könnte, schon seit dem zweiten Spieltag ausfällt. "Die Mannschaft hat das sportlich gut verkraftet und wird nicht nervös, wenn der Kapitän fehlt. So etwas wie eine zweite Reihe gibt es eigentlich nicht." Ohnehin sei das große Plus der Neudrossenfelder, nicht von einem Spieler abhängig zu sein, wenngleich Louis Engelbrecht mit seinen zehn Treffern natürlich herausragt. "Er ist ein Bulle, der im Zweikampf weder sich noch den Gegner schont, und ärgert sich auch nach gewonnenen Spielen, wenn er kein Tor erzielt", sagt Weinrich über den 1,92 Meter großen Stürmer, der aber eben auch von der Mannschaftsleistung profitiere. "In den letzten Jahren hatten wir immer die 'Ausrede', dass es bei uns sehr viel Kommen und Gehen gab. Bis wir eingespielt waren, waren die vorderen Plätze weg", erinnert der Vorsitzende. "Heuer hat sich zum ersten Mal nur wenig verändert. Somit fällt einer der Gründe weg, warum es nicht klappen sollte. Der Druck hat sich dadurch leicht erhöht." Doch das Team sei von der ersten Sekunde eingespielt, ehrgeizig und hungrig gewesen. Alle verstünden sich gut, es gebe keine Grüppchenbildung oder gar Missgunst. Nicht vergessen dürfe man neben Coach Werner Thomas auch Co-Trainer Sebastian Brand, die sich sehr gut ergänzen würden.

Den Gewinn der Meisterschaft hält Weinrich trotz alledem für unmöglich. "Wenn wir Zweiter werden, werden wir uns nicht dagegen wehren. Wir sehen das aber sehr entspannt. Auch Platz vier, fünf oder sechs wäre kein Beinbruch." Schließlich denkt er nicht gerne an die bisher einzige Bayernligasaison der Vereinsgeschichte vor vier Jahren zurück. "Da haben wir eine Ohrfeige nach der anderen bekommen. Das ist ein Riesenschritt, weil dort schon halbprofessionelle Bedingungen herrschen. Das ist eigentlich weder unser Ziel noch durchführbar."

Als großen Favoriten auf Platz eins sieht Weinrich jedoch nicht den aktuellen Tabellenführer. "Bamberg hat zu Recht bei uns gewonnen. Wenn sich die Aufstiegseuphorie aber einmal gelegt hat, werden sie Federn lassen", prophezeit er. Der momentane Dritte SC Feucht, der sowohl in Neudrossenfeld als auch zuletzt in Bamberg mit 1:3 verlor, habe die größere Substanz und die besten Einzelspieler. "Da können wir weder finanziell noch grundsätzlich mithalten. Obwohl es für ihre Verhältnisse schlecht läuft, sind sie vorne dabei." Nach dem Sieg gegen Feucht habe sich Weinrich mit dem ehemaligen Altstädter im SC-Tor, Andreas Sponsel, unterhalten. "Die Feuchter haben die Niederlage sehr gelassen gesehen. Sie werden noch kommen."

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Christopher Schramm
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Veröffentlicht am:
04. 09. 2018
19:42 Uhr

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Christopher Schramm

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04. 09. 2018
19:42 Uhr



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