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Selbitz zeigt Moral, belohnt sich aber nicht

Die Frankenwäldler müssen sich dem Landesliga-Vierten Schwabach etwas unglücklich beugen. Zunächst sehen die wenigen Zuschauer eine Schneeballschlacht.



Der Selbitzer Tjark Gerull (links) zieht an seinem Gegenspieler Florian Danner vorbei. Foto: Michael Ott
Der Selbitzer Tjark Gerull (links) zieht an seinem Gegenspieler Florian Danner vorbei. Foto: Michael Ott  

SpVgg Selbitz: Schall, Drechsel (43. Eichelkraut), Kaschel, Gebhardt, Gerull, Vuckov (60. Meister), Lang, Hackenberg (66. Pohl), Renger, Wich, Findeiß

SC 04 Schwabach: Adamaschek, Wälzlein, Mohrbach, Danner, Weiß, Orel, Nisslein (63. Rohracker), Görlitz, Raumer, Söder, Oktay

Schiedsrichter: Klerner (Lichtenfels). - Zuschauer: 40. - Tore: 30. Min. Weiß 0:1, 74. Min. Rohracker 0:2, 76. Min. Eichelkraut 1:2

Die Begegnung begann mit einer Viertelstunde Verspätung, da aufgrund des mehrstündigen Schneefalls das Spielfeld von einer geschlossenen Schneedecke bedeckt war. Die Hausherren mussten erst die Linien und die Strafräume freischaufeln.

Von Beginn an kam Selbitz mit den schwierigen Bodenverhältnissen viel besser zurecht als die Mittelfranken. So hatte Gebhardt bereits nach vier Minuten die Führung auf dem Schlappen. Schön von Wich freigespielt, lief er alleine aufs Gästetor zu, scheiterte aber mit seinem Abschluss am Schwabacher Keeper.

Selbitz agierte in der Folge weiter im Vorwärtsgang. In der 9. Minute tankte sich Gerull in den gegnerischen Strafraum, schüttelte seinen Gegenspieler ab, aber auch er fand im SC-Schlussmann seinen Meister.

Der Tabellenvierte fand noch überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel. Nach einer Viertelstunde hatten die Gastgeber die nächste gute Tormöglichkeit. Bei einem Freistoßknaller von Gebhardt musste der gute Adamaschek schon beide Fäuste zur Hilfe nehmen. Die Narr-Schützlinge spielten weiter mutig nach vorne und hatten fünf Minuten später durch den agilen Wich die nächste Möglichkeit. Von Renger auf der rechten Seite auf die Reise geschickt, versuchte er es aus sehr spitzem Winkel mit einem Schuss, den der Keeper jedoch parierte. Eine Flanke auf den am langen Pfosten lauernden Gerull wäre hier wohl die bessere Option gewesen.

Mit fortschreitender Spieldauer schmolz der Schnee auf dem Selbitzer Rasen dahin, und die technisch versierten Gäste kamen besser ins Spiel. Nach 22 Minuten musste Torhüter Schall sein ganzen Können gegen Nisslein aufbieten, damit dieser nicht den bisherigen Spielverlauf vollkommen auf den Kopf stellte. Auch bei einem Freistoß von Orel kurze Zeit später war der Selbitzer Schlussmann zur Stelle. Machtlos war er aber dann nach einer halben Stunde, als sich Danner an der Selbitzer Grundlinie durchsetzte, überlegt an den Fünf-Meter-Raum zurückpasste, wo Weiß nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte.

Keine Zeigerumdrehung später eine weitere Schrecksekunde für die Hausherren: Gebhardt ließ im eigenen Strafraum das Bein zu lange stehen. Sein Gegenspieler nahm diese Einladung gerne an und Schiedsrichter Klerner blieb nichts anderes übrig, als auf Strafstoß zu entscheiden. Diesen führte aber Orel so schwach aus, dass Schall den Ball sogar sicher parieren konnte.

Nach der Pause neutralisierten sich beide Teams weitgehend - Torraumszenen blieben zunächst aus. Auch mischten sich nun auf beiden Seiten einige Abspielfehler im Spielaufbau ein. Die erste Möglichkeit in Durchgang zwei hatte dann Selbitz in der 72. Minute durch Gerull. Sein Kopfball strich aber knapp am langen Pfosten vorbei. Die Strafe folgte quasi auf dem Fuße. Mit dem ersten Angriff nach der Halbzeit schlug Schwabach in Form des eingewechselten Rohracker zu. Ein langer Diagonalball erreichte den SC-Joker, der im Strafraum noch Torhüter Schall umkurvte und eiskalt verwandelte. Doch die Gastgeber zeigten Moral, fielen nicht auseinander und antworteten prompt. Nach einer Gerull- Flanke war Eichelkraut mit dem Kopf zur Stelle - nur noch 1:2 aus Selbitzer Sicht. Die Frankenwäldler versuchten bis zum Schlusspfiff alles, warfen alle Kräfte nach vorne. Kaschels Dropkick aus 16 Metern strich zehn Minuten vor Ende der Partie nur über den Querbalken und Eichelkraut versuchte es in der Nachspielzeit mit Gewalt. Doch anstatt aus 18 Metern draufzuhalten, hätte er hier wohl seine besser postierten Mitspieler einsetzen müssen.

So blieb es am Ende beim insgesamt glücklichen Erfolg der Schwabacher. Die Mittelfranken waren schlichtweg effektiver als die wacker auftretende Selbitzer Mannschaft, die sich eigentlich mindestens einen Punkt verdient gehabt hätte.

Bleibt aus Selbitzer Sicht zu hoffen, dass sich die Narr-Schützlinge ihr bisher fehlendes Schussglück für die anstehende Relegation aufheben. ND

SpVgg Selbitz -

SC Schwabach


1:2


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Norbert Drobny
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Veröffentlicht am:
05. 05. 2019
20:00 Uhr

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Norbert Drobny

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05. 05. 2019
20:00 Uhr



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