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Unheimlich stolz auf den Adler

Eishockey wird ganz groß geschrieben im Hause Hirschberger in Zell. Ein Sohn spielt in Bad Tölz, der jüngste Spross in Selb, das Mädchen in der U 16-Nationalmannschaft.



Bestritt in Selb am Wochenende ihre Länderspiele fünf bis sieben für das deutsche U 16-Frauenteam: Franziska Hirschberger.	Foto: Andreas Pöhner
Bestritt in Selb am Wochenende ihre Länderspiele fünf bis sieben für das deutsche U 16-Frauenteam: Franziska Hirschberger. Foto: Andreas Pöhner   » zu den Bildern

Mit dem sportlichen Abschneiden ihrer Mannschaft war sie nicht ganz so zufrieden, aber "unheimlich stolz", ein Teil des deutschen Teams gewesen zu sein. "Es ist eine große Ehre, das Nationaltrikot tragen zu dürfen", sagte Franziska Hirschberger nach dem Vier-Nationen-Turnier der U 16-Frauen in der Selber Netzsch-Arena. Die 15-Jährige, die in Zell zu Hause ist, verteidigt normalerweise bei den U 17-Junioren des VER Selb und mit einer Sondergenehmigung als Mädchen auch in der U 15 der Wölfe. Die fünf Tage mit der deutschen Nationalmannschaft, die in Selb einen Vorbereitungslehrgang auf den Europacup im April in Tschechien absolviert hat, waren für Franziska Hirschberger nicht nur sportlich ein schönes Erlebnis. "Ich habe auch wieder viele neue Freundinnen gefunden. Der Zusammenhalt im Team ist sehr gut. Wir bleiben in unserer Whatsapp-Gruppe natürlich in Kontakt."

So lief das Vier-Nationen-Turnier für das DEB-Team

Die deutsche U 16-Nationalmannschaft musste beim Vier-Nationen-Turnier in der Selber Netzsch-Arena mit dem letzten Tabellenplatz vorlieb nehmen. Am Freitag gewann das Team zwar gegen Österreich mit 5:4 nach Penaltyschießen, gegen die Schweiz waren die jungen Mädchen am Samstag aber bei der 0:3-Niederlage chancenlos. Gegen Turniersieger Tschechien wäre am Sonntag dann fast die große Überraschung gelungen. Mit 2:0 führten die DEB-Mädchen bis weit in das zweite Drittel hinein, ehe sich die technisch sehr beschlagenen Tschechinnen noch mit 4:2 durchsetzten. "Wir sind mit dem Wochenende nicht ganz zufrieden", sagte der deutsche Co-Trainer Daniel Bartel. "Aber wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Der Höhepunkt war die Partie gegen Tschechien. Nach der 2:0-Führung haben unser junges Team am Ende leider etwas die Kräfte verlassen." Hochzufrieden verließ dagegen der deutsche Team- und Turnierleiter Jörg Reimann am Sonntagnachmittag die Netzsch-Arena. "Es hat organisatorisch alles bestens geklappt hier in Selb. Der Gastgeber hat alles sehr professionell erledigt."

Ob die junge VER-Spielerin auch mit zum Europacup nach Tschechien reisen darf, steht noch nicht fest. "Das ist natürlich mein Ziel. Aber es wird schwierig. Ich werde auf jeden Fall versuchen, mich weiter zu verbessern, damit das wird." Die Verantwortlichen der deutschen U 16-Nationalmannschaft haben Franziska Hirschberger auf jeden Fall weiter auf ihrem Zettel. "Sie ist noch sehr jung und entwicklungsfähig. Sie muss noch ruhiger werden und weiter an sich arbeiten", sagte am Sonntag der deutsche Co-Trainer Daniel Bartel. "Für die Perspektive sieht es gut aus."

 

Mit den Schlittschuhen auf dem Eis stand Franziska Hirschberger bereits als Zweijährige, erzählen Mutter Claudia und Vater Ralf. "Vor zwei oder drei Jahren hat sie dann richtig den Turbo gezündet." Als großes Vorbild diente Franziska immer der große Bruder Maximilian. Der mittlerweile 19-Jährige stand beim VER Selb bis zu den Kleinschülern und Knaben auf dem Eis, ehe es ihn in die Ferne zog. "Der Große wollte einfach mal testen, ober er sportlich weiterkommt", sagt der Vater. Über Chemnitz und Mannheim landete Maximilian schließlich in der DNL-Mannschaft der Tölzer Löwen, bei der er heuer seine letzte Saison absolviert. Zukunft offen. Für Franziska Hirschberger ist das Eishockey eher das große Hobby. Schließlich wartet neben drei Mal wöchentlich Training mit Pucks und Schlägern auch noch die Schule. Sie besucht derzeit die elfte Klasse des Münchberger Gymnasiums und sieht das Eishockey als idealen Ausgleich. "Der Sport entspannt und lenkt mich von der Schule mal ab." Wie es später mit dem Eishockey einmal für sie weitergeht, weiß Franziska noch nicht. Eine mögliche Option sei der Weg, den die ehemalige Selberin Yvonne Rothemund gegangen ist. Die 26-jährige Neumarkterin spielte im Wölfe-Nachwuchs bis zur 1b-Mannschaft und ist sei acht Jahren beim ESC Planegg in der Frauen-Bundesliga im Einsatz. Eine ähnliche Karriere kann sich Franziska durchaus vorstellen. "Ich würde nach der Nachwuchszeit schon gerne weiterspielen. Aber ich muss einfach mal abwarten. Erst Abi, dann Studium oder Ausbildung - ich weiß noch nicht, was kommt."

Zu großem Dank verpflichtet fühlt sich die junge Dame natürlich ihren Eltern. "Sie haben großen Anteil, dass ich schon sieben Länderspiele bestreiten durfte. Ohne ihre Unterstützung wäre nichts möglich. Schließlich kann ich ja noch nicht selbst Auto fahren." Drei Mal wöchentlich geht es von Zell in die Selber Netzsch-Arena zum Training, dazu kommen noch die Spiele am Wochenende. Und mit Konstantin, der bei der U 13 der Wölfe in der Bayernliga spielt, will auch der jüngste Spross der Familie zu seinem Recht kommen. Es wird also ab und an schon ganz schön stressig für Mutter und Vater Hirschberger, die hin und wieder natürlich auch ihren Maximilian bei dessen DNL-Auftritten in Bad Tölz oder der näheren Umgebung, wie in Regensburg, unterstützen. Als große Last empfinden die Hirschbergers die vielen Eishockey-Reisen freilich nicht. "Wenn es den Kindern gefällt, ist es okay", sagt Papa Ralf. Er hat zumindest die Besuche der Oberligaspiele der Wölfe seit einiger Zeit ganz hintenan gestellt. "Da reichen die Spiele der Kinder schon", lächelt er.

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
11. 02. 2019
20:00 Uhr

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Andreas Pöhner

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11. 02. 2019
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