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Viel Aufregung und nur ein Tor

Der FC Vorwärts Röslau gewinnt das Derby in der Fußball-Landesliga. Ein schnell ausgeführter Freistoß entscheidet die Partie. Selbitz schimpft über den Schiedsrichter.



Laufduell: Der Selbitzer Albert Pohl (rechts) schirmt den Ball geschickt gegen Röslaus Sebastian Knoblauch ab. Foto: Michael Ott
Laufduell: Der Selbitzer Albert Pohl (rechts) schirmt den Ball geschickt gegen Röslaus Sebastian Knoblauch ab. Foto: Michael Ott  

FC Vorwärts Röslau: Blechschmidt - Smrha, Knoblauch, Benker, Lima (72. Deniz), Tamo, Hermann, Schneider, Tonka (90. Siniawa), Schmidt, Sturm (32. Eckert).

SpVgg Selbitz: Schall - Narr-Drechsel (69. Gebhardt), Czaban, Kaschel (78. Sienon), Walther (55. Vuckov), Pätz, Röthlingshöfer, Pohl, Lang, Strootmann, Schödel.

Schiedsrichter: Beinhofer (Regensburg). - Zuschauer: 505. - Tore: 67. Min. Knoblauch 1:0.

Der Röslauer Jubel ging beinahe unter: Als Schiedsrichter Jona Reinhofer nach 93 Minuten das Landesliga-Derby abpfiff, stürmten fast alle Selbitzer erzürnt auf den Unparteiischen. Ein Tumult, eine Schubserei, ein Schiedsrichter-Assistent lag am Boden - es war das dramatische Ende einer ansonsten nicht unbedingt packenden Begegnung.

Der Sieg ging - durchaus verdient - an den Aufsteiger. Ein schnell ausgeführter Freistoß brachte die Entscheidung: Waldemar Schneider machte nach 67 Minuten das Spiel nach einem Foulspiel schnell, legte den Ball auf Tobias Benker, der wieder zurück auf die linke Außenbahn spielte. Den Doppelpass brachte der Röslauer Sommer-Neuzugang scharf aufs Tor. Sebastian Knoblauch drückte den Ball irgendwie über die Linie. "Wir hätten das Spiel schon vorher öfter schnell machen müssen", sagte der Röslauer Trainer Ali Sener. So wie beim Tor.

Dann wäre wohl auch früher schon die Führung für Vorwärts gefallen. Denn dass dies das Rezept gegen Selbitz war, hatte sich bereits nach wenigen Sekunden gezeigt: Als die Frankenwäldler noch geistig in der Kabine waren, hatte Ertac Tonka die Chance. Nach 67 Sekunden scheiterte er allein an SpVgg-Keeper Andreas Schall. Auch danach machte es Röslau nicht schlecht, kam aber nicht mehr zu klaren Torchancen.

Von Selbitz war offensiv nicht viel zu sehen. Die langen Bälle fing die Abwehr der Gastgeber ab, machte daraus dann aber nichts. Durch viele Fehlpässe und etliche Unterbrechungen kam kein Spielfluss auf. Davon profitierte Selbitz. "Die Anfangsphase hat Röslau gehört. Danach haben wir uns gefangen und es ordentlich gemacht", sagte Selbitz' Coach Henrik Schödel. Und er hätte beinahe den Führungstreffer für sein Team gesehen: Einen Freistoß von Lorenz Röthlingshöfer kratzte Sebastian Blechschmidt im Vorwärts-Kasten von der Linie. Es waren die zwei einzigen Torchancen einer ersten Halbzeit, die nicht unbedingt die über 500 Zuschauer von den Hockern riss.

Der zweite Abschnitt wurde aber besser. Auch weil sich beide einen offeneren Schlagabtausch lieferten. Nachdem Benker den Führungstreffer auf dem Fuß hatte (57.), hätte auch Selbitz auf der Gegenseite in Führung gehen können: Albert Pohl lief allein auf Blechschmidt zu, ihm ging aber die Kraft aus.

Und so musste der Freistoß von Schneider und das lange Bein von Knoblauch für die Entscheidung sorgen. Allerdings begann damit auch die Selbitzer Erregung über den Unparteiischen: "Es war kein Freistoß", sagte Schödel. Seine Kritik betraf aber nicht nur die Entscheidung vor dem Tor. Harte Worte wechselten zwischen Schiedsrichter und Selbitzer Spielern. "Er hat uns nach 50 Minuten gesagt, dass er nichts mehr für uns pfeift", erklärte Schödel. So ähnlich wirkte es auch. Bis zum unrühmlichen Ende nach 93 Minuten.

Allerdings hätte Selbitz auch zuvor schon aus eigener Kraft für den Ausgleich sorgen können. Christian Pätz und Albert Pohl vergaben unerklärlicherweise aus Kurzdistanz nach 90 Minuten die Ausgleichschance. "Es läuft eben einfach nicht für uns", sagte Schödel.

Hingegen jubelte Ali Sener - auch weil seinem Team durch die vergebene Chance von Selbitz dasselbe Schicksal wie in Coburg, also der Ausgleich in der Nachspielzeit, erspart blieb. "Das gleicht sich in einer Saison aus." Marcus Schädlich

 

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Marcus Schädlich
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Veröffentlicht am:
17. 07. 2018
21:20 Uhr

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Marcus Schädlich

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Veröffentlicht am:
17. 07. 2018
21:20 Uhr



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