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Walther-Comeback auf Zeit

Die Personalsituation beim Fußball-Bezirksligisten ATS Kulmbach ist nach dem Umbruch nicht rosig. Da erinnerten sich die Verantwortlichen an einen früheren Coach.



Der Job als Trainer der Altstädter Damen hat bei dem 48-jährigen Ingo Walther Priorität.	Foto: Anpfiff.info
Der Job als Trainer der Altstädter Damen hat bei dem 48-jährigen Ingo Walther Priorität. Foto: Anpfiff.info  

Gegen den TSV Thiersheim trug der Routinier Ingo Walther erstmals wieder das Trikot des ATS Kulmbach. "Ich helfe erst einmal aus", sagte Ingo Walther dem Internetportal Anpfiff.info. Er wolle seinem ehemaligen Verein in der Not helfen. Von 2011 bis 2014 war der mittlerweile 48-Jährige bereits als Spielertrainer beim ATS tätig war, und er führte die Blau-Weißen damals von der Kreisklasse in die Bezirksliga. Dann beendeten die Kulmbacher aber überraschend die Zusammenarbeit - trotz aller Erfolge. Unter Ingo Walther war Kulmbach schließlich in 72 Spielen in Folge ungeschlagen geblieben.

Mit dem gebürtigen Kulmbacher Armin Eck wollte der Verein einen neuen Weg einschlagen und wieder mehr lokalen Touch in den mit vielen Bayreuthern Spielern gespickten Kader reinbekommen. Aber alles Schnee von gestern. "Es war damals eine Erfolgsgeschichte gewesen", erinnert sich Walther mittlerweile in erster Linie nur ans Positive in seiner dreijährigen Kulmbacher Amtszeit.

Einige Spieler wie Johannes Adam, Schlussmann Patrick Pohl und neuerdings der wieder reaktivierte Florian Hohla spielen immer noch. Andere wie Verteidiger Sven Schelhorn haben mittlerweile die Funktion gewechselt und sind als Spielleiter tätig. Der Ex-Abwehrchef war es auch, der sich in der Personalnot an den früheren Coach erinnerte, der zuletzt in der Rückrunde in Poppenreuth in einer ähnlichen Situation einsprang.

Bis zur Winterpause ist das kurzfristige Engagement von Ingo Walther erst einmal begrenzt. "Acht Spiele kann ich machen", hat sich der frühere Zweitliga-Kicker ausgerechnet, weil er daneben auch weiterhin die Frauenmannschaft der SpVgg Bayreuth trainiert. Und dieses Traineramt hat für ihn auch weiterhin Priorität, zumal die Gelb-Schwarzen demnächst wieder in die Saison starten. Walther: "Dort stehe ich im Wort. Die Saison bei den Damen ist für mich das Wichtigste."

So lange sich die Spiele nicht überschneiden, wird er aber beim Bezirksligisten aushelfen. Die Partie gegen die Altstädter Reserve wird er allerdings urlaubsbedingt verpassen - und auch die Begegnung gegen Poppenreuth haben die Kulmbacher bereits ohne den "Panzer" absolviert.

Aber am Gegner will sich der 48-Jährige gar nicht aufhängen. Punkte müssen her, da macht er sich nichts vor: "Wir werden gegen den Abstieg kämpfen. Da muss man schauen, dass wir jetzt die Punkte holen. Alles, was man jetzt schon mitnehmen kann, muss man dann nicht in der Rückrunde nachholen."

Dass es bis dahin möglichst viele Punkte auf dem Kulmbacher Konto sind, dazu will er seinen Beitrag leisten. In Thiersheim reichte es aber trotz seines Mitwirkens nicht. Im Kellerduell blieb der ATS ohne Zähler. Die TSV-Elf setzte sich mit 3:1 durch. "Es war natürlich schwierig, weil wir im Vergleich zur Vorwoche wieder auf vier Positionen umstellen mussten. Da laufen die Automatismen natürlich nicht reibungslos ab. Das geht nur über mehrere Spiele hinweg", weiß der Fußball-Dauerbrenner und hofft in der aktuellen Situation des ATS einfach einmal auf einen "dreckigen Sieg."

Gegen Thiersheim versuchte er als "Sechser" das Spiel aus der Zentrale heraus zu ordnen. Fehlende Spielpraxis oder gar ein Fitnessrückstand - das sind für ihn keine Themen - auch nicht angesichts seiner mittlerweile 48 Jahre. Der frühere Profi ist auch ohne Vorbereitung im Saft: "Das Spielverständnis und die taktische Ausrichtung hat man ja, und an der Fitness liegt es auch nicht. Man macht das nicht nur mit Routine. Viel habe ich nicht verlernt."

Bereut hat er seine Entscheidung, die Fußballschuhe nach einer kurzen Pause wieder zu schnüren, nicht. Alterstypisches Jammern am Tag nach dem Spiel ist ihm jedenfalls fremd: "Klar, auch ich merke eine gewisse Müdigkeit, wenn ich an meine Grenzen gehe. Aber ich kann damit umgehen und ertrage es, wie es ist." Der Spitznamen "Panzer" kommt eben nicht von ungefähr.

Sollte erst der Erfolg wieder da sein, laufe es sich sowieso leichter. "Mir geht es ja auch eher um die Sache und die Punkte und nicht darum, mit aller Gewalt noch ein paar Spiele mehr zu machen", sagt Walther zu seinen Beweggründen. Etwas Herzblut sei eben doch in seinen drei Jahren in Kulmbach hängengeblieben, betont Walther.

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Veröffentlicht am:
23. 08. 2018
21:48 Uhr

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23. 08. 2018
21:48 Uhr



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