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Wie am ersten Schultag

Die Bayreuth Tigers gehen wieder aufs Eis. Dabei ist der Eishockey-Zweitligist später dran als die Rivalen. Trainer Kujala verrät, wie er die Schwerpunkte legt.



Er gibt bei den Bayreuth Tigers auch in der bevorstehenden Saison wieder den Ton an: Trainer Petri Kujala. Foto: Imago
Er gibt bei den Bayreuth Tigers auch in der bevorstehenden Saison wieder den Ton an: Trainer Petri Kujala. Foto: Imago  

Es ist ein bisschen wie am ersten Schultag nach den großen Ferien, ein riesiges Hallo. Alle freuen sich, alle sind aufgeregt. Bei Matthias Wendel ist das nicht anders. "Es kribbelt gewaltig", sagt der Geschäftsführer des Eishockey-Zweitligisten Bayreuth Tigers und findet den Vergleich zwischen dem Trainingsauftakt und einem ersten Schultag deshalb so treffend, weil er diesmal einen Großteil seiner bekannten Schützlinge wieder begrüßen durfte, nachdem er ihn vor über einem Vierteljahr in die Ferien entlassen hatte.

Das sagen die Spieler der Tigers zum Trainingsauftakt

Sechs Neuzugänge müssen die Bayreuth Tigers bis zum DEL2-Saisonstart am 14. September integrieren. Einer von ihnen ist Markus Lillich . Bei dem 20-jährigen ehemaligen Kaufbeurer ist von Aufregung nicht viel zu spüren. "Freude pur", antwortet er auf die Frage nach seiner Befindlichkeit vor dem ersten Eistraining mit seiner neuen Mannschaft. "Super, dass es endlich wieder losgeht." Es ist nicht sein erster Eiskontakt in diesem Sommer. Zusammen mit einigen jungen Bayreuthern absolvierte der Ex-Kaufbeurer Anfang Juli in Füssen ein Trainingslager zusammen mit den Icetigers Nürnberg, für die er auch als Förderlizenzspieler gelistet ist. In den vergangenen Tagen gab es dann ein weiteres Trainingslager mit dem Nürnberger DEL-Club. Er sei froh, dass die Zeiten des Fitnessstudios vorbei seien und er endlich wieder dauerhaft Eis unter den Füßen habe. Seine ersten Eindrücke in der neuen Stadt: "Sehr positiv. Wir waren zwar nur kurz Kaffeetrinken in der Innenstadt. Was ich da aber gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen."

Lillichs neuer Mannschaftskamerad Sebastian Busch ist mit seinen 26 Jahren und seiner nun fünften Spielzeit in Bayreuth zwar schon ein alter Hase im Tigerkäfig, Bauchkribbeln hat er vor dem ersten Training aber noch immer. "Das ist schon was Besonderes. Wir waren ja jetzt fast vier Monate ohne Eis, da freut man sich dann schon. Auch auf die neuen Spieler, die neue Ausrüstung - das ist schon was Besonderes." Zwei, drei Wochen, so sagt er, hat er gar nichts gemacht, dann aber hat er schon wieder losgelegt mit einem - wie Busch sagt - "crossfitähnlichen, auf Eishockeyspieler zugeschnittenen Ausdauer- und Krafttraining". Ex-Nationalspieler Felix Schütz habe dieses Training nach NHL-Vorbild entwickelt. "Das mache ich eigentlich jedes Jahr, das taugt mir ganz gut."

Klar mit dem Ziel Playoffs geht Nicklas Mannes in die neue Vorbereitung. "Ich glaube schon, dass wir da anknüpfen können, wo wir letzte Saison aufgehört haben", sagt der 21-jährige Verteidiger, der in der Frühphase der zurückliegenden Spielzeit vom Liga-Konkurrenten Bad Nauheim gekommen war. Wie Markus Lillich ist er mit einer Förderlizenz für die Nürnberg Icetigers ausgestattet. Auch er kommt fit nach Bayreuth. Er habe zwar auch Urlaub gemacht - in der Türkei, in Abu Dhabi und in Holland -, sich aber auch ganz gezielt vorbereitet. wum


Auch Trainer Petri Kujala ist die Freude anzusehen. "Dieser erste Tag ist immer etwas Besonderes. Man freut sich auf die vertrauten Gesichter und ist gespannt auf die neuen", sagt der 48-jährige Finne, der immerhin 17 Akteure aus der Vorsaison zusammen mit seinem Co-Trainer Mikko Rämö willkommen heißen durfte, dazu die Neuzugänge Thomas Schmidt, Nico Kolb, Martin Davidek, Tyler Gron, Tim Zimmermann und Markus Lillich. Begrüßt wurden die Spieler bei ihrer Einheit nicht nur von dem Trainerduo und rund 50 Zaungästen, sondern auch von einem Banner entlang der Gegengerade. "Die graue Maus will wieder raus und hat sich in Gelb-Schwarz gehüllt. Auf dass der Tiger wieder brüllt", hatte die Sektion Tigers Fans gereimt.

Dass die Tigers gewillt sind, ihr Graues-Maus-Image endgültig abzulegen, wurde schon bei der ersten Einheit im Tigerkäfig deutlich. Lange Intervall-Läufe, kurze Antritte, Schnellangriffe in Überzahl: Es ging sofort ordentlich zur Sache - mit und ohne Puck. "Wir sind im Vergleich zur Konkurrenz ja auch schon eine Woche hinterher", rechtfertigte Petri Kujala sein knackiges Auftakttraining mit der relativ späten Eisbereitung in Bayreuth. Lediglich 33 Tage haben die Bayreuther nun Zeit, bis sich die kräftig aufgerüsteten Tölzer Löwen zum Saisonstart im Bayreuther Eisstadion vorstellen. "Das ist genau der richtige Gegner für uns - gleich ein hochgehandeltes Team, da knacken wir die 2000-Zuschauer-Grenze", frohlockt Matthias Wendel voller Hoffnung.

Die Tigers bereiten sich mit bis zu drei Einheiten am Tag auf die neue DEL2-Saison vor, wobei zwei in der Regel auf dem Eis stattfinden werden. "Off-Ice-Training gibt es natürlich auch", sagt Kujala. Das aber werde vornehmlich im Kraftraum stattfinden. Die Laufeinheiten außerhalb des Stadions dienten ausschließlich der Regeneration. Obgleich die Konditionsarbeit breiten Raum in den ersten Tagen der Vorbereitung einnehmen wird, sind die athletischen Grundlagen bereits gelegt. "Den jungen Spielern habe ich einen Trainingsplan an die Hand gegeben, die älteren wissen selbst am besten, was sie brauchen", sagt Kujala.

Und Matthias Wendel vermutet, dass es sich keiner seiner Spieler erlauben würde, nicht topfit zum Auftakt zu erscheinen. Er blickt noch einmal ganz genau in die eigenen Reihen - und sagt dann: "Aufgrund der Größe unseres Kaders unterliegen die Spieler automatisch einem gewissen Erfolgsdruck. Und das wissen sie auch."

Autor

Stefan Wolfrum
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Veröffentlicht am:
12. 08. 2019
22:10 Uhr

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Autor

Stefan Wolfrum

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Veröffentlicht am:
12. 08. 2019
22:10 Uhr



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