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"Wir wollen Platz eins in Selbitz verteidigen"

Der FC Eintracht Münchberg reist heute selbstbewusst zum Nachbar-Duell. Trainer Markus Bächer traut seiner Mannschaft in dieser Saison viel zu.



Interview: mit Markus Bächer, Trainer des FC Eintracht Münchberg
Interview: mit Markus Bächer, Trainer des FC Eintracht Münchberg  

Markus Bächer, Platz eins nach vier Spielen. Überrascht Sie das?

Der Trainer und sein Aufgebot

Markus Bächer, 35, begann seine Fußballer-Karriere 1989 beim VfB Helmbrechts. In der Saison 2005/2006 wechselte er zur SpVgg Selbitz, ehe es ihn im Jahr 2009 zur SpVgg Bayern Hof zog. 2011 ging es zurück in den Frankenwald nach Selbitz. 2016 wechselte er zum FC Eintracht Münchberg. Im vorletzten Heimspiel riss er sich zum zweien Mal das Kreuzband - das war es dann mit der aktiven Karriere. Als Trainer des FC Eintracht Münchberg ist Markus Bächer jetzt in seine dritte Saison gegangen.

FC Eintracht Münchberg (Aufgebot): Möschwitzer/Fiebiger - Richter, Paprocki, Ott, Rietsch, N.Hübler, F. Lang, J. Köhler, Frank, D. Pajonk, Strößner, Fleischer, Rüger, T. Lang, Preißinger, L. Köhler. Es fehlt: Christian Schubert (Urlaub)

Was heißt hier überrascht? Ich traue meiner Mannschaft schon relativ viel zu. Man muss natürlich auch zugeben, dass manche Spiele gleich in unsere Richtung gelaufen sind, wie beispielsweise das beim 8:0-Sieg bei St. Johannis Bayreuth. Auch beim 4:0 beim BSC Saas Bayreuth hat sehr viel geklappt. Gegen Oberkotzau am vergangenen Wochenende hatten wir Glück, und gegen Rehau zum Auftakt haben wir einen Punkt geholt. Da wussten wir den Gegner noch nicht so recht einzuschätzen. Aber jetzt wissen wir es. Die Rehauer haben immerhin auch schon acht Punkte.

 

 

Worauf führen Sie es zurück, dass es beim FC Eintracht derzeit so gut läuft?

Ganz entscheidend ist, dass wir unsere Mannschaft bis auf einen Spieler zusammenhalten konnten. Zudem haben wir uns punktuell verstärkt. Harald Fleischer, der von der SpVgg Bayern Hof gekommen ist, hat jetzt nach seiner Verletzung am vergangenen Wochenende gegen Oberkotzau zum ersten Mal von Beginn an gespielt. Was mich sehr freut, ist, dass unsere jungen Spieler, die das erste Seniorenjahr hinter sich haben, sehr lernfähig sind und sich weiterentwickeln. Ganz klar: Es ist schon ein riesiger Vorteil, wenn du als Trainer eine eingespielte Mannschaft hast. Das zahlt sich jetzt aus.

 

Sehen Sie den momentanen Platz an der Sonne für den FC Eintracht Münchberg eher als Momentaufnahme oder lässt sich von dem hervorragenden Start in die Saison schon ein Trend ableiten?

Wir haben ja vor der Saison Ziele formuliert und damit klar gesagt, dass wir im ersten Tabellendrittel dabei sein wollen. Von Platz eins hat vor der Saison niemand gesprochen. Aber wenn es zu mehr reicht, als beispielsweise zu Platz drei, vier oder fünf, soll uns das nur recht sein. Man muss aber auch sehen, dass in der Bezirksliga alles eng beisammen ist. Wenn du ein Spiel verlierst, bist du ruckzuck Vierter. Auch das kann passieren.

 

Der FC Eintracht Münchberg ist auch in den vergangenen Jahren immer mit sehr viel Vorschusslorbeeren gestartet, hat gut angefangen, und hat im Laufe der Saison oft stark nachgelassen.

Das stimmt. Ich kann mich noch an den Trainingsauftakt vor zwei, drei Jahren erinnern, da stand in der Frankenpost "Ein Hauch von Landesliga". Bekanntlich ist jene Saison nicht so gut gelaufen. Die Mannschaft ist heute viel gefestigter, tut alles dafür, um erfolgreich zu sein. Deshalb glaube ich nicht, dass wir in eine Negativspirale reinkommen und vielleicht acht Spiele verlieren werden.

 

Jetzt geht es gegen den Landesliga-Absteiger SpVgg Selbitz. Da braucht es sicher keine besondere Motivation?

Das ist richtig. Die Tabellensituation und der Spieltermin Freitagabend sind natürlich beste Voraussetzungen für dieses Derby. Wenn das Wetter passt, ist sicher mit vielen Zuschauern zu rechnen. Ich hab ja selbst noch mit einigen Selbitzern zusammengespielt, wie Max Lang, Felix Strootmann oder Andi Schall. Von daher ist es natürlich auch für mich ein besonderes Spiel.

 

Mit welcher Marschroute gehen Sie in dieses Derby?

Ich denke schon, dass die Selbitzer in diesem Heimspiel Favorit sind. Aber natürlich sind auch wir selbstbewusst genug, um zu sagen, wir wollen in Selbitz punkten. Wir haben uns in den vergangenen Wochen den ersten Platz erarbeitet, und den wollen wir auch in Selbitz verteidigen. Dass dies eine schwierige Aufgabe wird, ist uns völlig klar.

 

Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Wenn du als Absteiger in eine neue Liga kommst, stellt sich doch zunächst jeder Gegner hinten rein und gibt 120 Prozent. Da musst du erst mal Lösungen finden. Selbitz hat jetzt auswärts gewonnen, kommt allmählich in die Spur. Mit ihren Neuzugängen wie Claudio Bagenda oder Sebastian Tens sind sie meiner Meinung nach qualitativ auf einem sehr guten Level. Und wenn sie wieder alle Spieler an Bord haben, ist das für mich eine sehr, sehr gute Mannschaft.

 

Aber Selbitz, so hoffen die Münchberger, wird am Ende der Saison hinter Ihnen stehen….

(lacht). Wenn es am Schluss so sein sollte, ist das für mich in Ordnung. Die Selbitzer Verantwortlichen haben ja vor der Saison ganz klar erklärt, dass es für sie nur ein Ziel gibt, und das heißt Wiederaufstieg. Sie haben sich damit den Schuh des Favoriten selbst angezogen. Aber auch wir wollen unsere Spiele gewinnen, auch am Freitagabend in Selbitz.

 

Wenn Sie die ersten vier Spieltage in der Bezirksliga Revue passieren lassen, wie fällt Ihr erstes Zwischenfazit aus?

Es waren bisher auch sehr viele enge Spiele dabei. Es hat den Anschein, dass in dieser Saison jeder jeden schlagen kann. Etwas überraschend ist für mich, dass Saas Bayreuth bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Das gilt auch für die SpVgg Oberkotzau. Es wird heuer mit Sicherheit keinen Ausreißer nach unten geben, dass eine Mannschaft völlig auseinanderbricht und vielleicht mit nur zehn Punkten absteigt. Positiv überrascht haben mich bisher Rehau und Trogen.

 

Wen sehen Sie als Ihren härtesten Konkurrenten im Kampf um Platz eins oder zwei?

Meiner Meinung nach gibt es in dieser Liga fünf, sechs Mannschaften, die das Zeug dazu haben, ganz vorne mitzuspielen. Dazu gehört für mich neben Selbitz auch Poppenreuth und Kasendorf. Mistelgau hatte ich zu Beginn der Saison als eines der Überraschungsteams auf der Rechnung. Auch die Rehauer darf man nicht aus den Augen verlieren. Die machen das momentan sehr gut. Am Ende gehört natürlich auch eine Portion Glück dazu, um ganz vorne zu stehen. 

Autor
Bernd Nürnberger

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Veröffentlicht am:
09. 08. 2019
00:00 Uhr

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Autor
Bernd Nürnberger

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Veröffentlicht am:
09. 08. 2019
00:00 Uhr



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