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Fahrrad, Eistonne und Nudeln: Eintracht bereit für Inter 

Drei Tage vor dem Europacup-Festtag bei Inter Mailand musste Eintracht Frankfurt in der Liga bei Fortuna Düsseldorf ran - und löste die schwierige Aufgabe gut. Über die Belastung klagte nachher niemand.



Klarer Sieg
Die Spieler von Eintracht Frankfurt feiern das 3:0 gegen Fortuna Düsseldorf.   Foto: Federico Gambarini

Sebastian Rode kannte das Rezept für die kurze Regenerationsphase vor dem größten Europacup-Spiel seit einem Vierteljahrhundert.

«Jetzt geht es aufs Fahrrad, dann in die Eistonne, dann gibt es Nudeln und dann müssen wir viel schlafen», sagte der Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt. Als Rode diese Worte sprach, war das 3:0 (0:0) in der Bundesliga bei Fortuna Düsseldorf gerade abgepfiffen und das Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League bei Inter Mailand ganze 70 Stunden entfernt. Körperliche Probleme befürchtet die Leihgabe von Borussia Dortmund aber nicht. «Mit der Vorfreude und dem Adrenalin geht es auch mit etwas weniger Regeneration», sagte Rode: «Es ist, wie es ist. Zwei Tage Pause, dann geht es weiter. Die Fans müssen ja auch weiter.»

Der Erfolg beim zuletzt starken Aufsteiger in Düsseldorf und die glänzende Ausgangsposition für eine erneute Europacup-Qualifikation geben den Hessen das Gefühl, körperliche Grenzen ignorieren zu können. «Wir sind bereit, Geschichte zu schreiben», sagte Gelson Fernandes nach den Toren von Goncalo Paciencia (48.) und Sebastian Haller (90.+1/90.+3): «Dieser Sieg gibt Kraft. Mit drei Punkten in der Tasche erholst du dich viel besser.»

Bei allem Hype um den Fußball-Festtag, an dem mindestens 15.000 Fans die Frankfurter nach dem 0:0 im Hinspiel begleiten wollen, versuchen die Verantwortlichen auch, nicht zu überdrehen. Auf die Frage, was man denn außer Nudeln zu essen noch machen könne, sagte Sportdirektor Bruno Hübner: «Ach, die sollen ruhig mal mit den Nudeln anfangen.»

Kapitän Fernandes versicherte auch, sein Team habe «die richtige Mentalität». Abwehrchef Makoto Hasebe untermauerte dies mit Taten. Der 35 Jahre alte Japaner hatte sich in Mailand einen Nasenbeinbruch zugezogen. In Düsseldorf stand er in der Startelf, die Gesichtsmaske zog er nach wenigen Minuten aus und spielte ohne Schutz bis zum Ende durch. «Die Maske hat ihn glaube ich ein bisschen gestört», sagte Hübner. Auf die Frage, ob das nicht ein zu großes Risiko sei, antwortete Hübner lachend: «Für ihn persönlich schon. Für uns war es ohne Maske ein geringeres Risiko.»

Eine zusätzliche Motivation für das Spiel in Mailand ist die Sperre von Trainer Adi Hütter. «Sie müssen nicht für ihren Trainer spielen, sondern für Eintracht Frankfurt», sagte der Österreicher aber und wollte auch dieser Sache keine zu große Bedeutung beimessen. «Es wird sicher nicht so angenehm. Selber schuld», sagte Hütter, der im Hinspiel gegen eine Wasserflasche getreten hatte: «Diesmal muss ich meine Arbeit eben vorher machen und schon bei der Spieler-Besprechung im Hotel die richtigen Worte finden.» Im Stadion müsse er dann «natürlich schauen, dass ich einen Platz mit guter Sicht habe».

Doch der Tabellenfünfte hatte in Düsseldorf, das gab auch Hütter zu, «in der ein oder anderen Situation das nötige Glück mit dem Schiedsrichter». Hütters Kollege Friedhelm Funkel war derweil stocksauer. «So wie wir benachteiligt werden, das geht schon nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut», sagte der 65-Jährige.

Funkel spielte auf den zurückgenommenen Handelfmeter in der 61. Minute an sowie das aberkannte Tor von Dawid Kownacki nach 90 Sekunden. «Der Schiedsrichter (Robert Hartmann) hat sich bei mir entschuldigt, weil er zu früh gepfiffen hat, sodass der Video-Schiedsrichter nicht mehr eingreifen konnte», sagte Funkel: «Ich habe die Entschuldigung angenommen. Aber kaufen kann ich mir davon nichts.»

Veröffentlicht am:
12. 03. 2019
12:32 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
12. 03. 2019
12:32 Uhr



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