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Filmreifes Comeback für Modeste in Köln - Ende «peinlich»

Das Comeback von Anthony Modeste beim 1. FC Köln mit einem Tor hatte nach Wochen des Wartens und der Trauer etwas von Hollywood. Ein Happy End gab es aber nicht.



Anthony Modeste
Durfte über ein Tor, aber nicht über den Sieg in Paderborn jubeln: FC-Rückkehrer Anthony Modeste (r).   Foto: Guido Kirchner

Sein Comeback war filmreif - ein Happy End aber gab es nicht: Als Anthony Modeste auf ein denkwürdiges Spiel mit dem 1. FC Köln zurückblickte, war all die Freude über seine Rückkehr auf den Fußball-Platz verflogen.

«Wenn man hier in Führung liegt, muss man hier gewinnen, so ist es peinlich», sagte der 30-jährige Franzose nach der 2:3-Niederlage (1:0) des Bundesliga-Absteigers beim SC Paderborn. Der Tabellendritte Paderborn rückte im Aufstiegsrennen der 2. Liga bis auf zwei Punkte an die Kölner heran, die allerdings ein Spiel weniger bestritten haben. «Wenn man aufsteigen will, darf man so ein Spiel nicht verlieren», sagte Modeste.

234 Sekunden nach seiner Einwechselung in der 69. Minute traf der Stürmer zum vermeintlich vorentscheidenden 2:0. Modeste hatte die Kölner 2017 mit 25 Toren ins internationale Geschäft geschossen und war danach für angeblich 35 Millionen Euro nach China gewechselt. Nach wochenlangem Tauziehen um seine Spielgenehmigung, die von der FIFA erst am Donnerstag erteilt worden war, und einem Schicksalsschlag flossen dann Tränen auf dem Platz.

«Ich habe über alle meinen schwierigen Momente nachgedacht und dass ich meinen Vater verloren habe», erzählte Modeste. Sein Vater Guy starb am 19. Dezember vergangenen Jahres. Da rückte selbst das erbitterte Gerangel mit seinem bisherigen Club FC Tianjin Tianhai in den Hintergrund. Modeste hatte wegen angeblich unerfüllter Gehaltszahlungen des chinesischen Clubs seinen Vertrag mit Tianjin gekündigt und somit einen ablösefreien Wechsel zurück nach Köln eingeleitet.

Dem emotionalen Hoch folgte dann für Modeste und Köln, das in der ersten Halbzeit durch Jhon Córdoba 1:0 in Führung gegangen war (38. Minute), eine fürchterliche Schlussphase mit drei Gegentoren innerhalb von 13 Minuten durch Bernard Tekpetey (80.), Kai Pröger (86.) und Marlon Ritter (90.+2). Der Kölner Florian Kainz (88.) sah vor 15 000 Zuschauern Gelb-Rot.

«Wir haben hinten raus das Spiel verschenkt, auch wenn wir die Niederlage eigentlich nicht verdient haben. Das war sehr bitter für uns», sagte ein sichtlich zerknirschter Trainer Markus Anfang. Für Köln ist die Pleite bedenklich. Bereits sechs Niederlagen musste der dreimalige deutsche Meister im Kampf um die Rückkehr in die Bundesliga hinnehmen - drei davon in den vier Spielen der Rückrunde gegen den VfL Bochum (2:3), bei Union Berlin (0:2) und in Paderborn. Das ist eine wenig schmeichelhafte Bilanz für ein Team, das für die Mission Aufstieg mit auf dem Papier erstklassigen Profis wie Johannes Geis, Kainz oder eben Modeste verstärkt wurde.

Dem Franzosen blieb am Ende eines turbulenten Tages nur das Prinzip Hoffnung. «Daraus müssen wir lernen und weitermachen. Ich hoffe, dass uns das am Ende nichts kostet», sagte Modeste.

Veröffentlicht am:
16. 02. 2019
13:33 Uhr

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dpa

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Veröffentlicht am:
16. 02. 2019
13:33 Uhr



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