Topthemen: Hof-GalerieWaldschratDie Bilder vom WochenendeFall Peggy KnoblochSelber Wölfe

Sport

Leverkusen blamiert sich im Pokal mit 1:2 in Heidenheim

Gefeierter Sieg gegen Bayern, trostloses Pokal-Aus in Heidenheim: Bayer Leverkusen durchlebt innerhalb weniger Tage einmal mehr alle Extreme. Dem Außenseiter gelingt ein Kunststück wie vor drei Jahren.



Blamage
Während die Heidenheimer im Hintergrund ihren Sieg feiern, lassen die Spieler von Bayer Leverkusen nach dem Aus im Pokal-Achtelfinale die Köpfe hängen.   Foto: Stefan Puchner

Trainer Peter Bosz schlich enttäuscht vom Rasen, seine Spieler standen ratlos vor den eigenen Fans: Bayern-Besieger Bayer Leverkusen hat sich nach einer miserablen Leistung völlig überraschend aus dem DFB-Pokal verabschiedet.

Am Dienstagabend setzte es trotz zwischenzeitlicher Führung bei Zweitligist 1. FC Heidenheim ein 1:2 (1:0). Damit sind für Bayer bereits im Achtelfinale alle Träume von der ersten Endspielteilnahme seit zehn Jahren beendet. Vor 11.400 Zuschauern hatte Julian Brandt (44. Minute) bei Temperaturen von minus vier Grad sogar noch das erste Tor für die Gäste erzielt.

Doch der pomadige Auftritt der Werkself wurde nach Gegentoren von Nikola Dovedan (47.) und Maurice Multhaup (72.) mit dem verdienten Ausscheiden bestraft. Für Leverkusen ist es nicht der erste bittere K.o. gegen einen unterklassigen Verein: Vor zwei Jahren scheiterte die Werkself an den Sportfreunden Lotte im Elfmeterschießen, 2011 reichte eine 3:0-Führung bei Dynamo Dresden nicht zum Weiterkommen. Heidenheim steht wie 2015/2016 erneut in der Runde der letzten Acht.

«Wir waren schlampig, diese Art und Weise - sowas habe ich selten erlebt. Das ist ein Rückschlag für uns», sagte Leverkusens Nationalspieler Brandt. Teamkollege Julian Baumgartlinger befand: «Das ist enttäuschend und war unnötig. Wir haben Heidenheim in die Karten gespielt. Unsere letzte Aktion muss noch präziser sein.»

Drei Tage nach dem furiosen 3:1 gegen den Rekordmeister aus München schonte Bosz einige Stammkräfte. Abwehrchef Jonathan Tah saß zunächst genauso auf der Bank wie die Offensivkräfte Karim Bellarabi und Kevin Volland. Der eigentlich gesetzte Jung-Nationalspieler Kai Havertz fehlte den Rheinländern wegen einer Hüftverletzung.

In der Anfangsphase war der Klassenunterschied zwischen Zweitligist und Europa-League-Teilnehmer kaum zu bemerken. Bayer war mit viel Ballkontrolle und einigen Pass-Stafetten zwar das feldüberlegene Team, mangels Tempo und Ideen gab es aber kaum Chancen. Vor allem die zentralen Spieler Charles Aranguiz und Brandt griff der Außenseiter konsequent und entschlossen an.

Die zunächst so ungefährliche Offensive der Gäste gipfelte in einem Schuss von Paulinho (29.), der im Seitenaus landete. Stattdessen hatte der FCH die erste Schusschance: Der flache Versuch von Arne Feick (36.) war aber kein Problem für Leverkusens Schlussmann Lukas Hradecky. Im Gegenzug scheiterte Nationalspieler Brandt am Pfosten. Kurz darauf schlug Bayer zu. Nach starkem Zuspiel von Aranguiz stieß Brandt in die Spitze und verwandelte.

Heidenheim gab sich nicht auf, hatte nach dem Seitenwechsel die besseren Chancen und wurde belohnt. Dovedan, der Bayers Aleksandar Dragovic kurz nach der Pause wie einen Anfänger stehen ließ, traf mit links zum Ausgleich. Kurz darauf hätten die Gastgeber das Spiel sogar fast schon gedreht, Multhaup scheiterte jedoch an der Latte. Knapp 20 Minuten vor dem Ende nutzte er die nächste Unsicherheit der schwachen Leverkusener anschließend doch noch zur Führung.

Bayer war offensiv viel zu harmlos und defensiv zu sorglos. Auch die Einwechslungen von Volland und Bellarabi brachten nichts mehr. Der Favorit leistete sich hanebüchene Fehler: Einfachste Pässe misslangen, immer wieder hatten die Bayer-Stars Probleme bei der Ballannahme. In der Schlussphase verzog der enttäuschende Leon Bailey aus vielversprechender Position meilenweit. Am Ende rettete FCH-Keeper Kevin Müller den verdienten Erfolg des Außenseiters.

Veröffentlicht am:
05. 02. 2019
21:30 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bayer Bayer Leverkusen DFB-Pokal Dynamo Dresden Extreme Kai Havertz Kevin Müller Kevin Volland
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Ausgleich

25.10.2018

Leverkusen trotz Bellarabi-Toren: 2:3-Niederlage in Zürich

Nun hat's Bayer auch in der Europa League erwischt. Die Werkself spielt in Zürich eine ganz schwache erste Hälfte, kommt zurück und verliert dann doch. Nationalspieler Kai Havertz findet nach dem Spiel deutliche Worte. » mehr

Torschützen

17.03.2019

Nach Werder-Sieg: Eggestein lacht über Löw-Versprecher

Bremen bleibt 2019 ungeschlagen und träumt weiter vom Europacup. Vor allem wegen eines Mannes, der bald bei der Nationalmannschaft vorspielt. Und wegen eines Kollegen, für den dort die Tür zu ist. » mehr

Parade

21.02.2019

«Enorm bitter»: Aus für Bayer Leverkusen in Europa League

Bayer Leverkusen verpasst das Achtelfinale in der Europa League. Damit scheidet die Werkself im Februar bereits im zweiten Wettbewerb aus. Und jetzt folgt das schwere Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund. » mehr

Torschütze

17.02.2019

Bosz-Team besiegt Düsseldorf und rückt auf Europacup-Platz

Leverkusen bleibt unter dem neuen Coach in der Erfolgsspur. Gegen Fortuna Düsseldorf geriet die Bayer-Elf am Sonntag nie in Gefahr. Ein Europacup-Platz ist der verdiente Lohn. » mehr

Jubeltraube

08.02.2019

Bayer Leverkusen vorerst auf Europapokal-Platz

Bayer Leverkusen ist in der Fußball-Bundesliga vorerst auf einen Europapokal-Platz gestürmt. Das Team von Trainer Peter Bosz kam am Freitagabend zum Auftakt des 21. Spieltages zu einem 5:1 (4:1) bei Mainz 05. » mehr

Bayer-Coach

13.12.2018

Leverkusen kämpft auf Zypern um den Gruppensieg

Mit einem Sieg auf Zypern wäre Bayer Leverkusen sicher Erster in der Europa-League-Gruppenphase. Doch weil das Weiterkommen schon sicher ist, ließ Trainer Heiko Herrlich acht Stammspieler zu Hause. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Bild%20(9).JPG Selb

Lost Places: das "Edion" bei Selb | 18.03.2019 Selb
» 9 Bilder ansehen

Black Base mit DJ Kurbi

Black Base mit DJ Kurbi | 17.03.2019 Hof
» 54 Bilder ansehen

Selber Wölfe - Hannover Indians

Playoff: Selber Wölfe - Hannover Indians | 17.03.2019 Selb
» 50 Bilder ansehen

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
05. 02. 2019
21:30 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".