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Skispringer Freitag bei Quali in Innsbruck Dritter

Regen, Schneeregen, Nebel und starker Wind: Das Wetter macht den Skispringern zum Start der dritten Tournee-Etappe am Bergisel schwer zu schaffen. Gelb-Träger Freitag springt erneut souverän in die Spitze - und landet nur eine Winzigkeit hinter seinem Rivalen Stoch.



Richard Freitag
Richard Freitag beim Springen in Innsbruck.   Foto: Daniel Karmann

Wind, Wetter und verkürztem Anlauf trotzte  Richard Freitag einmal mehr mit Leichtigkeit. Nach seinem Sprung auf 125 Meter zeigte der deutsche Gesamtweltcup-Führende zufrieden beide Daumen nach oben. 

Zwar landete Freitag wieder hinter Dauerrivale und Doppelsieger Kamil Stoch, diesmal aber nur um 0,4 Punkte. «Der Sprung war echt fein vom Tisch oben, das hat mich echt gefreut. Im Flug gibt es noch ein paar Reserven, da versuchen wir morgen noch an ein paar Schrauben zu drehen», sagte der 26-Jährige Freitag, der nach zwei zweiten Plätzen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen nach wie vor gute Aussichten auf den Tournee-Gesamtsieg hat.

11,8 Punkte trennen Olympiasieger Stoch und seinen Verfolger Freitag vor dem Wettkampf in Innsbruck am Donnerstag (14.00 Uhr/ZDF/Eurosport). Bei schwierigen Windverhältnissen und zeitweise starkem Regen agierten die beiden Ausnahme-Athleten am Bergisel am Mittwoch einmal mehr auf Augenhöhe.

«Es war ein ganz guter Sprung von Richard, ich bin sehr zufrieden», sagte Bundestrainer Werner Schuster, der Freitag aus Anlaufluke fünf und damit mit viel weniger Geschwindigkeit als viele andere Top-Athleten starten ließ. Den Sieg in der Qualifikation sicherte sich der Japaner Junshiro Kobayashi mit der Tagesbestweite von 131 Metern.

Die Jury legte nach etwa der Hälfte der Athleten eine mehr als 30-minütige Pause ein, bis sich die Windverhältnisse wieder beruhigten. «Mit der Pause war es doch relativ okay. Man muss großes Lob aussprechen, dass es so durchgezogen wurde», sagte Freitag.

Einmal mehr war der Sachse, der 2015 bereits einen Sieg am Bergisel feiern durfte, der Top-Athlet eines starken DSV-Teams, bei dem auch Markus Eisenbichler als Sechster sowie Karl Geiger und Stephan Leyhe auf dem geteilten zwölften Platz ihre Qualität unter Beweis stellten. «Das war eine gute Qualifikation für unsere Mannschaft», sagte Schuster.

Wieder etwas hinter den Erwartungen zurück blieb der Weltcup-Dritte Andreas Wellinger, der nicht über Rang 14 hinauskam. «Es heißt einfach, die kleinen Bausteine zusammenzusetzen. Der  Absprung wird langsam besser, der Übergang hat noch nicht so funktioniert», resümierte Wellinger.

Lange sah es am Mittwoch danach aus, dass die Qualifikation gar nicht hätte stattfinden können. Sturmtief «Burglind», das sich derzeit über Süddeutschland und Österreich ausbreitet, sorgte am Vormittag für starke Winde rund um die Schanze in Tirol. Für den Nachmittag waren gar orkanartige Böen gemeldet. «Jetzt wird's Zeit, dass wir uns was Trockenes anziehen», scherzte Schuster im ZDF, nachdem die Qualifikation sich über beinahe zwei Stunden zog. Das erste Training musste zunächst verschoben, die zweite Einheit später abgebrochen werden. Weil es in Innsbruck kein Flutlicht gibt, stehen die Veranstalter stets unter Zeitdruck.

Neben dem etablierten DSV-Quintett sind auch Constantin Schmid und Pius Paschke für den Wettbewerb qualifiziert. «Ich bin sehr zufrieden. Ich habe die Bedingungen als sehr gut empfunden», sagte der 18-jährige Schmid, der als einer der ersten Athleten nach der Pause vom Balken musste. Auch die Österreicher stabilisierten sich nach ihrem Debakel von Garmisch. Doppel-Weltmeister Stefan Kraft sprang auf Rang fünf, insgesamt elf ÖSV-Adler qualifizierten sich für das erste von zwei Heimspringen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
03. 01. 2018
16:32 Uhr

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03. 01. 2018
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