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Straßer verpasst knapp Kombination-Medaille in Are

Linus Straßer will Rang fünf in der WM-Kombination von Are vor allem als Therapie für die so enttäuschende Weltcup-Saison verbuchen. Schwung soll her für das Team-Event am Dienstag. Ärgerlich war die knapp verpasste Medaille für den Münchner dann aber auch.



Linus Straßer
Fuhr in Are knapp am Podium vorbei: Linus Straßer.   Foto: Michael Kappeler

Linus Straßer bemühte sich, die Kombination bei der Ski-WM von Are als Erfolg abzuspeichern.

«Hätte mir vorher jemand gesagt, du kannst Fünfter werden, hätte ich gesagt: Ja cool», erzählte er. Kein Wunder: Der Münchner absolvierte seine erst zweite Kombi gegen die Weltelite und war nach etlichen Patzern in diesem Winter zudem verunsichert nach Schweden gereist. Dann aber blickte er im Ziel doch immer wieder auf die Anzeigetafel, die ihm den ärgerlich kleinen Rückstand auf Bronze vor Augen hielt.

«Jetzt, wo es Realität geworden ist, ist man natürlich so ein bisschen enttäuscht oder traurig, dass nur 34 Hundertstel auf eine Medaille fehlen», sagte der 26-Jährige, der die große - und wohl letzte - Chance hatte, als erster deutscher Rennfahrer nach 59 Jahren wieder WM-Edelmetall im Wettkampf aus Abfahrt und Slalom zu holen. Die Disziplin steht vor dem Aus bei Großereignissen.

Voraussichtlich letzter Kombi-Weltmeister wurde Alexis Pinturault. «Es war ein langer Tag, ein harter Tag, aber mit einem Happy End für mich», sagte der Franzose. Ein Jahr nach Olympia-Silber war er 0,24 Sekunden schneller als der Slowene Stefan Hadalin, der nach der Abfahrt noch auf Platz 30 rangiert hatte. Bronze holte sich der Österreicher Marco Schwarz, dessen Teamkollege und Olympiasieger Marcel Hirscher auf eine Kombi-Teilnahme verzichtet hatte.

Straßer war als 29. nach der Abfahrt in den Slalom gegangen und hatte dort mit Startnummer zwei ideale Pistenbedingungen. «Mir war klar: Wenn mir nicht voll einer aufgeht, dann wird es einfach eng», sagte er. «Ich fand, es war so ein ganz cooler Lauf von mir, aber nicht der perfekte, der am Schluss gereicht hätte.»

Auf Silbergewinner Hadalin verlor er prompt sieben Zehntelsekunden, zeigte ansonsten aber seinen besten Slalom-Lauf des Winters und verbuchte die drittbeste Laufzeit. Er war schneller noch als Schwarz, der in der Saison einer der besten Slalomfahrer ist. «Im unteren Hang bin ich etwas zu hart gefahren, leider», meinte er. Immerhin: So gut wie Straßer war in einer WM-Kombination zuletzt Markus Wasmeier 1989.

Außerdem soll die erste solide Leistung der gesamten Saison - in dem er es in acht Weltcup-Slaloms kein einziges Mal in den zweiten Lauf geschafft hatte - dem Sportler des TSV 1860 München Mut machen für den Team-Event am Dienstag (16.00 Uhr/ZDF und Eurosport). Dort ist er der stärkste Athlet der deutschen Truppe, die um die Medaillen mitfahren will. «Ich habe wieder ein gutes Skigefühl gefunden.»

Womöglich kommt Straßer neben seinem fest eingeplanten Start im Team-Event nun doch auch noch im Slalom am Sonntag zum Zug. «Das Abfahrt fahren habe ich ein bisschen dafür hergenommen, dass ich mal wieder auf andere Gedanken komme», berichtete Straßer, der nicht die erste deutsche Podiums-Chance bei dieser Weltmeisterschaft hatte.

Schon Viktoria Rebensburg und Josef Ferstl auf den Plätzen vier und sechs im Super-G waren knapp an einer Medaille für den Deutschen Skiverband (DSV) vorbei geschrammt. Neben dem Team-Event gibt es noch die beiden Slaloms und Riesenslaloms, um die erste Ski-WM ohne Medaillen für den DSV seit zwölf Jahren zu verhindern.

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dpa

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Veröffentlicht am:
11. 02. 2019
19:30 Uhr

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