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Wiederaufstieg: Klarer Auftrag für Slomka und Schlaudraff

Hannover 96 betreibt einen radikalen Neuanfang mit bekannten Gesichtern. Der frühere Trainer Mirko Slomka und der frühere Spieler Jan Schlaudraff sollen den Absteiger zurück in die Bundesliga führen. Doch ihr komplett neues Team müssen sie erst aufbauen.



96-Trio
96-Boss Martin Kind (M) und der neue Sportdirektor Jan Schlaudraff (l) und der neue Coach Mirko Slomka.   Foto: Peter Steffen

Das neue Motto von Hannover 96 heißt: Zurück in die Zukunft. Am Dienstagnachmittag stellte der Bundesliga-Absteiger Mirko Slomka als alten und neuen Trainer sowie Jan Schlaudraff als neuen Sportdirektor vor.

Damit sollen diejenigen, die den Verein in den Jahren 2011 und 2012 in die Europa League führten, jetzt auch den radikalen Neuaufbau in der 2. Fußball-Bundesliga umsetzen.

«Unser Ziel ist der Wiederaufstieg», machte Hauptgesellschafter Martin Kind deutlich. Der bisherige Trainer Thomas Doll musste trotz gültigen Vertrags für diesen Neuanfang weichen. Slomka unterschrieb dafür einen Zweijahres-, Schlaudraff einen Dreijahresvertrag. Die erfolgreiche Vergangenheit der beiden spielte bei ihrer Verpflichtung eine wichtige Rolle. «Beide identifizieren sich mit Hannover und mit Hannover 96. Und sie haben gemeinsam ein überzeugendes Konzept erarbeitet», sagte Kind. «Ein erfolgreicher Trainer und ein junger, hungriger Sportdirektor: Das ist die Synthese, die wir brauchen.»

Slomka arbeitete als Chefcoach auch für den FC Schalke 04, Hamburger SV und Karlsruher SC. Besonders verbunden ist er aber nur Hannover 96. Von Januar 2010 bis Dezember 2013 war er dort Cheftrainer, von 2001 bis 2004 Co-Trainer und von 1989 bis 1999 Jugendtrainer.

«Wenn ich jetzt hierher komme, habe ich das Gefühl: Ich komme in meine Heimat. Hier fühle ich mich pudelwohl», sagte der 51-Jährige. Der Rückkehrer warnte aber auch: «Wir haben starke Konkurrenten. Wir schauen nach Hamburg, wir schauen nach Nürnberg, wir schauen auf den VfB Stuttgart. Und dann wird es wie auch in dieser Saison wieder eine Überraschung geben, die wie der SC Paderborn ganz oben mitspielt.»

Zu Slomkas Führungsspielern in der erfolgreichen Europa-League-Zeit gehörte auch der heute 35 Jahre alte Schlaudraff. Der frühere Nationalspieler war nach Stationen bei Borussia Mönchengladbach, Alemannia Aachen und Bayern München von 2008 bis 2015 für die 96er aktiv. Bereits im April wurde er als Assistent der Sportlichen Leitung eingestellt. Nach der Trennung von Manager Horst Heldt wird er nun sogar zum Verantwortlichen für diesen Bereich befördert.

«Ich habe in der Übergangsphase schnell gelernt: Jan ist lernfähig, er ist lernwillig und er ist loyal», sagte Kind. «Jan hat auch gute Marktkenntnisse, so dass wir sehr schnell handlungsfähig sind.»

Schlaudraff selbst bedankte sich bei seinem Vorgesetzten für das Vertrauen, betonte aber auch schnell: «Perspektivisch sehen wir uns natürlich in der Ersten Liga. Nichtsdestotrotz sollten wir den Faktor Zeit nicht außer Acht lassen. Wir haben einen sehr großen Umbruch zu bewältigen. Jeder kann sich vorstellen, dass das nicht leicht wird.»

Drei Wochen vor dem Trainingsauftakt am 17. Juni sowie zwei Monate vor dem Beginn der Zweitliga-Saison vom 26. bis 29. Juli hat 96 bislang nur den 19 Jahre alten Justin Neiß aus der eigenen Jugend in den Profikader hochgezogen. Von den 30 Spielern, die mit Hannover aus der Bundesliga abgestiegen sind, sind vier schon verkauft oder verabschiedet worden und fünf Leihgaben zu ihren Stammvereinen zurückgekehrt. Mindestens eine Handvoll Profis wie Jonathas, Walace oder Genki Haraguchi will der Club noch zu Geld machen, so dass 96 aktuell noch mindestens 10 bis 15 Neuzugänge braucht.

«Das ist ein schwerer Job», sagte auch Slomka. «Aber wir wollen eine gute Mischung schaffen zwischen Jungs, die noch viel erreichen wollen und Spielern, die mit diesem Verein wieder dahin wollen, wo sie schon einmal waren.» Dass Schlaudraff und er «einen gewissen Stallgeruch haben, tut in dieser Situation gut. Dann gehen gewisse Dinge vielleicht etwas schneller, als wenn man neu in einen Verein kommt.»

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
28. 05. 2019
17:40 Uhr

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28. 05. 2019
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