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VER Selb

Augen zu und durch

Der Eishockey-Oberligist VER Selb will sich heute in Waldkraiburg aus der Tor- und Ergebniskrise schießen. Das noch sieglose Schlusslicht hofft aber ebenfalls auf die Wende.



In der Defensive ließ der VER Selb zuletzt wenig zu. Hier nimmt sich Verteidiger Leon Kremer den Weidener Marco Habermann zur Brust. Heute Abend in Waldkraiburg wollen die Wölfe auch offensiv wieder in die Spur kommen.	Foto: Mario Wiedel
In der Defensive ließ der VER Selb zuletzt wenig zu. Hier nimmt sich Verteidiger Leon Kremer den Weidener Marco Habermann zur Brust. Heute Abend in Waldkraiburg wollen die Wölfe auch offensiv wieder in die Spur kommen. Foto: Mario Wiedel  

Die Verantwortlichen des VER Selb dürften sich langsam vorkommen wie in einem Alptraum. Das Engagement der Spieler passt. Die Leistungen werden überwiegend als "in Ordnung" oder - wie zuletzt gegen Tabellenführer Peiting - als "gut" bis "sehr gut" bewertet. Die Ergebnisse sind allerdings unbefriedigend. In den vergangenen acht Spielen haben die Wölfe nur eines gewonnen, am vergangenen Wochenende sogar nur zwei magere Törchen erzielt. Die Folge: Platz acht, mit bereits neun Punkten Rückstand auf die Top-Vier. Und noch schlimmer: Die Zuschauerzahlen in der Netzsch-Arena gehen rapide zurück. Nur noch 1105 Besucher wollten am Sonntag das Gastspiel des Spitzenreiters sehen.

Bei der Analyse der sportlichen Misere tun sich die Verantwortlichen nicht sonderlich schwer: Die Offensive schwächelt. Es fehlen die Tore. Trainer Henry Thom setzt vor dem Auftritt am heutigen Mittwoch (20 Uhr) beim EHC Waldkraiburg auf die positiven Aspekte: "Wir spielen uns Chancen heraus, und das ist schon mal wichtig." Dass seine Mannschaft solche Probleme mit dem Toreschießen hat, das hätte der Coach im Sommer bei der vorhandenen Qualität seiner Stürmer auch nicht für möglich gehalten. Die Defensivarbeit aber ist okay. Dafür sprechen nur je zwei Gegentore in Weiden und gegen Peiting. Auch das Unterzahlspiel passt. Der Problem-Schwerpunkt hat sich also nach vorne verlagert.

Wie der Ausweg aus der Tor- und Ergebniskrise aussieht, dafür hat niemand ein Patentrezept. Thom kann seinen Spielern zumindest eines empfehlen: "Wir müssen das Spiel einfach halten in der Offensivzone, mehr Druck auf das Tor aufbauen und nicht groß nachdenken, sondern aus jeder Position schießen." Von diesem Weg dürfe die Mannschaft auch nach den ersten vergebenen Chancen nicht abweichen. Dass man nicht per Knopfdruck aus der Talsohle herauskommt, weiß auch Thom. Zumal das Selbstvertrauen gehörige Kratzer erhalten hat. "Aber in Waldkraiburg zählt für uns nur ein Sieg." In die Erfolgsspur zurückbringen sollen die Wölfe auch die neuen Formationen im Angriff. Wer mit wem heute - und bei gutem Gelingen auch künftig - in einer Reihe spielt, wollte der Trainer vor dem Abschlusstraining am Dienstagabend aber noch nicht verraten. Es soll schließlich auch der EHC Waldkraiburg ein wenig überrascht werden. Was aber durch den Trainerwechsel beim Tabellenletzten auf Gegenseitigkeit beruhen kann.

Die noch immer sieglosen Oberbayern haben turbulente Tage hinter sich. Nach der 1:6-Heimniederlage gegen Memmingen am vergangenen Freitag wurde Coach Thomas Vogl von seinen Aufgaben entbunden. Interimsweise übernahm Verteidiger Sebastian Wolsch (zuletzt Regensburg, zuvor Weiden und Bayreuth) den Job an der Bande. In Höchstadt musste das Schlusslicht am Sonntag dann zum vierten Mal in die Verlängerung, unterlag dort aber ebenso wie zuvor schon in Landshut, Lindau und Sonthofen. "Ich kann meinen Kollegen überhaupt keinen Vorwurf machen", sagte Wolsch bei der Pressekonferenz. "Ich habe ihnen eben in der Kabine gesagt, dass ich denke, dass es in der Oberliga Süd keine einzige Mannschaft gibt, die solche Nackenschläge, wie wir sie seit Wochen kassieren, so wegstecken würde wie wir."

Dass der VER Selb zum Saisonauftakt schon einmal auf Waldkraiburg getroffen ist und mit 6:0 triumphierte, spielt heute keine Rolle mehr. Wegen der Tor-Krise und wegen des Trainerwechsels beim EHC. "Neuer Trainer heißt vielleicht auch neue Taktik. Da kann man sich also nicht groß darauf einstellen", weiß Henry Thom. Für ihn ist ohnehin nur eines wichtig: "Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren. Augen zu und die Dinger reinmurmeln."

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
30. 10. 2018
21:58 Uhr

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Andreas Pöhner

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30. 10. 2018
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