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VER Selb

Bei den Wölfen klemmt es

Der VER Selb muss sich in der Eishockey-Oberliga den starken Starbulls Rosenheim geschlagen geben. Die Oberbayern lassen sich auch von einem 0:2-Rückstand nicht schocken.



Nur schwer zu bremsen war der Rosenheimer Neuzugang Tadas Kumeliauskas (links), dem sich hier mit Charley Graaskamp und Dominik Kolb (rechts) gleich zwei Selber entgegenstemmen.	Foto: Mario Wiedel
Nur schwer zu bremsen war der Rosenheimer Neuzugang Tadas Kumeliauskas (links), dem sich hier mit Charley Graaskamp und Dominik Kolb (rechts) gleich zwei Selber entgegenstemmen. Foto: Mario Wiedel   Foto: Mario Wiedel

VER Selb: Deske (Kümpel) - Ondruschka, Müller, Bär, Kolb, Böhringer, Kremer, Silbermann - Gare, Schmidt, McDonald, Graaskamp, Kabitzky, Gelke, Schiener, Hirschberger, Klughardt, Turner.

Starbulls Rosenheim: Endres (Steinhauer) - Draxinger, Krumpe, Vollmayer, Bergmann, Linden, Reiter, Enk, Heidenreich - Wellhausen, Kumeliauskas, Mitchell, Höller, Baindl, Slezak, Daxlberger, Henriquez, Litesov, Zick.

Schiedsrichter: Westhaus (Erfurt). - Zuschauer: 1422. - Tore: 10. Min. McDonald (Schmidt, Gare) 1:0, 11. Min. Ondruschka (McDonald, Gare; 5-4) 2:0, 15. Min. Mitchell (Kumeliauskas) 2:1, 19. Min. Kumeliauskas (Höller, Vollmayer; 5-4) 2:2, 38. Min. Kumeliauskas (Slezak, Vollmayer) 2:3, 49. Min. Bergmann (Daxlberger, Henriquez) 2:4. - Strafminuten: Selb 14, Rosenheim 6.

Vier Auftritte in Selb, vier Niederlagen: Diese Bilanz aus den vergangenen beiden Oberliga-Spielzeiten wollten die Starbulls am Freitagabend ein wenig aufpolieren - was nach einem starken Auftritt auch gelang. Nach zuletzt sechs Heimsiegen der Wölfe in Serie verließen am Freitagabend wieder einmal drei Punkte die Netzsch-Arena. Und am verdienten Erfolg der Oberbayern gab es nichts zu deuteln. "Die Starbulls haben heute eine tolle Leistung gezeigt. Sie haben 60 Minuten konsequent und gut gespielt und waren sehr dominant", erkannte auch VER-Trainer Henry Thom an, dass die Gäste an diesem Tag einfach eine Nummer zu groß waren für seine Mannschaft.

Die Oberbayern starteten schwungvoll in die Begegnung, kombinierten schnell und gefällig, und schossen Wölfe-Keeper Deske in den ersten Minuten regelrecht warm. Die Hausherren, die wieder auf Schiener, Müller und Kremer zurückgreifen konnten und in der Defensive Schwerstarbeit verrichten mussten, hatten bei ihren eher seltenen Angriffen den Gästen zunächst aber eines voraus: die Effektivität beim Abschluss. McDonald vernaschte in der zehnten Minute zwei Rosenheimer samt Torwart Endres und schoss den VER zur zu diesem Zeitpunkt etwas überraschenden Führung. Bis die Stadiondurchsage des sehenswerten Treffers erklang, hätte es aber schon wieder 1:1 heißen können. Erneut war Wölfe-Keeper Deske aber gegen den erst vor einer Woche aus Landshut nach Rosenheim gewechselten Kumeliauskas auf der Höhe. Als die Hausherren Sekunden später zu einem Überzahlspiel kamen, fackelten sie nicht lange. Auf Zuspiel von McDonald drosch Ondruschka die Scheibe zum 2:0 in den Winkel. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt, was sich aber bald wieder ändern sollte. Den Starbulls war nur kurz etwas der Wind aus den Segeln genommen, ehe sie wieder blitzschnelle Attacken fuhren und noch im ersten Drittel durch Mitchell und Kumeliauskas Powerplaytreffer zum verdienten Ausgleich kamen.

Auch im Mittelabschnitt war Rosenheim die Mannschaft, die deutlich mehr Offensivaktionen hatte. Die Wölfe standen aber gut in der Defensive, kämpften aufopferungsvoll und hatten knapp 1500 Fans im Rücken, die ihrem Team den Rücken stärkten. Gefährlich vor das Rosenheimer Gehäuse kamen die Hausherren aber erst nach 30 Minuten wieder. Nach einem dicken Patzer der Gäste schienen Turner, Schiener und Klughardt aber zu überrascht. Drei Minuten später fehlte nach einer feinen Einzelleistung von Graaskamp nicht viel zur erneuten Selber Führung. Die gelang nach 38 Minuten dann erstmals den Starbulls durch Kumeliauskas, dem neben Mitchell und Slezak auffälligsten Gästespieler. In den Schlusssekunden des zweiten Drittels hatte Selb durch McDonald und Bär noch zwei gute Gelegenheiten zum Ausgleich.

Der sollte nun eben im Schussabschnitt her, doch wie bereits in den ersten 40 Minuten klemmte es bei den Wölfen zu oft schon im Spielaufbau. Alleine Kampf reichte an diesem Tag nicht gegen starke und abgezockte Rosenheimer, die in der 52. Minute durch Bergmann ihre Führung weiter ausbauten. Alle Versuche der Hausherren, noch einmal heranzukommen, blieben dagegen - auch in Überzahl - erfolglos. "Ich bin wirklich zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft", sagte Gästetrainer John Sicinski. Auch nach dem überraschenden 0.2-Rückstand habe sein Team den Weg nicht verloren.

Keinen Deut einfacher für den VER Selb wird die Aufgabe am Sonntag (18 Uhr) beim SC Riessersee. "Wir müssen wieder zu unserer einfachen, geraden Linie zurückfinden", sagte Henry Thom. Andreas Pöhner

VER Selb -

Starbulls Rosenheim


2:4


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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
15. 11. 2019
23:20 Uhr

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
15. 11. 2019
23:20 Uhr



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