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VER Selb

Das Memminger Tor ist wie vernagelt

Die Selber Wölfe kassieren in der Eishockey-Oberliga gegen die Allgäuer eine 0:4-Schlappe. Statt auf Rang zwei vorzurücken, fällt der VER auf den sechsten Platz zurück.



Der Selber Topscorer Ian McDonald (links) fand am Sonntagabend wiederholt seinen Meister in Memmingens Torwart Marc Henne. Auch mit einem Penalty scheiterte der Wölfe-Stürmer.	Forto: Mario Wiedel
Der Selber Topscorer Ian McDonald (links) fand am Sonntagabend wiederholt seinen Meister in Memmingens Torwart Marc Henne. Auch mit einem Penalty scheiterte der Wölfe-Stürmer. Forto: Mario Wiedel  

VER Selb: Deske (Kümpel) - Ondruschka, Müller, Nijenhuis, Bär, Böhringer, Kremer (Silbermann) - McDonald, Schmidt, Gare, Graaskamp, T. Zimmermann, Gelke, Schiener, Turner, Hirschberger, Klughardt.

Schiedsrichter: Steingroß (Bietigheim). - Zuschauer: 1347. - Tore: 40. Min. Voit 0:1, 42. Min. Huhn 0:2, 58. Min. Snetsinger (eng) 0:3, 59. Min. Schmid 0:4. - Strafminuten: Selb 8, Memmingen 6.

Der VER Selb hat den möglichen Sprung auf Platz zwei verpasst. Mit einem Sieg wären die Wölfe an Rosenheim und Memmingen vorbeigezogen. Es sollte an diesem Sonntag aber nicht sein. In einer über weite Strecken guten Partie setzte sich die abgezocktere Mannschaft durch - allerdings fiel der Sieg der Gäste um zwei oder drei Tore zu hoch aus. "Beide Mannschaften waren taktisch sehr gut organisiert", analysierte nach dem Spiel Memmingens Trainer Sergej Waßmiller. Er, der vor zehn Jahren beim VER seine Karriere beendet hat, habe gewusst, wie schwer es in Selb zu spielen ist. "Da muss schon alles passen, um Punkte zu holen. Und heute hat alles gepasst." Auch Wölfe-Coach Henry Thom sprach von einer Partie auf "taktisch hohem Niveau". Allerdings habe seine Mannschaft zwei Fehler gemacht habe, die Memmingen eiskalt zur 2:0-Führung genutzt hat. "Wir dagegen haben unsere hochkarätigen Möglichkeiten nicht genutzt. Das war heute der Unterschied."

24.11.2019 - Selber Wölfe - ECDC Memmingen 0:4 - Foto: Mario Wiedel

Selber Wölfe - ECDC Memmingen
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Selber Wölfe - ECDC Memmingen
Selber Wölfe - ECDC Memmingen
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Neben Dominik Kolb, der sich am Mittwoch beim Training eine Verletzung zugezogen hat, mussten die Wölfe auch auf Christoph Kabitzky verzichten. Den formstarken Stürmer erwischte es am Samstagvormittag - ebenfalls beim Training. "Beide haben sich komplett verdreht und Probleme mit dem Rücken", sagte Trainer Henry Thom, der zumindest bei Kolb zuversichtlich ist, dass es am Freitag im Heimspiel gegen Regensburg wieder mit einem Einsatz klappt. Wieder im Kader standen am Sonntag die beiden Bayreuther Förderlizenzspieler Noah Nijenhuis und Tim Zimmermann sowie Youngster Mauriz Silbermann nach einer "schöpferischen Pause". Das Spiel stand zunächst ganz im Zeichen der als Tabellenzweiter angereisten Gäste. Von "Busbeinen" nach der langen Anreise keine Spur. Die Allgäuer ließen den Wölfen kaum Luft zum Atmen, attackierten sehr früh, gewannen die Zweikämpfe in der neutralen Zone und zeigten viel Zug zum Selber Tor. Dort freilich stand mit Deske ein Mann zwischen den Pfosten, der seit Wochen in Topform ist und seine Mannschaft zunächst vor einem Rückstand bewahrte.

Die Hausherren hatten ihre erste richtig gefährliche Aktion nach sechs Minuten, McDonald scheiterte aber an Indians-Keeper Henne, der seinem gegenüber in nichts nachstand. Die Wölfe taten sich schwer mit einem vernünftigen Spielaufbau. Memmingen stand defensiv sehr gut und hatte nach acht Minuten die Möglichkeit, in Überzahl zum Erfolg zu kommen. Selb verteidigte aber ebenfalls stark und leidenschaftlich, und kam langsam besser in die Partie, die sich mehr und mehr zum erwarteten Spitzenspiel entwickelte. In der 14. Minute schien das 1:0 für die Hausherren fällig, der Jubel der gefühlt 1600 bis 1700 Selber Fans - offiziell waren es 1347 - verstummte aber jäh, als Henne einen Schuss von Schmidt mit einem sensationellen Reflex noch vor der Linie klärte. Es ging nun rauf und runter. Nach 19 Minuten musste Deske zwei Mal gegen Snetsinger und Pfalzer in höchster Not klären, im Gegenzug konnte McDonald nur auf Kosten eines Penaltys gestoppt werden. Der Selber Spezialist für diese Angelegenheiten zielte aber daneben.

Seine zweite dicke Möglichkeit hatte McDonald nach 25 Minuten. Wieder steuerte der Wölfe-Topscorer alleine auf Henne zu und versuchte den Indians-Keeper mit einem Beinschuss zu überwinden. Auch das misslang. Auf der Gegenseite war auch Deske wieder zur Stelle, als die Scheibe von Kremers Bein gefährlich abgefälscht wurde. Auch in Überzahl war es beiden Mannschaft nicht vergönnt, die Führung herauszuschießen. Einmal hatten die Wölfe im Mittelabschnitt die Gelegenheit im Powerplay, zwei Mal das statistisch stärkste Oberliga-Überzahlteam aus Memmingen. Und als sich die Zuschauer schon mit einem 0:0 auch nach dem zweiten Drittel anfreundeten, schlugen die Gäste doch zu. 35,5 Sekunden vor der Sirene hatte Snetsinger zu viel Freiraum und Voit stocherte die Scheibe über die Linie.

Der Zeitpunkt war bitter für die Hausherren, die nach 83 gespielten Sekunden des Schlussdrittels gleich noch einmal kalt erwischt wurden. Indians-Kapitän Huhn tauchte frei vor Deske auf und verwandelte eiskalt zum 0:2. Nun war guter Rat teuer für die Wölfe. Die packten noch einmal ihr Kämpferherz aus und kamen auch noch zu einigen richtig guten Möglichkeiten, nur ein Tor wollte an diesem Abend einfach nicht gelingen. Auch nicht, als Deske bereits drei Minuten vor der Schlusssirene seinen Kasten für einen sechsten Feldspieler verließ. Im Gegenteil: Die abgezockten Gäste trafen durch Snetsinger ins verwaiste Selber Tor zum 0:3 - und packten 14 Sekunden später sogar noch den vierten Treffer drauf.

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
24. 11. 2019
21:44 Uhr

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
24. 11. 2019
21:44 Uhr



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