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VER Selb

"Das wird eine dreckige Serie"

VER-Torwart Niklas Deske hat vor seinem Wechsel nach Selb ein halbes Jahr bei den Indians gespielt. Der 24-Jährige denkt an eine coole Zeit und viele Schlägereien zurück.



Freut sich auf einen heißen Tanz mit den Hannover Indians: VER-Torwart Niklas Deske.	Foto: Mario Wiedel
Freut sich auf einen heißen Tanz mit den Hannover Indians: VER-Torwart Niklas Deske. Foto: Mario Wiedel  

Härter. Emotionaler. Spannender. Die Playoffs sind im Eishockey wie eine neue Saison. Hier wird nicht nur um jeden Zentimeter auf dem Eis gekämpft, sondern um jeden Milimeter. Die Playoffs sind die fünfte Jahreszeit für Anhänger wie Spieler. Einer aus dem Lager der Selber Wölfe freut sich ganz besonders auf die Achtelfinalserie gegen die Hannover Indians: Niklas Deske. Der 24-Jährige stand in der Saison 2016/17 vor seinem Wechsel nach Selb im Tor der Niedersachsen. "Ich habe dort eine schöne und coole Zeit gehabt. Und ich habe noch viele Freunde dort. Aber Freunde gibt es in den Playoffs nicht."

Was Deske noch in Erinnerung geblieben ist aus seinem halben Jahr in Hannover: "Die Indians kommen über Härte und Emotionen. In meiner Zeit wurde viel geprügelt." Auf dem Eis und sogar in der Kabine. "Auch ich habe da mal mitgemischt", grinst der Wölfe-Keeper. Er erwartet auch ab Freitag ein Indians-Team, das sehr hart spielt und die Grenzen bei den Schiedsrichtern ausloten wird. "Es wird eine dreckige Serie", glaubt Deske. Von Angst aber keine Spur. Auch sportlich sieht der VER-Keeper seine Mannschaft konkurrenzfähig gegen die Indians, die in der Oberliga Nord mit 188:139-Toren und 100 Punkten aus 48 Spielen auf Platz drei hinter den Tilburg Trappers und Lokalrivale Hannover Scorpions landeten.

Dass hinter den Wölfen eine Saison mit Höhen und Tiefen liegt, dass es vor allem in fremden Stadien einige happige Niederlagen setzte, das alles zählt für Deske nicht mehr. "Es spielt keine Rolle mehr was war. In den Playoffs geht es wieder von null los. Wir wissen, dass wir jeden schlagen können und gehen selbstbewusst in die Achtelfinal-Serie." Deske freut sich auch auf sehr stimmungsvolle Spiele. "Es kommt zwischen Hannover und Selb ja auch zum Super-Duell zweier Super-Fanlager." Dass es gerade im sehr lauten Eisstadion am Pferdeturm sehr, sehr schwer wird, zu bestehen, weiß Deske. "Aber wir brauchen uns auch dort nicht zu verstecken."

Ein Vorteil für die Wölfe sei, dass sich Hannover mit 14 Siegen aus den letzten 15 Spielen nicht nur in die Favoritenrolle gespielt, sondern auch geredet hat. "Die Indians sprechen ja schon vom Aufstieg in die DEL 2", sagt Deske. "Wir haben diesen Druck eher nicht so sehr." Dennoch ist natürlich eine wilde Entschlossenheit im Wölfe-Lager zu verspüren, den vermeintlichen Favoriten in die Sommerpause zu bugsieren. "Wir müssten gleich das erste Spiel gewinnen. Dann wäre Hannover geschockt", erklärt Deske, der auf den Freitag förmlich hinfiebert. "Playoffs sind schon etwas ganz Besonderes. Da heißt es siegen oder fliegen."

Natürlich sollen die Playoff-Bärte der Wölfe auch in diesem Jahr möglichst lange sprießen. Im Vorjahr musste sich nach erfolgreichen Playoff-Serien gegen Duisburg und Leipzig bis zum Halbfinal-Aus am 8. April gegen Deggendorf niemand rasieren. Und keiner der Wölfe-Cracks hätte etwas dagegen, wenn auch heuer die Bärte möglichst lange wild in den Gesichtern wuchern.

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
11. 03. 2019
21:24 Uhr

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Andreas Pöhner

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11. 03. 2019
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