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VER Selb

Der Albtraum rückt näher: Wölfe verlieren gegen Rosenheim

Der Eishockey-Oberligist VER Selb kassiert gegen Rosenheim trotz guter Leistung die sechste Niederlage in Folge. Auf Platz elf fehlt nur noch ein mickriger Punkt.



Der Rosenheimer Tadas Kumeliauskas überwindet hier Manuel Kümpel zum zwischenzeitlichen 2:2.	Foto: Mario Wiedel
Der Rosenheimer Tadas Kumeliauskas überwindet hier Manuel Kümpel zum zwischenzeitlichen 2:2. Foto: Mario Wiedel  

VER Selb - Starbulls Rosenheim 4:6

VER Selb: Kümpel (37. Bätge) - Ondruschka, Nijenhuis, Kolb, Müller, Silbermann, Böhringer, Kremer - Gare, Schmidt, McDonald, Graaskamp, Gelke, Kabitzky, Schiener, Turner, Hirschberger, Klughardt.

Schiedsrichter: Steingroß (Berlin). - Zuschauer: 1087. - Tore: 1. Min. Gare (Nijenhuis) 1:0, 7. Min. Mitchell (Daxlberger) 1:1, 9. Min. Graaskamp (Kabitzky, Gelke; 5-4) 2:1, 13. Min. Kumeliasukas (4-5) 2:2, 15. Min. Fröhlich (5-4) 2:3, 34. Min. Gelke (Müller, Kabitzky; 5-4) 3:3, 36. Min. Fröhlich (Mitchell) 3:4, 40. Min. Reiter (Bucheli, Henriques) 3:5, 56. Min. Schmidt (Schiener, McDonald; 5-4) 4:5, 60. Min. Draxinger (eng) 4:6. - Strafminuten: Selb 8, Rosenheim 12.

Die sportliche Krise bei den Selber Wölfen hat sich am Freitagabend trotz einer sehr ordentlichen Vorstellung weiter verschärft. Gegen Rosenheim kassierten die Thom-Schützlinge unter den Augen von Ex-Nationalspieler Manfred Ahne, der seinen beiden ehemaligen Clubs einen Besuch abstattete, bereits die sechste Niederlage in Folge - fünf davon vor heimischer Kulisse. In der Tabelle liegen die Selber nur noch einen mickrigen Punkt vor Platz elf, der den Gang in die Relegationsrunde mit den Bayernligisten bedeuten würde. Ein Alptraum-Gedanke.

13.12.2019 - Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim - Foto: Mario Wiedel

Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
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Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
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Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim
Selber Wölfe - Starbulls Rosenheim

Die Wölfe erwischten einen Start nach Maß. Gerade einmal 39 Sekunden waren gespielt, das stand schon das 1:0 auf der Anzeigetafel. Nijenhuis brachte einen Schlenzer in Richtung Rosenheimer Tor, Gare fälschte die Scheibe noch ab - und Starbulls-Keeper Endres war geschlagen. Der frühe Treffer war natürlich Balsam auf die geschundenen Seelen der Selber Spieler. Die spielten - wieder mit den alten Sturmreihen - zunächst weiter konzentriert nach vorne und hätten nach vier Minuten durch Graaskamp fast nachgelegt. Dann durfte sich auch VER-Torwart Kümpel etwas Selbstvertrauen holen, nachdem Wölfe-Verteidiger Nijenhuis die Scheibe dem Rosenheimer Bucheli maßgerecht serviert hatte. Kurz darauf war Kümpel aber doch geschlagen. Ein Schuss von Mitchell, der nach seinem Zusammenbruch in der vergangenen Woche überraschend früh wieder im Kader der Gäste stand, wurde von einem Selber Schläger abgefälscht und landete zum 1:1 im Tor.

Die Hausherren blieben aber am Drücker und kamen im ersten Überzahlspiel durch Graaskamp, der einen Kabitzky-Schuss abfälschte, zur erneuten Führung. Von den Gästen war offensiv bis dahin wenig Überzeugendes zu sehen. Sie nutzten nach zwölf Minuten aber bei einem erneuten Selber Überzahlspiel einen dicken Patzer von McDonald, der die Scheibe im eigenen Drittel vertändelte. Kumeliauskas ließ sich nicht zwei Mal bitten. Kurios auch der dritte Treffer der Starbulls. Im Powerplay stand Fröhlich frei neben dem Selber Tor, schoss die Scheibe Torwart Kümpel an den Schlittschuh - und von dort trudelte der Puck zum 2:3 hinter die Linie. Es war zum Haare ausraufen für die Hausherren, die den Gegner wieder einmal selbst stark gemacht hatten.

Nicht frei von Fehlern im eigenen Drittel waren freilich auch die Rosenheimer. Bei Wellhausens Fehlpass zögerte Turner in der 22. Minute aber zu lange mit dem Abschluss, auch Schmidt vertändelte wenig später die Scheibe. Auf der Gegenseite hatten die Wölfe Glück, dass der mit letzten Einsatz zurückgeeilte Kabitzky - zusammen mit Gare stärkster selber - die Scheibe für den schon geschlagenen Kümpel noch von der Linie kratzte.

Dann arbeiteten die Hausherren weiter am Ausgleich, schnürte die Starbulls teilweise in deren eigenen Drittel ein. Gare scheiterte an Endrss, Ondruschka zielte knapp daneben. In der 34. Minute klappte es dann doch. In Überzahl wurde Gelke schön freigespielt, und dessen Schuss schlug hinter Endras ein. Der Jubel war aber kaum verhallt, führten die Gäste schon wieder. Nach Mitchells Pass war zum zweiten Mal Fröhlich zur Stelle. Dem nicht genug für die Wölfe. Es ging auch noch das Torwart-Dilemma weiter. Kümpel, der den noch erkrankten Deske ersetzte, musste nach 37 Minuten verletzt vom Eis und Platz machen für Bätge, der 27 Sekunden vor der zweiten Pause von Reiter zum 3:5 überwunden wurde.

Der VER Selb kam zum Schlussdrittel zwar noch einmal entschlossen aus der Kabine, dem Spiel eine Wende zu geben. Allerdings fehlte diese letzte Entschlossenheit und weiter auch das Glück vor dem Rosenheimer Gehäuse. Die Starbulls verlegten sich mehr und mehr auf Konter, bei denen sich der junge Wölfe-Keeper zwei Mal gegen Bucheli und Höller auszeichnen konnte. Auch in der 53. Minute hielt Bätge gegen Kumeliauskas seine Mannschaft im Spiel und erhielt verdienten Sonderapplaus der Selber Anhänger, die zu diesem Zeitpunkt wohl längst nicht mehr an eine Wende glaubten, ihrer Mannschaft aber weiter den Rücken stärkten. Und das sollte sich ausbezahlen. Nach 56 Minuten kam nach Schmidts Überzahl-Treffer doch noch einmal Spannung auf. Die Wölfe gaben noch einmal richtig Gas, der Ausgleich lag in der Luft. Selbige verschaffte dann Schiedsrichter Steingroß den Gästen mit einer umstrittenen Strafe gegen Graaskamp. Doch auch in Unterzahl blieb Selb gefährlich. Der durchgebrochene Gare konnte nur durch ein Foul gebremst werden. Statt eines möglichen Penaltys beließ es der Unparteiische aber bei einer Strafzeit gegen die Starbulls, die sich auch dem letzten verzweifelten Ansturm der Wölfe erwehrten und 42 Sekunden vor Ende mit einem empty-net-goal alles klar machten.

"So ist Eishockey", sagte Gästetrainer John Sicinski nach dem Spiel. "Selb war heute die bessere Mannschaft, aber wir nehmen drei glückliche Punkte mit nach Hause." Die erneute Niederlage nicht verstehen wollte VER-Coach Henry Thom. "Ich weiß nicht, wie man so ein Spiel verlieren kann. Wir haben individuelle Fehler und Rosenheim hat aus fünf Chancen sechs Tore gemacht." Die Einstellung seiner Mannschaft hat Thom aber gefallen. "Sie hat nie aufgegeben. Die Arbeit der Spieler entspricht nicht den Resultaten."

 

 

 

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
13. 12. 2019
22:50 Uhr

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
13. 12. 2019
22:50 Uhr



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