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VER Selb

Derbyfieber statt Weihnachtstrubel

Der Eishockey-Oberligist VER Selb hat vor dem Fest noch heikle Aufgaben vor der Brust. An diesem Freitag kommt der Spitzenreiter aus Regensburg, am Sonntag geht es nach Weiden.



Einen warmen Empfang bereiteten am Mittwochabend viele Selber Fans ihrer Mannschaft beim öffentlichen Training zur Eröffnung des neuen Hofer Eisteichs.	Foto: Thomas Neumann
Einen warmen Empfang bereiteten am Mittwochabend viele Selber Fans ihrer Mannschaft beim öffentlichen Training zur Eröffnung des neuen Hofer Eisteichs. Foto: Thomas Neumann  

Das Programm ist knackig: Acht Spiele in 17 Tagen stehen für die Selber Wölfe auf dem Programm. Alle zwei Tage also müssen die Spieler von diesem Freitag an bis zum Dreikönigstag permanent die Schlittschuhe schnüren. Aber man kennt es nicht anders in der Weihnachtszeit und um den Jahreswechsel. Ein paar Geschenke und der Festtagsbraten dürfen es durchaus sein, auf den großen Weihnachtstrubel müssen die Wölfe-Cracks aber verzichten. Der Fokus liegt auf dem Eishockey. VER-Trainer Henry Thom muss in der Vorweihnachtszeit natürlich das Training etwas dosieren, damit seine Jungs gut durch die stressigen Tage kommen.

Weiden plant schon mit dem dritten Derbysieg

Statistisch gesehen ist der EV Weiden in der Eishockey-Oberliga noch immer der Lieblingsgegner schlechthin für den VER Selb. In 34 Vergleichen seit 2010 setzten sich die Wölfe 27 Mal durch, nur sieben Mal gewannen die Blue Devils. Bereits zwei Siege stehen allerdings in dieser Saison auf der Habenseite der Oberpfälzer. Den Selber Anhängern schlug besonders die 5:8-Heimschlappe am 4. Dezember aufs Gemüt. "Wir wissen, dass dieses Spiel nicht gut war. Jetzt wollen wir ein anderes Gesicht zeigen", sagt Trainer Henry Thom. Er muss seine Mannschaft wohl auch wegen der Weidener Anzeige gegen Dominik Kolb gar nicht mehr groß heiß machen für die Partie am Sonntag (18.,30 Uhr) in der Oberpfalz. Ihrer Sache ziemlich sicher scheinen die Blue Devils. "26. Oktober Heimsieg, 4. Dezember Auswärtssieg, 23. Dezember nächster Derbysieg", postete der Verein in dieser Woche auf seiner Facebook-Seite. Die Oberpfälzer rühren überhaupt kräftig die Werbetrommel, um die 2650 Zuschauer fassende Hans-Schröpf-Arena am Tag vor dem Heiligen Abend pickepackevoll zu bringen. Ihren Teil dazu beitragen dürften auch wieder gut 500 bis 600 Anhänger der Selber Wölfe.

Gerade recht kam da vor den ersten beiden großen Aufgaben an diesem Freitag (20 Uhr) gegen die Eisbären Regensburg und am Sonntag (18.30 Uhr) beim EV Weiden - gegen die beiden Teams aus der Oberpfalz setzte es für Selb in dieser Saison bislang nur Niederlagen - etwas Abwechslung: Am Mittwoch waren die Wölfe zu Gast bei der offiziellen Einweihung des neuen Hofer Eisteichs und absolvierten ein Showtraining vor gut 250 Zuschauern - darunter auch einige neue Gesichter, die überrascht waren vom Tempo der eigentlich eher lockeren Einheit. "Das war mal etwas anderes. Es macht Spaß, vor so vielen Leuten zu trainieren", sagte VER-Trainer Henry Thom.

Nicht dabei waren in Hof Kapitän Florian Ondruschka und Torwart Niklas Deske. Beide waren erkältet, sollten an Freitagabend gegen den Tabellenführer aber wohl auf dem Eis stehen können, hofft Thom. "Außer sie bekommen Fieber. Dann lasse ich sie nicht spielen." Nur noch ganz klein ist das Fragezeichen, das hinter einem Einsatz von Verteidiger Dominik Müller nach dessen Handverletzung steht. "Es sieht sehr gut aus", sagt Thom. Auch Florian Lüsch stand wieder mit im Training. Auf Fifty-Fifty bezifferte der Trainer am Mittwoch die Möglichkeit, dass der Stürmer an diesem Wochenende wieder zurückkehrt ins Team. Das wäre dann bis auf die weiter verletzten Manuel Kümpel, Ben Böhringer und Lukas Pozivil nach langer Zeit wieder einmal annähernd komplett. Auch Dominik Kolb, dem nach einer Anzeige des EV Weiden noch eine Sperre droht, ist nämlich nach wie vor spielberechtigt.

Die sportlich sehr schwierige Phase nach zuletzt drei Siegen endgültig für beendet und zur Geschichte zu erklären, wäre wohl etwas verfrüht. Zumal gerade das Schlusslicht aus Waldkraiburg beim jüngsten 7:0-Erfolg wahrlich kein Gradmesser war. Sieben Tore waren aber zumindest ein Befreiungsschlag für die Wölfe-Stürmer, deren großes Manko in dieser Saison zu oft der Torabschluss war. Den Aufschwung bestätigen müssen die Wölfe schon an diesem Freitag gegen die Eisbären Regensburg. Der Tabellenführer, der wieder einige Fans mehr als zuletzt anlocken sollte, kommt mit der Empfehlung von 19 Siegen aus 24 Spielen. "Die spielen eine tolle Saison", lobt Thom. Der Vorteil der Eisbären: Sie haben in dieser Saison bislang kaum längerfristig verletzte Spieler zu beklagen und können bei Bedarf fast unbegrenzt auch auf Talente aus ihrem Team der Deutschen Nachwuchs-Liga (DNL) zurückgreifen. Ein Angebot, von dem Trainer Igor Pavlov reichlich Gebrauch macht, um immer auch eine vierte Reihe aufs Eis zu bringen und 60 Minuten Vollgas zu geben.

Vor allem die "Specialteams" in Über- und Unterzahl sowie die Paradereihe mit den Tschechen Nikola Gajovski und Richard Divis (beide 35 Scorerpunkte) harmonieren prächtig. "Den beiden dürfen wir null Raum geben", warnt der VER-Coach. "Schon in der neutralen Zone müssen wir die Wege eng machen, damit sie nicht mit Schwung in unser Drittel kommen." Dass auch die Eisbären verwundbar sind, hat erst am Sonntag der Höchstadter EC bei dessen 3:2-Sieg bewiesen. Für die Wölfe gab es gegen Regensburg heuer noch nichts zu erben. Das erste Heimspiel ging mit 3:5 in die Binsen, in der Donauarena setzte es eine 2:6-Niederlage. Höchste Zeit also, die Verhältnisse wieder etwas zurechtzurücken.

 

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
21. 12. 2018
00:00 Uhr

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Andreas Pöhner

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21. 12. 2018
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