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VER Selb

Die Rotation muss klappen

Der VER Selb erwartet in der Eishockey-Oberliga am Freitagabend den EV Landshut. Der kommt mit einem großen Kader und einem überraschenden Ausrutscher im Gepäck.



Sie wollen mit einem Lächeln im Gesicht ins Jahr 2019 rutschen: Die VER-Cracks (von links) Lukas Klughardt, Leon Kremer, Achim Moosberger, Lanny Gare (halb verdeckt mit Helm) und Dennis Schiener.	Foto: Mario Wiedel
Sie wollen mit einem Lächeln im Gesicht ins Jahr 2019 rutschen: Die VER-Cracks (von links) Lukas Klughardt, Leon Kremer, Achim Moosberger, Lanny Gare (halb verdeckt mit Helm) und Dennis Schiener. Foto: Mario Wiedel  

Der Selber Trainer Henry Thom predigt immer wieder, dass in der Eishockey-Oberliga kein Gegner zu unterschätzen ist und jedem Sieg harte Arbeit vorausgehen muss. Was passiert, wenn eine Mannschaft vielleicht auch nur ein paar Prozent weniger gibt oder seinen Kontrahenten unterschätzt, hat am zweiten Weihnachtsfeiertag selbst der EV Landshut verspürt. Die Niederbayern, die zuvor in zwölf Spielen immer gepunktet haben – zehn Mal sogar dreifach –, mussten sich vor heimischer Kulisse dem mit einem Miniaufgebot angetretenen Schlusslicht EHC Waldkraiburg mit 1:2 geschlagen geben. Davon überhaupt nicht blenden lassen will sich freilich der VER Selb, der am heutigen Freitag (20 Uhr) eben diese Landshuter empfängt. „Die haben sich gegen Waldkraiburg schon oft schwer getan. Wenn dann noch der Torwart eine sehr gute Leistung zeigt, passiert es eben mal, dass man gegen so eine Mannschaft verliert“, spricht Thom aus Erfahrung.

Selbst der Landshuter Trainer Axel Kammerer, der wahrlich nicht zu den Ruhigsten seiner Zunft zählt, wirkte nach der mehr als überraschenden Heimpleite relativ gelassen bei der Pressekonferenz. „Uns haben Intensität, Konzentration und Präzision gefehlt. Wir waren nicht in der Lage, Tore zu schießen. Aber so ist das in unserem Sport.“ Die „sehr ärgerliche Niederlage“, wird Kammerer mit seiner Mannschaft natürlich schon heute Abend gleich wieder ausbügeln wollen. Die Niederbayern – ausgestattet mit dem derzeit drittbesten Angriff und der besten Abwehr der Liga – liegen schließlich bei nur fünf Punkten Rückstand auf das Führungsduo aus Peiting und Regensburg noch gut im Rennen im Kampf um die Tabellenspitze. Mit Alexander Ehl und Marco Baßler sind zwei Talente wieder zurück im Kader, die kürzlich erst mit der deutschen U 20-Nationalmannschaft bei der Heim-WM den Aufstieg in die Top-Division geschafft haben. Und in der Oberliga-Scorerliste, die VER-Stürmer Ian McDonald mit 49 Punkten deutlich anführt, stehen mit Maximilian Forster, Miloslav Horava und Marc Schmidpeter gleich drei Landshuter unter den Top-Zwölf. Es kommt also eine geballte Ladung Ofensivkraft zu auf die Wölfe.

Die aber haben auch noch einiges vor im letzten Heimspiel 2018 – und natürlich auch am Sonntag (18 Uhr) in Landshut. Sie wollen nach dem jüngsten 3:1-Erfolg in Höchstadt einen weiteren Schritt zu einem positiven Jahresabschluss machen. Den Aufwärtstrend will sich Henry Thom auch durch die 2:4-Niederlage am Tag vor Heiligabend in Weiden nicht madig machen lassen. „Da waren wir im ersten Drittel etwas zu passiv, sind dann aber immer wieder angerannt.“ Irgendwann sei man dann frustriert, wenn kein Tor gelingt. „Weiden hat das aber auch sehr clever gemacht und sich vor dem eigenen Tor aufgebaut. Wir haben da keine Antwort gefunden.“ Dass es nach dem 4:3-Triumph zwei Tage zuvor gegen Regensburg gleich wieder einen kleinen Rückschlag in Weiden gab, will Thom auch nicht der so lange fehlenden Konstanz zuschreiben. „Schließlich haben wir zuvor vier Mal in Folge gewonnen.“

Was seine Mannschaft heute gegen Landshut erwartet, weiß der VER-Coach. „Die spielen mit vier Reihen und gutem Tempo. Und sie sind sehr gut strukturiert. Da dürfen wir unsere Positionen nicht verlassen und nicht zu offensiv denken.“ Dass Teams mit einem großen Kader – wie eben Landshut – in der jetzigen, arg stressigen Phase mit den vielen Spielen einen kleinen Vorteil haben, zweifelt Thom nicht an. „Aber da müssen wir mit unseren drei Blöcken schnell durchrotieren, dann kommt der Gegner auch nicht richtig in seinen Rythmus.“ 

Personell können die Wölfe auf den selben Kader wie zuletzt zurückgreifen. Zwar war der Bayreuther Förderlizenzspieler Gustav Veisert beim Training am Donnerstagvormittag leicht angeschlagen, er sollte aber spielen können. Voraussichtlich erneut nicht im Kader steht der junge Mauriz Silbermann, dem bei drei kompletten und derzeit auch gut funktionierenden Verteidigerreihen nur ein Platz auf der Bank bliebe. „Er soll aber im Spielrythmus bleiben“, sagt Thom. Das 18jährige Eigengewächs werde deshalb wohl beim 1b-Team zum Einsatz kommen. 

Autor
Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
27. 12. 2018
18:36 Uhr

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Andreas Pöhner

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27. 12. 2018
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