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VER Selb

Die Wölfe leiden weiter

Der Eishockey-Oberligist aus Selb verliert sein viertes Spiel in Folge. Gegen Lindau fehlt wieder der letzte Zug zum Tor. Konsequenz: In der Tabelle stürzt der VER ab.



Im Zweikampf gegen einen hartnäckigen Lindauer: VER-Stürmer Charles Graaskamp (links) muss hier die Scheibe gegen Sofiene Bräuner behaupten. Foto: Mario Wiedel
Im Zweikampf gegen einen hartnäckigen Lindauer: VER-Stürmer Charles Graaskamp (links) muss hier die Scheibe gegen Sofiene Bräuner behaupten. Foto: Mario Wiedel  

VER Selb: Deske (41. Kümpel) - Ondruschka, Müller, Bär, Kolb, Böhringer, Kremer, Silbermann - McDonald, Schmidt, Gare, Graaskamp, Gelke, Schiener, Turner, Hirschberger, Klughardt.

Schiedsrichter: Becker. - Zuschauer: 1090. - Tore: 6. Min. Klingler (Lüsch, Farny) 0:1, 21. Min. McDonald (Gare) 1:1, 27. Min. Fuchs (Kranjc; 5-4) 1:2, 28. Min. Nirschl (Norris) 1:3, 32. Min. Graaskamp (Gelke) 2:3, 34. Min. Lüsch (Klingler, Farny) 2:4, 60. Min. Gelke 3:4, 60. Min. Lüsch (empty net goal) 3:5. - Strafminuten: Selb 12, Lindau 4.

Lockerheit. Das war am Freitagabend für Henry Thom ein ganz großes Wort. Der Trainer des Eishockey-Oberligisten VER Selb wollte im Heimspiel gegen den EV Lindau genau diese Lockerheit wieder sehen. Am Ende war da aber nur eines: Enttäuschung. Die Wölfe kassierten gegen den EVL nämlich die vierte Niederlage in Serie. Das Thom-Team verlor mit 3:5.

06.12.2019 - Selber Wölfe - EV Lindau - Foto: Mario Wiedel

Selber Wölfe - EV Lindau
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Selber Wölfe - EV Lindau
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Damit wird die Lage auch mit Blick auf die Tabelle immer brenzliger. Lindau ist durch den Auswärtssieg nämlich an den Hochfranken vorbeigezogen - und nicht nur das: Auch die Eisbären Regensburg haben den VER in der Tabelle überholt. Selb liegt nun nur noch auf Platz neun.

"Die komplette Verunsicherung war nach dem ersten Gegentor wieder da. Lindau hat es clever gemacht, wir müssen momentan aber zu hart für die Tore arbeiten. Die Leichtigkeit fehlt", sagte Thom nach dem Spiel. Sein Gegenüber Franz Sturm war "einfach nur unglaublich stolz".

Eine gute Nachricht gab es vor dem ersten Bully - und eine schlechte. Die frohe Kunde: Torhüter Niklas Deske stand gegen den Bodensee-Klub wieder zur Verfügung. Die Hiobsbotschaft: Christoph Kabitzky fehlte im Angriff der Wölfe weiterhin. Er sollte in der Offensive eigentlich für mehr Durchschlagskraft sorgen - nun mussten es doch seine zuletzt kaum überzeugenden Teamkollegen richten.

Der so wichtige Start misslang. Die größeren Spielanteile hatten erst einmal die Islanders. Den Wölfen war die Verunsicherung anzumerken, sie hatten im ersten Drittel kaum klare Aktionen. Anders Lindau. Die Gäste schafften es immer wieder, in die gefährlichen Räume vor dem VER-Tor zu stoßen. Schon in der sechsten Minute durfte der EVL jubeln. Die Selber agierten in der Defensive zu passiv und schauten dem Gegner beim Kombinieren zu, Gästestürmer Simon Klingler kam kurz vor der blauen Linie an die Scheibe - Tor. Das Spielgerät flog an Freund und Feind vorbei, VER-Schlussmann Deske war wohl die Sicht versperrt.

Dieses Tor spielte den Lindauern in die Karten - und machte die Selber noch nervöser. Die Gastgeber hatten in der Folge kein wirkliches Mittel, um EVL-Torhüter Michael Boehm in Bedrängnis zu bringen. Echte Großchancen waren rar gesät. Und so sollte es im zweiten Abschnitt darum gehen, die heißen Zonen vor dem gegnerischen Tor besser zu besetzen. Was noch ein Problem war: fehlende Aggressivität. Im ersten Abschnitt ging es quasi körperlos zu, die Schiedsrichter mussten keine einzige Strafzeit aussprechen. Hier mussten die Wölfe an Biss zulegen.

Tatsächlich kamen die Selber mit mehr Biss aus der Kabine - und mit mehr Tempo. Nach gerade einmal 41 Sekunden stand es 1:1. Beim VER ging es mal schnell. Schuss Landon Gare, Boehm ließ prallen, Ian McDonald reagierte blitzschnell, Tor. So einfach kann Eishockey sein.

Der Ausgleich gab den Wölfen Rückenwind. Sie waren nun wacher, handlungsschneller, selbstsicherer. Umso bitterer war der erneute Lindauer Führungstreffer. Tobias Fuchs schlenzte den Puck locker in Richtung VER-Gehäuse. Drin. Deske sah dabei alles andere als gut aus - womöglich war ihm erneut die Sicht versperrt. Für Selb sollte es nur 34 Sekunden später aber noch dicker kommen: Die noch geschockten Hausherren ließen EVL-Angreifer Brent Norris zu viel Raum, der zog ab. Während Deske dessen Schuss noch parieren konnte, verwertete Ludwig Nirschl ungehindert den Abpraller. Da schliefen die Hochfranken.

Totenstill war es nun in der Netzsch-Arena - aber Charles Graaskamp holte die VER-Fans zurück in die Partie. Nach mustergültiger Vorlage von Richard Gelke erzielte der US-Boy den Anschlusstreffer. Nur noch 2:3 aus Sicht der Wölfe.

Jetzt war Fahrt in der Partie. Abgezockter agierten dabei die Gäste. Und die Selber? Die machten Fehler. Die VER-Hintermannschaft leistete sich in der 34. Minute im Spielaufbau einen groben Schnitzer, der EX-Selber Florian Lüsch und seine neuen Teamkollegen vom Bodensee bedankten sich recht herzlich. War das unnötig!

Beim Stand von 2:4 starteten die Wölfe also ins Schlussdrittel. Das sollte eine ganz knifflige Aufgabe werden. Thom nahm den noch angeschlagenen Deske vom Eis, für ihn kam Manuel Kümpel. Und dieser musste sich in der 47. Minute bei einem EVL-Konter gewaltig strecken. Der Wölfe-Torwart parierte sehenswert einen Schussversuch von Jan Hammerbauer. Und auf der Gegenseite? Da kamen die Selber nur zu Halbchancen. So sollten die Gäste keine Probleme haben, das Spiel zu verwalten. 15 Sekunden vor Spielende betrieb Gelke nur noch Ergebniskosmetik, die gar keine richtige war. Denn: Mit einem Treffer ins verwaiste Tor erzielte Lüsch zehn Sekunden vor Schluss den 5:3-Endstand für den EVL.

Damit geht das Leiden der Wölfe weiter. Die nächste Chance auf einen positiven Umschwung gibt es am Sonntag um 18 Uhr, dann gastiert das Thom-Team beim EC Peiting. Bleibt abzuwarten, ob Steven Bär wieder zur Verfügung stehen wird. Der Verteidiger musste gegen Lindau verletzt vom Eis. 

 

 

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Hannes Huttinger

Hannes Huttinger

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Veröffentlicht am:
06. 12. 2019
23:50 Uhr

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Autor
Hannes Huttinger

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Veröffentlicht am:
06. 12. 2019
23:50 Uhr



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