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VER Selb

Die Wölfe stürmen auf Platz zwei

Auch der EC Peiting kann den VER nicht stoppen auf dem Weg nach oben in der Eishockey-Oberliga. Die Selber gewinnen vor gut 1500 Fans das siebte der vergangenen acht Spiele.



VER-Stürmer Lanny Gare (rechts) hilft in der Defensive gegen Lukas Gohlke aus; im Hintergrund positioniert sich der lange nicht zu überwindende Selber Torwart Niklas Deske.
VER-Stürmer Lanny Gare (rechts) hilft in der Defensive gegen Lukas Gohlke aus; im Hintergrund positioniert sich der lange nicht zu überwindende Selber Torwart Niklas Deske.   Foto: Mario Wiedel

VER Selb - EC Peiting 3:1

VER Selb: Deske (Kümpel) - Ondruschka, Silbermann, Bär, T. Zimmermann, Kremer, Böhringer - Gare, Schmidt, McDonald, Graaskamp, Turner, Gelke, Schiener, Hirschberger, Klughardt.

Schiedsrichter: Ruhnau (Bad Nauheim). - Zuschauer: 1418. - Tore: 28. Min. Gelke (Deske, Gare; 4-4) 1:0, 31. Min. Gare (Ondruschka, McDonald; 5-4) 2:0, 57. Min. Winkler 2:1, 60. Min. Ondruschka (eng) 3:1. - Strafminuten: Selb 8, Peiting 8.

Die Oberliga spielt verrückt. Tabellenführer Deggendorf ist nach der Freitags-Niederlage in Füssen am Sonntag auch zuhause gegen Lindau ausgerutscht. Der EC Peiting, der bis Freitag auf Platz zwei stand, ging am Wochenende ebenfalls komplett leer aus. Und weil auch die Starbulls Rosenheim am Sonntag in Memmingen unterlagen, sind die Selber Wölfe plötzlich Verfolger Nummer eins des Deggendorfer SC. "Das ist schön", kommentierte VER-Trainer Henry Thom nach dem 3:1-Erfolg über Peiting kurz und bündig die Nachricht, dass seine Mannschaft nun Rang zwei einnimmt nach dem siebten Sieg aus den vergangenen acht Begegnungen. "In dieser Liga kommt keine Langeweile auf", sagte Peitings Trainer Sebastian Buchwieser. Er war trotz der Niederlage in Selb mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Bis auf zehn Minuten im zweiten Drittel. "Hier haben wir den Fokus auf das Spiel verloren und Selb hat Oberwasser bekommen."

27.10.2019 - Selber Wölfe - EC Peiting - Foto: Mario Wiedel

Selber Wölfe - EC Peiting
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Die Wölfe musste auf die am Freitag in Lindau verletzt ausgeschiedenen Kabitzky (Hüftprellung) und Müller (Gehirnerschütterung) verzichten, dafür feierte Kremer nach einem Daumenbruch in der Vorbereitung sein Saisondebüt. Die Hausherren nahmen das Heft gleich in die Hand und erspielten sich gute Möglichkeiten für Schmidt und Graaskamp, dessen Kabinettstückchen ein Tor wert gewesen wäre. Statt aber als Torschütze auf der Anzeigetafel, fand sich der US-Boy nur Sekunden später wegen eines Bandenchecks auf der Strafbank wieder. Und weil das Unterzahlspiel in dieser Saison bislang nicht zu den Stärken der Wölfe gezählt hat, drohte Ungemach. Doch der VER ließ lediglich zwei Schüsse zu, mit denen Torwart Deske keine Probleme hatte.

Peiting agierte in der Folge offensiver, ließ die Wölfe mit einem aggressiven Forechecking kaum mehr zu einem geordneten Spielaufbau kommen und beschwörte selbst zwei, drei heikle Szenen vor dem Tor der Selber herauf. Auf der Gegenseite wurde Torwart Hechenrieder erst nach 13 Minuten wieder einmal geprüft, als Ondruschka im Powerplay von der blauen Linie abzog. Vier Minuten später bot sich den Wölfen eine Kontermöglichkeit, doch nach Hirschbergers Pass brachte Schiener den hüpfenden Puck nicht unter Kontrolle.

Den packenden Mittelabschnitt eröffnete Gare mit einem Kracher, bei dem Hechenrieder im Tor der Gäste seine liebe Müh und Not hatte. Die Wölfe agierten nun wieder druckvoller, gewannen mehr Zweikämpfe. Beide Teams agierten nun auch körperbetonter. Erster Leidtragender war der junge VER-Verteidiger Silbermann, der nach einem Bandencheck mit einer blutenden Lippe in die Kabine musste, dort von den Ärzten kurz getackert wurde und wieder aufs Eis zurückkam. Der Schiedsrichter drückte einige Male beide Augen zu, ließ das Spiel lange laufen. In der 28. Minute war dann aber doch mehr Platz auf dem Eis, den Gelke zum Führungstreffer nutzte. Der Selber Stürmer startete ein unwiderstehliches Solo und überwand Hechenrieder eiskalt mit der Rückhand.

Drei Minuten später ließ Gare das 2:0 folgen. Sein Schuss strich an Freund und Feind vorbei ins Netz. Nur ein paar Zentimeter fehlten nach 37 Minuten zum dritten Treffer, als Gelke nach einem Pass von Graaskamp den Schläger an den Puck brachte und brandgefährlich abfälschte. Auf der Gegenseite musste auch Deske sein ganzes Können noch einmal aufbieten gegen Stauder. "Wir haben nicht aufgesteckt, aber der Selber Torwart schien lange unüberwindbar", sagte Gästecoach Buchwieser nach dem Spiel.

Im Schlussdrittel war der EC Peiting noch mehr gefordert, wollte er nicht ohne Punkte im Gepäck nach Oberbayern zurückreisen. Die Gäste rannten aber lange vergeblich an. Die Wölfe leisteten klasse Arbeit in der Defensive und hatten in Deske weiter den großen Rückhalt. Glück hatten die Hausherren in der 47. Minute, dass Stauder das leere Tor verfehlte. Drei Minuten vor der Schlusssirene musste aber doch noch einmal gezittert werden im Selber Lager. Winkler traf sehenswert zum Anschlusstreffer für die Peitinger, die nun alles auf eine Karte setzten und für den Torwart einen sechsten Feldspieler brachten. Weil Schiedsrichter Ruhnau auch noch einen Stockschlag von Gare gesehen haben will, mussten vier Wölfe-Feldspieler gegen sechs Peitinger die letzten zwei Minuten überstehen. Sie taten nicht nur das bravourös, sie trafen durch Ondruschka 14 Sekunden vor der Sirene auch noch zum 3:1-Endstand.

Ein glücklicher Henry Thom sprach anschließend vom taktischen besten Spiel dieser Saison. "Es war für die Zuschauer sehr attraktiv mit vielen zweikämpfen." Besonders lobte Thom seine Defensivkräfte um Kapitän Florian Ondruschka. "Die haben super gearbeitet. Auch die Stürmer arbeiten extrem gut nach hinten. Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie sie sich derzeit präsentiert.""

Am kommenden Freitag (20 Uhr) erwartet der VER Selb den EV Füssen mit Revanchegelüsten für die Niederlage zum Saisonauftakt, ehe am Sonntag das Spitzenspiel in Deggendorf auf dem Programm steht.

 

 

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
27. 10. 2019
21:38 Uhr

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
27. 10. 2019
21:38 Uhr



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