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VER Selb

Die Wölfe zerlegen Rosenheim

Die Defensive steht stabil, die erste Reihe trifft: Der VER Selb feiert am Freitag in der Eishockey-Oberliga einen furiosen 6:1-Sieg in Oberbayern.



Traf am Freitagabend in Rosenheim drei Mal für den VER Selb: Oberliga-Topscorer Ian McDonald.
Traf am Freitagabend in Rosenheim drei Mal für den VER Selb: Oberliga-Topscorer Ian McDonald.   Foto: Mario Wiedel

Starbulls Rosenheim - VER Selb 1:6

VER Selb: Deske (Kümpel) - Ondruschka, Müller, Fink, Kolb, Kremer, Böhringer, Silbermann - Gollenbeck, McDonald, Gare, Moosberger, Graaskamp, Lüsch, Hördler, Zimmermann, Schiener.

Schiedsrichter: Erdle (EV Landsberg). - Zuschauer: 1703. - Tore: 16. Min. McDonald (Gare, Gollenbeck) 0:1, 23. Min. Gollenbeck (McDonald, Ondruschka), 27. Min. McDonald, Ondruschka, Gare) 0:3, 53. Min. Baindl 1:3, 54. Min. McDonald (Gare, Graaskamp) 1:4, 56. Min. Gare (empty-net-goal) 1:5, 59. Min. Gollenbeck (McDonald, Gare) 1:6. - Strafminuten: Rosenheim 4, Selb 6.

Puh, das war eine Ansage des VER Selb. Dass die formstarken Wölfe nicht chancenlos die Reise zu den zuletzt eher formschwachen Starbulls Rosenheim antreten würden, hatte Trainer Henry Thom im Vorfeld schon betont. Dass sie aber mit einem 6:1-Erfolg zurück ins kalte Fichtelgebirge kehren würden, damit hätte dann wohl doch niemand geglaubt. "Wir haben uns vorgenommen, in der Defensive gut zu arbeiten. Das ist uns von der ersten Sekunde an gelungen", lobte Thom nach dem Spiel bei der Euroherz-Eiszeit seine Mannschaft. "Es passt einfach wieder", freute sich der Coach nach den schweren Wochen vor allem im Oktober und November. Ein Sonderlob gab es vom Trainer auch für Debütant Michael Fink: "Er hat ein unheimlich gutes erstes Spiel gemacht."

Das von Thom befürchtete Anrennen der Gastgeber blieb aus. Den nach den vergangenen Wochen und vor allem der 2:10-Pleite in Regensburg Starbulls fehlte nicht nur das Selbstvertrauen, sondern auch das Tempo, um die gut sortierte Wölfe-Defensive in Verlegenheit zu bringen. Es waren die Gäste aus Selb, die die Akzente setzten. Schon nach 22 Sekunden kam Gollenbeck zum ersten Abschluss., scheiterte aber an Torwart Steinhauer. In der dritten Minuten hatte Gollenbeck, der nach schwierigem Saisonstart mittlerweile an der Seite von McDonald und Gare richtig aufgeblüht ist, die nächste Möglichkeit, scheiterte dieses Mal aber am Pfosten. Auf der Gegenseite musste Torwart Deske nach sechs Minuten erstmals eingreifen. Mehr Zug zum Tor hatten aber weiter die Wölfe, die durch einen Rückhand-Schuss von Lüsch zur nächsten Gelegenheit kamen. Kritisch wurde es für den VER nach neun Minuten, als Graaskamp auf die Strafbank musste und wenige Sekunden später Deske für eine Spielverzögerung zwei Minuten aufgebrummt bekam. Aber auch zu dritt ließen die Selber nichts anbrennen gegen eine Rosenheimer Mannschaft, die im Jahr 2019 noch auf ihr erstes Überzahltor wartet.

Für ihren guten Auftritt belohnt wurde der VER dann nach 16 Minuten - mit einem allerdings etwas kuriosen und glücklichen Treffer. Der Schuss des frei vor Steinhauer stehenden McDonald wäre wohl neben das Gehäuse gegangen, wurde vom Schlittschuh des Keepers aber wieder Richtung nun leeres Tor abgelenkt. Der Ex-Selber Meier versuchte auf der Linie noch zu retten, der Schiedsrichter sah die Scheibe aber schon hinter der Linie. Eine enge Entscheidung. Den Wölfen war’s egal, sie führten mit 1:0. Und das verdient.

Zu Beginn des zweiten Drittels versuchte Rosenheim mehr Druck aufzubauen - was sich aber nur als kurzes Strohfeuer erweisen sollte. Denn die Wölfe schlugen nach 23 Minuten zum zweiten Mal eiskalt zu. Auf Zuspiel von McDonald donnerte Gollenbeck die Scheibe zum 2:0 aus Sicht des Gäste in die Maschen. Und als Oberliga-Topscorer McDonald nur etwas mehr als drei Minuten später seinen Gegenspieler vernaschte und Torwart Steinhauer "alt" aussehen ließ, stand ein komfortables 3:0 für den VER an der Anzeigetafel im sehr spärlich besetzten Emilo-Stadion zu Rosenheim. Zu hören waren längst nur noch die etwa 50 mitgereisten Anhänger der Wölfe.

Auch im Schlussdrittel spielte das VER-Team seinen Part souverän und ganz cool herunter, hatte nach 47 Minuten aber auch etwas Glück, als beim vermeintlichen Anschlusstreffer das Tor verschoben war. In der 53. Minute trafen die Starbulls dann aber doch zum 1:3. Die Hoffnungen der Hausherren machte McDonald mit seinem dritten Treffer an diesem Abend ganz schnell wieder zunichte. Ein kurzer Schlenker, ein Dreher und ein Schuss: Selb führte wieder mit drei Toren Unterschied. Der Gastgeber nahm früh den Torwart vom Eis für einen sechsten Feldspieler. Das nutzte Gare zum 1:5. Und Gollenbeck machte noch das halbe Dutzend voll.

Mit einer ähnlich konzentrierten und engagierten Leistung wollen die Wölfe am Sonntag (18 Uhr) in der Netzsch-Arena auch den ERC Sonthofen in die Schranken weisen. "Wir dürfen aber nicht ins offene Messer rennen", warnt Trainer Thom schon einmal.

 

 

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
25. 01. 2019
22:02 Uhr

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Andreas Pöhner

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25. 01. 2019
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