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VER Selb

Die verrückte 59. Minute

Der VER Selb sieht in der Eishockey-Oberliga bis zwei Minuten vor Schluss wie der Verlierer aus. Doch dann drehen die Wölfe die Partie noch.



Landon Gare (vorn) stand in der Schlussphase der Partie in Rosenheim im Mittelpunkt. Er erzielte das 6:5 - und damit die erneute Selber Führung. Foto: Mario Wiedel
Landon Gare (vorn) stand in der Schlussphase der Partie in Rosenheim im Mittelpunkt. Er erzielte das 6:5 - und damit die erneute Selber Führung. Foto: Mario Wiedel  

Starbulls Rosenheim - VER Selb 5:7

VER Selb: Deske (Kümpel) - Ondruschka, Nijenhuis, Bär, Müller, Silbermann, Böhringer - Gare, McDonald, Schmidt, Graaskamp, Gelke, Kabitzky, T. Zimmermann, Hirschberger, Klughardt.

Am Sonntag: Wölfe empfangen runderneuerten Höchstadter EC

Auch wenn Trainer Henry Thom stets warnend den Zeigefinger hebt und betont, dass es in der Oberliga Süd keine leichten Gegner gibt: Am Sonntag (18 Uhr) gegen den Höchstadter EC stehen die Wölfe vor einer Pflichtaufgabe. Die Mittelfranken, bei denen jetzt der Ex-Selber Martin Sekera (zuletzt Trainer in Sonthofen) an der Bande steht, haben die ersten drei Saisonspiele komplett verbockt mit der 2:6-Heimpleite zum Auftakt gegen Sonthofen sowie den Niederlagen in Weiden (2:4) und Lindau (2:4). Die Alligators wussten freilich, dass sie nach dem zwischenzeitlichen Höhenflug in der vergangenen Spielzeit, als sie mit den Playoffs liebäugelten, wieder als Underdog gelten. "Das ausgegebene Ziel ist der Klassenerhalt. Wir hatten große Fluktuation im Kader", sagte Sportvorstand Jörg Schobert vor dem Saisonstart den "Nürnberger Nachrichten". Im Sommer gab es 14 Abgänge zu vermelden, denen zwölf Neuzugänge gegenüberstehen. Ein gewaltiger Umbruch und wohl auch ein Qualitätsverlust, den zu stemmen Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Zumal Schobert bei der Suche nach neuen Spielern mit einem reduzierten sportlichen Etat auskommen musste. Ein finanzielles Risiko wollte der Verein um jeden Preis vermeiden. "Das hat es nicht einfacher gemacht, aber wir müssen damit zurechtkommen und haben es ganz gut gemacht", glaubt Schobert. "Wir sind Außenseiter", betont der Höchstadter Sport-Vorstand. "Andere Vereine haben viel investiert, aber dadurch auch mehr Druck."

Schiedsrichter: Ruhnau (Bad Nauheim). - Zuschauer: 2060. - Tore: 9. Min. Höller (Reiter, Bucheli) 1:0, 12. Min. Bär (Gelke, Graaskamp) 1:1, 18. Min. McDonald (Gare) 1:2, 28. Min. T. Zimmermann (Hirschberger) 1:3, 30. Min. Slezak (Mitchell, Vollmayer/5/4) 2:3, 38. Min. T. Zimmermann (McDonald, Ondruschka) 2:4, 46. Min. Linden (Daxlberger, Reiter) 3:4, 53. Min. Fröhlich (Mitchelll; Draxinger) 4:4, 58. Min. Höller (Vollmayer; Baindl; 5/4) 5:4, 59. Min. Graaskamp (Müller, Gelke) 5:5, 59. Min. Gare (Ondruschka) 5:6, 60. Min. Gelke (Kabitzky, Ondruschka; empty net) 5:7. - Strafzeiten: Rosenheim 2; Selb 10.

War das ein Eishockeyspiel! Am vierten Spieltag der Eishockey-Oberliga besiegten die Selber Wölfe in einer an Spannung nicht zu überbietenden Partie die favorisierten Starbulls Rosenheim auf eigenem Eis mit 7:5. Über weite Strecken der Partie hatte Rosenheim höhere Spielanteile, aber die Wölfe hatten ein gewaltiges Faustpfand: eine effektive Chancenverwertung und erstklassige Nehmerqualitäten. 118 Sekunden vor Spielende drehten die Selber eine verloren geglaubte Partie noch in einen Sieg. Aus einer geschlossenen Teamleistung ragte Goalie Deske heraus.

Die Gastgeber brauchten etwas Zeit, um in die Partie zu kommen, waren aber über weite Strecken des ersten Abschnitts das optisch überlegene Team. Sie versäumten es aber, aus ihrer Vielzahl von guten Einschussmöglichkeiten Kapital zu schlagen. Bei einer Strafe gegen Kabitzky musste sich der zuvor so bravourös haltende Deske aber geschlagen geben: Baindls Schlagschuss fälschte Höllerl unhaltbar ab. Das 2:0 lag danach spürbar in der Luft, aber Wölfe-Verteidiger Bär stellte mit einem fulminanten Distanzschuss den Spielverlauf auf den Kopf - 1:1. Für Rosenheim eine kalte Dusche, aber es kam noch schlimmer. Mit einem mustergültigen Break erhöhte McDonald auf 2:1. Gelke hatte vor der Pause noch das 3:1 auf der Kelle.

04.10.2019 - Starbulls Rosenheim - Selber Wölfe - Foto: Mario Wiedel

Starbulls Rosenheim - Selber Wölfe
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Der Spielverlauf im Mitteldrittel ähnelte dem ersten Abschnitt. Rosenheim kam mit mächtig Frust, hatte weiterhin die besseren Einschussgelegenheiten. Die Selber störten clever und frühzeitig und ließen die Starbulls vergeblich anrennen. Der Ausgleich war zum Greifen nahe. Aber die Wölfe agierten gnadenlos effektiv im Abschluss. T. Zimmermann nahm eine gute Vorarbeit von Hirschberger dankend zum 3:1 an. Die Antwort der Einheimischen ließ nicht lang auf sich warten. Slezak verkürzte in Überzahl auf 2:3. Danach folgte ein offener Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben. Erneut war es Förderlizenzspieler T. Zimmermann, der seine Farben erneut in Front brachte. Er profitierte von einem tollen Zuspiel von McDonald. 4:2 für die Wölfe!

Die wütenden Angriffe der Hausherren blieben zu Beginn des Abschlussdrittels aus. Dennoch verkürzte Rosenheim auf 3:4. Linden nutzte eine Unachtsamkeit in der Wölfe-Defensive. Das war der Start für einen heiße Schlussphase. Rosenheim erhöhte die Schlagzahl. Die Selber überstanden ein Unterzahlspiel schadlos, mussten aber sieben Minuten vor Spielende das 4:4 durch Fröhlich hinnehmen. Als Graaskamp eine sehr diskutable Strafe zog, die Höller zur 5:4 Führung nutzte, sah plötzlich Rosenheim fast wie der Sieger aus. Aber nur fast. 118 Sekunden vor Ende netzte Graaskamp zum 5:5 ein, 34 Sekunden später brachte Gare mit einer sensationell abgeschlossene Einzelleistung die Gäste mit 6:5 in Front. Gelke machte per Empty-Net-Goal mit dem 7:5 endgültig den Deckel auf ein total verrücktes Spiel.

Eine Hiobsbotschaft gab es für den VER Selb schon am Freitagvormittag: Stürmer Carl Zimmermann muss sich einer Operation an der Schulter unterziehen und fällt somit auf unbestimmte Zeit aus.

 

 

 

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Veröffentlicht am:
04. 10. 2019
23:02 Uhr

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Veröffentlicht am:
04. 10. 2019
23:02 Uhr



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