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VER Selb

Dritte Derby-Pleite sorgt für Frust

Der VER Selb kann in der Eishockey-Oberliga gegen den EV Weiden scheinbar nicht mehr gewinnen. Die Oberpfälzer setzen sich vor ausverkauftem Haus nicht unverdient durch.



Für viel Gefahr vor dem Selber Tor sorgte immer wieder Marcel Waldowsky (links), der hier aber an VER-Torwart Niklas Deske scheitert. Rechts beobachtet Wölfe-Stürmer Andreas Geigenmüller die Szene. Mehr Bilder unter www.frankenpost.de.	Foto: Mario Wiedel
Für viel Gefahr vor dem Selber Tor sorgte immer wieder Marcel Waldowsky (links), der hier aber an VER-Torwart Niklas Deske scheitert. Rechts beobachtet Wölfe-Stürmer Andreas Geigenmüller die Szene. Mehr Bilder unter www.frankenpost.de. Foto: Mario Wiedel  

EV Weiden: Filimonow (Wiedemann) - Herbst, Schreyer, Deichstetter, Noe, Schusser, Bäumler, Voigt - Geisberger, Abercrombie, Waldowsky, Pronath, Rubes, Heinisch, Wolf, Kirchberger, Lehner.

VER Selb: Deske (Bätge) - Ondruschka, Nijenhuis, Kolb, Müller, Veisert, Kremer, Silbermann - McDonald, Gare, Gollenbeck, Moosberger, McDonough, Geigenmüller, Schiener, Hördler, Lüsch, Klughardt.

Schiedsrichter: Ruhnau (Bad Nauheim). - Zuschauer: 2560 (ausverkauft). - Tore: 18. Min. Rubes (Noe; 5-4) 1:0, 20. Min. Rubes (Pronath, Heinisch) 2:0, 21. Min. McDonald (Gollenbeck, Gare) 2:1, 24. Min. Gollenbeck (Ondruschka, McDonald) 2:2, 33. Min. Waldowsky (Abercrombie, Geisberger) 3:2, 60. Min. Heinisch (empty-net) 4:2. - Strafminuten: Weiden 4, Selb 4.

23.12.2018 - Blue Devils Weiden - Selber Wölfe 4:2 - Foto: Mario Wiedel

Blue Devils Weiden - Selber Wölfe 4:2
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Blue Devils Weiden - Selber Wölfe 4:2
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Blue Devils Weiden - Selber Wölfe 4:2
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Blue Devils Weiden - Selber Wölfe 4:2
Blue Devils Weiden - Selber Wölfe 4:2
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Blue Devils Weiden - Selber Wölfe 4:2
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Blue Devils Weiden - Selber Wölfe 4:2
Blue Devils Weiden - Selber Wölfe 4:2
Blue Devils Weiden - Selber Wölfe 4:2

Die beiden Selber Vorsitzenden Jürgen Golly und Thomas Manzei blickten am Sonntagabend gegen 20.55 Uhr etwas wehmütig zurück auf das Weidener Eis. Dorthin, wo die Spieler der Blue Devils mit ihrem Anhang noch einmal eine richtige Show abzogen nach dem dritten Derbysieg gegen die Selber Wölfe. Die VER-Bosse dagegen waren richtig bedient nach dem 2:4 aus Sicht der Wölfe. Und beide wollten wohl lieber nichts falsches sagen über die zurückliegenden 60 Minuten. "Kein Kommentar. Frohe Weihnachten", meinte Golly nur. Und genau diesen vier Worten schloss sich Manzei an. Der Frust schien tief zu sitzen.

27 Siege für Selb, nur sieben für Weiden: Die Bilanz aus gemeinsamen Oberligazeiten seit 2010 sprach vor dem 35. Aufeinandertreffen der beiden Nachbarrivalen eigentlich für die Wölfe. Der bisherige Saisonverlauf freilich nicht: In beiden bisherigen Partien behielten die Blue Devils die Oberhand gegen die lange kriselnden Hochfranken. Die aber schienen nach zuletzt vier Siegen in Folge und vor allem nach dem jüngst beeindruckend herausgespielten 4:3-Sieg gegen Tabellenführer Regensburg die Kurve bekommen zu haben - und wollten sich und ihre gut 600 mitgereisten Anhänger am Tag vor Heiligabend auch mit dem ersten Saisonsieg gegen Weiden bescheren. Doch daraus wurde nichts.

Schon eine Stunde vor Spielbeginn waren die beiden Fanblöcke bestens gefüllt, die Stimmung eines vorweihnachtlichen Derbys mehr als würdig. Und die beiden Mannschaften sorgten in der restlos ausverkauften Hans-Schröpf-Arena - gut 200 Anhänger mussten sogar draußen bleiben - dafür, dass der Geräuschpegel hoch blieb. In den ersten Minuten setzten vor allem die Wölfe die Akzente. Sie wollten den Schwung vom Freitag mitnehmen und drängten auf ein frühes Tor. Die erste dicke Möglichkeit hatte nach fünf Minuten jedoch der Gastgeber, der die vermeintlichen individuellen Vorteile der Gäste mit hohem Einsatz ausglich. Waldowsky hatte zu viel Platz auf dem Weg Richtung Selber Tor, zielte aber knapp daneben. Auf der Gegenseite versuchte es McDonough aus spitzem Winkel, fand aber in Torwart Filimonow seinen Meister. Es war richtig Tempo drin im Spiel. McDonald wurde gerade noch vom Weidener Herbst gebremst, die nächste gute Möglichkeit hatten dann wieder die Blue Devils. Mit einer Riesentat verhinderte VER-Keeper Deske gegen Abercrombie den möglichen Rückstand. In nichts nach stand dem Wölfe-Torwart sein Gegenüber Filimonow, der mit einem Reflex einen Schuss von Gare aus kurzer Distanz abwehrte.

Die erste Strafzeit der Begegnung führte dann zum ersten Tor: VER-Kapitän Ondruschka musste auf die Strafbank, und nach 33 Sekunden Überzahl traf Rubes zum 1:0 für den Gastgeber. Und es sollte noch schlimmer kommen für die Wölfe, die ein kleines Nickerchen einlegten. Erneut Rubes baute die Weidener Führung 14 Sekunden vor Ende des ersten Drittels auf 2:0 aus.

Wie würde der VER Selb reagieren? Mit einem schnellen Tor. Nur 51 Sekunden dauerte es im Mittelabschnitt, ehe McDonald die Wölfe-Fans erstmals jubeln ließ. Nun hatten die Thom-Schützlinge wieder Oberwasser. Zunächst scheiterte McDonough aus spitzem Winkel, in der 24. Minute war es aber soweit mit dem Ausgleich. Nach Ondruschkas Schlagschuss stoppte sich der immer mehr aufblühende Gollenbeck die Scheibe vor dem Tor noch zurecht und ließ Filimonow keine Abwehrmöglichkeit. Schon 60 Sekunden später aber fast die erneute Führung für die Gastgeber. Der Ex-Selber Geisberger wurde vor dem Tor völlig allein gelassen, zögerte frei vor dem geschickt den Winkel verkürzenden Deske aber zu lange mit dem Abschluss.

Weiden raffte sich wieder auf in einem Derby, das trotz aller Brisanz wegen der räumlichen und tabellarischen Nähe zwar hart, aber auch fair geführt wurde. Vor beiden Toren brannte es einige Male lichterloh, wobei die besseren Möglichkeiten aufseiten der in der Offensive stets brandgefährlichen Gastgeber lagen. Nicht unverdient deshalb auch die erneute Weidener Führung, die Waldowsky nach einem perfekt vorgetragenen und ausgespielten Konter in der 33. Minute erzielte.

Der VER musste Risiko gehen im Schlussabschnitt. Doch die Wölfe ließen die echte Power vom Freitag gegen Regensburg vermissen, richtig zwingende Chancen blieben Mangelware. Und die Uhr lief erbarmungslos herunter. Die Hausherren warfen sich in jeden Schuss der verzweifelt anrennenden Selber. "Wir haben das Spiel in der Hand gehabt, aber keinen Weg zum Tor durchgefunden", sagte Trainer Henry Thom. Was doch aufs Tor kam wurde eine Beute des starken EVW-Keepers. Der hatte auch einige Male das Glück auf seiner Seite. 33 Sekunden vor dem Ende dann der vermeintliche Ausgleich, aber der Schiedsrichter entschied zurecht auf Schlittschuhtor von McDonough. Auf der Gegenseite machte Heinisch mit einem Schuss ins leere Wölfe-Tor alles klar.

Weiter geht es für Selb am zweiten Weihnachtsfeiertag (18 Uhr) beim Höchstadter EC. Gegen den gelang in dieser Serie ebenfalls noch kein Sieg. Wir müssen den selben Einsatz wie in den letzten Spielen zeigen, aber auf die Höchstadter Konter aufpassen. Wir wollen die drei Punkte holen", erklärte Thom.. Andreas Pöhner

EV Weiden -

VER Selb

 

4:2

 

 

Kein Kommentar.

 

Frohe Weihnachten!


zitat

 

Die beiden VER-Vorsitzenden

 

Jürgen Golly und Thomas Manzei

zur dritten Derby-Niederlage

 

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Veröffentlicht am:
23. 12. 2018
22:30 Uhr

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23. 12. 2018
22:30 Uhr



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