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VER Selb

Endlich raus aus der Talsohle

Der VER Selb trifft am Freitag in der Eishockey-Oberliga Süd auf den EV Landshut. Beide Vereine hinken den Erwartungen hinterher. Nach der Länderspielpause soll alles besser werden.



Es gab einigen Redebedarf bei den Wölfen vor und in der Länderspielpause: Hier lauschen (von links) Ian McDonald, Florian Ondruschka, der frischgebackene Vater Ryan McDonough und Dominik Müller den Anweisungen von Chefcoach Henry Thom.	Foto: Mario Wiedel
Es gab einigen Redebedarf bei den Wölfen vor und in der Länderspielpause: Hier lauschen (von links) Ian McDonald, Florian Ondruschka, der frischgebackene Vater Ryan McDonough und Dominik Müller den Anweisungen von Chefcoach Henry Thom. Foto: Mario Wiedel  

Wenn am heutigen Freitag die Eishockey-Oberliga Süd ihren Spielbetrieb nach zwölf Tagen Länderspielpause wieder aufnimmt, stehen besonders bei zwei Vereinen die Zeichen auf Neustart: beim VER Selb und beim EV Landshut. Für beide Clubs sind die vergangenen Wochen alles andere als zufriedenstellend verlaufen. Die Wölfe sammelten nach dem Traumstart mit drei Siegen in den folgenden elf Spielen nur noch acht Punkte und dümpeln auf Platz sieben. Landshut kassierte in den vergangenen sieben Spielen fünf Niederlagen und ist auf Rang fünf abgerutscht. Das hatte man sich in Hochfranken und Niederbayern ganz anders vorgestellt. Einen Schritt aus dem Tief kann heute aber nur eine der beiden Mannschaften machen: Sie stehen sich um 20 Uhr in der Selber Netzsch-Arena nämlich direkt gegenüber.

Miglio nach Essen

Nicholas Miglio, der für den VER Selb in dieser Saison sieben Spiele bestritten hat, hat beim Nord-Oberligisten Moskitos Essen einen Try-Out-Vertrag unterzeichnet.

 

Nur die Beine hochlegen, war für die Wölfe-Cracks in der Deutschland-Cup-Pause natürlich nicht angesagt. In der vergangenen Woche wurde bis Donnerstag noch sehr intensiv trainiert, dann erst gab es drei freie Tage. Seit Montag stehen die Spieler wieder auf dem Eis. Viele kleine Spiele und noch mehr Torabschlüsse standen unter anderem auf dem Programm von Trainer Henry Thom. Ihm war vor allem auch wichtig, dass seine Spieler die Köpfe wieder freibekommen nach einer schwierigen Phase, in der doch einiges nicht so geklappt hat wie gewünscht. "Aber auch aus so schwierigen Phasen muss man lernen", erklärt Thom, der in den vergangenen Tagen viele Gespräche geführt hat und seine Mannschaft gut vorbereitet sieht für den heutigen Auftritt gegen den EV Landshut.

 

"Das Training war sehr gut. Auch die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist gut", betont der Coach. Zu den Maßnahmen, noch enger zusammenzurücken, gehörte auch ein gemeinsames Essen nach der Mittwochs-Einheit. Ein ganz besonderes Erlebnis hatte am Wochenende noch Ryan McDonough. Der Kanadier, der wegen einer gebrochenen Hand so lange pausieren musste und konditionell noch etwas Nachholbedarf hatte, ist zum zweiten Mal Vater geworden. "Das hat seine Frau gut gemacht", lobte der Trainer den Zeitpunkt der Geburt des Sohnemanns.

Und so dürfte nicht nur McDonough vor Tatendrang nur so strotzen nach der kleinen Verschnaufpause. Übrigens der letzten bis Saisonende. "Wir versuchen natürlich, gut zu starten", sagt Thom. Er verweist aber auf ein schwieriges Programm beim Re-Start: Nach der heutigen Partie gegen den EV Landshut wartet am Sonntag in Rosenheim schon der nächste Altmeister auf die Wölfe. Meckern über die hohen Hürden, die seine Mannschaft gleich vorgesetzt bekommt, will der VER-Coach freilich nicht. "Was Besseres kann eigentlich nicht passieren. Da ist man schnell wieder drin."

Mit der Zwischenbilanz zur Deutschland-Cup-Pause war auch der EV Landshut nicht zufrieden. "Wenn man nur zwei Tore am Wochenende erzielt, ist das einfach zu wenig", sagte der in die Kritik geratene EVL-Coach Axel Kammerer nach den Niederlagen gegen Regensburg (1:2) und in Höchstadt (1:2). Er nahm sein Team aber auch in Schutz. "Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die noch lernen muss. Dazu fehlen uns einige wichtige Spieler - und einige Führungskräfte bringen nicht die notwendige Leistung." Da gab es also durchaus die ein oder Parallele zum VER Selb. Zumindest zwei junge Spieler der Niederbayern haben am vergangenen Wochenende richtig Selbstvertrauen getankt: Alexander Ehl und Marco Baßler haben mit der deutschen U 20-Nationalmannschaft das Vier-Nationen-Turnier gegen die Schweiz, Slowakei und Norwegen gewonnen.

Am Sonntag (17 Uhr) gastieren die Wölfe dann beim Top-Favoriten schlechthin. Die Starbulls Rosenheim wollen mit aller Macht zurück in die DEL 2. Der ohnehin große und erfahrene Kader der Oberbayern hat Ende Oktober mit Robin Slanina von den Moskitos Essen noch einmal Verstärkung erhalten. Besonders das heimische Emilo-Stadion ist eine Festung - wenn auch keine gänzlich uneinnehmbare: Sechs Siegen steht eine Niederlage (1:3 gegen Riessersee) gegenüber. Und auch die Wölfe wissen, wie man in Rosenheim gewinnen kann: In der Meisterrunde der vergangenen Saison gab es nach einem 0:3-Rückstand noch einen 4:3-Sieg in der Verlängerung. Erneut so ein Streich und ein Sieg schon am Freitag - und es wäre wieder Friede, Freude, Eierkuchen in Selb. Bis auf Lukas Pozivil, der sich seit Mittwoch im Aufbautraining befindet und wieder nah dran ist am Team, steht der komplette Kader zur Verfügung.

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
15. 11. 2018
19:26 Uhr

Aktualisiert am:
15. 11. 2018
19:26 Uhr

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Essen Niederlagen und Schlappen Stechmücken Ver Selb e.V. Vereine Wölfe
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Andreas Pöhner

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15. 11. 2018
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15. 11. 2018
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