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VER Selb

Gollenbeck macht den Unterschied

Der Stürmer des Eishockey-Oberligisten VER Selb trifft beim 8:5 gegen Höchstadt gleich fünf Mal. Die knapp 1100 Fans sehen trotz des Sieges noch viel Leerlauf bei ihrem Team.



Der Mann des Abends: VER-Stürmer Erik Gollenbeck traf gleich fünf Mal gegen Höchstadt.	Foto: Mario Wiedel
Der Mann des Abends: VER-Stürmer Erik Gollenbeck traf gleich fünf Mal gegen Höchstadt. Foto: Mario Wiedel  

VER Selb: Deske (Kümpel) - Ondruschka, Silbermann, Müller, Fink, Böhringer, Kremer - Gare, Gollenbeck, Graaskamp, Moosberger, Hördler, Geigenmüller, Lüsch, Zimmermann, Schiener.

Schiedsrichter: Westhaus (Erfurt). - Zuschauer: 1058. - Tore: 7. Min. Lüsch (Hördler, Moosberger; 5-4) 1:0, 7. Min. Babinsky (M. Deske) 1:1, 10. Min. Petrak (Aab, Nedved; 5-4) 1:2, 16. Min. Gollenbeck (Gare, Graaskamp; 5-4) 2:2, 26. Min. Mikesz (Nedved) 2:3, 36. Min. Geigenmüller (Moosberger, Hördler) 3:3, 37. Min. Gollenbeck (Gare, Silbermann) 4:3, 39. Min. Gollenbeck (Graaskamp, Gare; 5-4) 5:3, 42. Min. Mikesz 5:4, 49. Min. Gollenbeck (Gare, Schiener) 6:4, 52. Min. Gollenbeck (Gare, Graaskamp; 5-4) 7:4, 54. Min. Aab (Cejka, Babinsky; 5-4) 7:5, 60. Min. Ondruschka (Kremer; Moosberger; eng) 8:5. - Strafminuten : Selb 20 + 10 für Müller, Höchstadt 22 + 10 für Nedved.

10.02.2019 - Selber Wölfe - Höchstadt Alligators 8:5 - Foto: Mario Wiedel

Selber Wölfe - Höchstadt Alligators 8:5 Selb
Selber Wölfe - Höchstadt Alligators 8:5 Selb
Selber Wölfe - Höchstadt Alligators 8:5 Selb
Selber Wölfe - Höchstadt Alligators 8:5 Selb
Selber Wölfe - Höchstadt Alligators 8:5 Selb
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Selber Wölfe - Höchstadt Alligators 8:5 Selb
Selber Wölfe - Höchstadt Alligators 8:5 Selb
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Selber Wölfe - Höchstadt Alligators 8:5 Selb
Selber Wölfe - Höchstadt Alligators 8:5 Selb
Selber Wölfe - Höchstadt Alligators 8:5 Selb

Das Spiel war torreich. Es war abwechslungsreich. Und es war erfolgreich aus Sicht der Wölfe. Aber dennoch gab es über weite Strecken viel Leerlauf. Es war keine einfache Eishockey-Kost, die den nur knapp 1100 Zuschauern am Sonntagabend in der Netzsch-Arena geboten wurde. Aber das war dem Gastgeber ziemlich egal. Für ihn zählte nach den beiden unakzeptablen Auftritten in Regensburg und Landshut mit 1:20-Toren und null Punkten nur ein Sieg gegen die seit Wochen kriselnden Gäste. "Das tut nach den letzten zwei Spielen natürlich gut", sagte VER-Trainer Henry Thom. "Wir wollten einen Schnitt machen nach den zwei Niederlagen. Ich bin glücklich, dass wir ein Zeichen gesetzt haben und froh, wie sich die Jungs eingesetzt haben.

Die Wölfe, die neben Kolb (verletzt) kurzfristig auch auf Topscorer McDonald (Magenprobleme und Fieber) verzichten mussten, starteten sehr engagiert und schwungvoll. Schiener hatte die erste gute Möglichkeit, schoss Torwart Schnierstein aber genau in die Arme. Knapp am Tor vorbei zielte Geigenmüller. Und auch Youngster Silbermann beteiligte sich am munteren Scheibenschießen auf das Tor der Gäste, fand aber ebenfalls in Schnierstein seinen Meister. Höchstadt, das in 15 ihrer 17 letzten Spiele als Verlierer vom Eis ging und erst einen Trainerwechsel hinter sich hat, kam in den ersten Minuten nicht einmal ernsthaft über die Mittellinie. Die Wölfe erspielten sich weiter eine Möglichkeit nach der anderen. Der Führungstreffer lag in der Luft. Aber erst in Überzahl klappte es durch Lüsch mit dem 1:0.

Noch in derselben Minute traf Babinsky aber zum Ausgleich. Plötzlich war es aber vorbei mit der Selber Herrlichkeit. Die Mittelfranken wurden nun mutiger, kamen in der neunten Minute zu einem Überzahlspiel - und gingen prompt mit 2:1 in Führung. Ein Gefühl, dass die Alligators seit Wochen nicht kannten. Die Wölfe wirkten sofort verunsichert und hätten sich fast noch den dritten Gegentreffer eingefangen, Seibel war aber alleine vor dem Selber Tor zu überrascht. Dafür schlug es nach 16 Minuten auf der Gegenseite ein. Über Gare und Graaskamp, der für McDonald in die erste Reihe rückte, kam die Scheibe zu Gollenbeck, der zum 2:2-Ausgleich traf. Und fast wäre dem VER noch das 3:2 vor der ersten Pause gelungen, auf Zuspiel von Schiener brachte Zimmermann die Scheibe aber aus aussichtsreicher Position nicht unter Kontrolle.

Die erste richtig dicke Möglichkeit im zweiten Spielabschnitt hatten wieder die Wölfe, Der von Graaskamp schön bediente Kremer verfehlte aber aus kurzer Distanz das Tor. Nicht besser machte das auf der Gegenseite Marvin Deske im Eins-gegen eins-Duell mit seinem Bruder Niklas zwischen den Selber Pfosten. In der 26. Minute gelang Höchstadt aber doch die erneute Führung. Nedveds Schuss wurde von Mikesz abgefälscht. Die Wölfe protestierten wohl Torraumabseits, der Schiedsrichter blieb aber bei seiner Entscheidung Tor. Die Partie blieb in der Folge auf arg überschaubarem Niveau - wenn man es gut meint mit beiden Teams. Grund zum Jubeln gab es für die Wölfe dennoch nach 36 Minuten. Schiedsrichter Westhaus drückte zunächst bei einem Foul an Moosberger beide Augen zu, ehe die Scheibe über Hördler zu Geigenmüller kam, der entschlossen abzog und zum Ausgleich traf. Nur 20 Sekunden später hatte Selb die Partie gedreht: Gollenbeck lenkte die Scheibe nach Gares Schuss zum 4:3 ins Netz. Und es kam noch besser für den VER. Nach Gares Zuspiel donnerte erneut Gollenbeck den Puck aus der Luft zum 5:3 in die Maschen. Das Selber Eishockey-Herz lachte nun wieder. Zumindest was den Spielstand betraf.

Im Schlussdrittel machten es die Hausherren wieder spannend. Die Defensive war nicht im Bilde, der Höchstadter Mikesz zog ab und VER-Verteidiger Fink lenkte die Scheibe unglücklich ins eigene Tor ab. Aufregendes passierte erst nach 47 Minuten wieder. Der Höchstadter Nedved fuhr Torwart Deske weit außerhalb seines Kastens um, Ondruschka und Müller kümmerten sich sofort "liebevoll" um den Übeltäter. Zwei Minuten später schlugen die Wölfe auch wieder in Form eines Tores zu. Zum vierten Mal war es Gollenbeck, der den HEC-Keeper überwand. Und weitere 180 Sekunden später stand Gollenbeck erneut goldrichtig - 7:4. Das sollte eigentlich die Entscheidung sein. Eigentlich. Höchstadt kam nämlich noch einmal heran auf 7:5. Mehr aber nicht. Mit einem empty-net-goal im dritten Versuch beseitigte Ondruschka endgültig alle Zweifel am Selber Sieg. Andreas Pöhner

VER Selb -

Höchstadter EC

 

8:5

 

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Veröffentlicht am:
10. 02. 2019
21:40 Uhr

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10. 02. 2019
21:40 Uhr



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