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VER Selb

Harte Arbeit, aber auch viel Spaß

Der Eishockey-Oberligist VER Selb ist seit einigen Tagen zurück auf dem Eis. Der Trainer ist zufrieden mit der Fitness seiner Spieler. Jetzt wartet Thom noch auf einen Stempel.



Die neuen Wölfe (von links) nach dem ersten Eistraining in Selb: Marius Schmidt, Kenny Turner (er wartet noch auf die deutsche Staatsbürgerschaft), Christoph Kabitzky, Trainer Henry Thom, Steven Bär, Richard Gelke und Maximilian Hirschberger.
Die neuen Wölfe (von links) nach dem ersten Eistraining in Selb: Marius Schmidt, Kenny Turner (er wartet noch auf die deutsche Staatsbürgerschaft), Christoph Kabitzky, Trainer Henry Thom, Steven Bär, Richard Gelke und Maximilian Hirschberger.   Foto: Alexander Potzel

Vorwerk, Wolfsbau, Netzsch-Arena: Die Heimat des VER Selb hat viele Namen. Seit vergangenem Samstag sind die Wölfe nach der vor allem für die Selber Fans viel zu langen Sommerpause - Anfang April hatte das letzte Spiel in Tilburg stattgefunden - zurück in ihrem Revier und bereiten sich auf dem Eis auf eine möglichst lange Spielzeit in der Oberliga vor. Nach den harten Wochen im Kraftraum oder auf der Laufbahn ist der Mannschaft die Freude, endlich wieder auf dem Eis zu stehen, sichtlich anzumerken. Auch Trainer Henry Thom, der den Sommer überwiegend in seiner Heimat am Timmendorfer Strand verbracht hat, wirkte am Dienstagabend richtig gut gelaunt beim Gesprächstermin mit der Frankenpost.

Der 49-Jährige ist sehr zufrieden mit dem, was er bei den ersten Trainingseinheiten von seiner neu zusammengestellten Mannschaft auf dem Eis gesehen hat. "Man sieht, dass die Jungs im Sommer alle fleißig waren. Sie machen einen fitten Eindruck." Auch die Integration der Neuzugänge scheint schnell gelungen. "Das war in diesem Jahr etwas einfacher, weil sich viele der Spieler vorher schon aus anderen Vereinen kannten", sagt Thom. "Jeder hilft sofort dem anderen. Das ist schön zu sehen." Ihren Teil dazu beigetragen hätten auch erste Teambuldingmaßnahmen, wie das Fußballspiel in Döhlau oder ein gemeinsamer Grillabend bei einem Sponsor nach dem ersten Eistraining. "Das sind Sachen, die unheimlich wichtig sind, um schnell zusammenzuwachsen."

Die mit harter Arbeit, aber auch mit viel Spaß angereicherten Trainingseinheiten sind bislang ziemlich genau nach den Vorstellungen des Trainers abgelaufen. "Wir haben zum Beispiel ein Drei-gegen-drei-Turnier gemacht. Das war richtig umkämpft. Es war schön zu beobachten, wie sich jeder Spieler reingeworfen hat und gewinnen wollte." Das Hauptaugenmerk der Trainingsarbeit in dieser Woche liege nun im taktischen Bereich. "Damit es am Wochenende bei unseren ersten Testspielen halbwegs organisiert ausschaut", schmunzelt Thom. "Und damit jeder weiß, was seine Reihenkollegen machen."

Im Kopf hat der Trainer natürlich bereits seine Ideen, wer mit wem harmonieren könnte. "Aber da ist noch nichts in Stein gemeißelt. Wir haben sehr variabel einsetzbare Spieler und werden sicher noch ein paar Mal wechseln im Training." Nur eines verrät Thom schon einmal: Die bereits in der vergangenen Saison perfekt harmonierenden Ian McDonald und Lanny Gare werden wohl weiter gemeinsam in der ersten Sturmreihe agieren.

Der Selber Trainer ist von seinem neuen Kader überzeugt - sofern diese positive Einschätzung nach den ersten Tagen bereits möglich ist. Ob vom Charakter oder von der Physis: Thom habe die Art von neuen Spielern bekommen, die er haben wollte. "Wir sind um einiges größer und stabiler geworden. Ich bin da eine etwas andere Richtung als in der vergangenen Saison gegangen", sagt Thom, der mit einem leicht abgespeckten Etat auf die Suche nach Verstärkungen gehen musste. "Aber das, was wir zur Verfügung hatten, haben wir gut angelegt."

Noch offen ist, ob nach Marius Schmidt, Christoph Kabitzky, Steven Bär, Richard Gelke und Talent Maximilian Hirschberger auch Kenny Turner einen Vertrag erhält. Der 24-Jährige, der erst in der vergangenen Woche den Sprung von Kanada nach Selb gewagt hat, wartet noch auf seine deutsche Staatsbürgerschaft. "Aber er wäre nicht hier, wenn wir nicht guter Dinge wären, dass es klappt", sagt Thom. "Es sieht gut aus, dass er den Stempel draufbekommt." Die Frage sei nur, wie lange es dauert.

Auf dem Eis hat Turner den VER-Coach schon überzeugt. "Er ist sehr flink auf den Beinen, hat gute Bewegungen, einen guten Schuss und ist technisch sehr gut. Und er bringt viel Energie mit. Alles, was mir über Kenny erzählt wurde, hat sich bewahrheitet. Er wird sich aber natürlich erst noch an die größere Eisfläche gewöhnen müssen." Von einem Vergleich mit Jared Mudryk, wie es der ein oder andere Fan in den sozialen Medien schon anstellt, will Henry Thom aber nichts hören. "Das ist vielleicht ein Wunschdenken von einigen Fans. Mit solch einem Vergleich macht man dem Jungen aber keinen Gefallen. Er möchte Kenny Turner sein."

Sehr positiv äußert sich der Wölfe-Coach über einen weiteren jungen Mann, der schon Mitte Januar aus dem US-amerikanischen Bundesstaat Wisconsin über den großen Teich ins Fichtelgebirge gekommen war: Charley Graaskamp. Der 23-Jährige besetzt auch heuer die zweite Kontingentstelle neben Ian McDonald. Thom ist optimistisch, dass Graaskamp das große Vertrauen rechtfertigt. "Charley ist in unheimlich gutem Zustand aus der Sommerpause zurück nach Selb gekommen. Man merkt, wie wichtig ihm ist, sich hier gut zu entwickeln. Er wird heuer noch mehr herausstechen. Wichtig ist mir auch, auf dieser Position jemanden hier zu haben, der den VER mag und liebt und alles versucht, den Verein nach vorne zu bringen. Das ist bei Charley so."

Lobend erwähnt der Wölfe-Coach auch die Kooperation mit den Bayreuth Tigers aus der DEL 2. Die Gespräche in den vergangenen Wochen seien toll gewesen, erzählt Thom. "Wir leben diese Kooperation und wollen uns gegenseitig helfen." Namen von jungen Tigers-Talenten, die eine Förderlizenz für den VER erhalten könnten, wollte der Selber Trainer noch nicht verraten vor den offiziellen Stellungnahmen der Vereine. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass neben Noah Nijenhuis, der in der Vorsaison schon für die Wölfe verteidigte, auch der 19-jährige Stürmer Tim Zimmermann - er kam vom Regensburger DNL-Team zurück nach Bayreuth - in Selb Spielpraxis sammeln könnte.

Keine großen Probleme sieht Thom in der durch die etwas spätere Eisaufbereitung bedingt relativ kurzen Vorbereitungszeit von vier Wochen mit nur fünf Testspielen. "Wenn ich zuvor schon zehn oder mehr Testspiele mache, wird man irgendwann spielmüde und abgenutzt. Aber die Jungs sollen ja auf das erste Punktspiel hungrig sein." Zunächst aber geht es am morgigen Freitag in den Ruhrpott, wo die ersten Tests in Herne (Freitag) und Essen (Samstag) auf dem Programm stehen.

 

Lesen Sie dazu auch: "Ich spiele ehrliches Eishockey" - das Frankenpost-Interview mit Richard Gelke >>>

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
04. 09. 2019
19:50 Uhr

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
04. 09. 2019
19:50 Uhr



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