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VER Selb

"Henry ist wie ein zweiter Papa für mich"

Dominik Kolb hat nach seiner Rückkehr zum VER Selb großen Anteil an den Siegen gegen Füssen und in Deggendorf. Der 23-Jährige fühlt sich gleich wieder heimisch.



Jubelt seit dem Wochenende wieder für die Wölfe: Dominik Kolb.	Foto: Mario Wiedel
Jubelt seit dem Wochenende wieder für die Wölfe: Dominik Kolb. Foto: Mario Wiedel  

Herr Kolb, Sie haben im Sommer den VER Selb verlassen, um in Bad Tölz DEL 2 zu spielen. Sind Sie jetzt etwa zurückgekehrt, um mit den Wölfen in die zweite Liga aufzusteigen?

(lacht) Das wäre natürlich schön. Aber soweit denke ich nicht, sondern nur von Spiel zu Spiel. Sonst macht man sich nur irgendwelche dummen Gedanken. Ich schaue erst gar nicht auf die Tabelle.

 

Wollen Sie uns wirklich weismachen, dass Sie nach dem Spiel nicht einen Blick auf die Tabelle werfen?

Ich bin wirklich so. Sonst würde ich nur das Rechnen anfangen. Das wäre totaler Schwachsinn.

 

Aber dass der VER auf Platz zwei steht, wissen Sie?

Ich habe es gehört, ja (lacht).

 

Ihr Vertrag in Selb läuft bis Saisonende. Wollen Sie danach nochmals den Sprung in die DEL 2 wagen?

Ich persönlich möchte versuchen, den Schritt nochmals zu machen, ja. Aber vielleicht gelingt ja der Sprung auch mit dem VER nach oben, was sich in Selb schon alle so lange wünschen. Wir werden sehen, was am Ende rauskommt.

 

Sollte es mit Selb nicht klappen, wäre dann Bad Tölz nochmals eine Option?

Nein. Mit meinem Heimatverein habe ich vorerst abgeschlossen.

 

Wie kam der Kontakt zum VER Selb überhaupt wieder zustande?

Ich habe mit Henry Thom (Trainer des VER; Anm. d. Red.) schon zu der Zeit ab und an telefoniert, als ich in Bad Tölz noch öfter gespielt habe. Henry ist wie ein zweiter Papa für mich. Irgendwann habe ich dann keine Eiszeiten mehr bekommen in Bad Tölz und mich unwohl gefühlt. Dann habe ich wieder mit Henry gesprochen. Ich wollte raus aus meinem Vertrag in Bad Tölz, und Selb hat eh nach einem Verteidiger gesucht. So hat das beiden Seiten gut in die Karten gespielt.

 

Wie empfanden Sie am Freitag den Empfang der Selber Anhänger vor und nach dem Spiel gegen den EV Füssen? Sie mussten ja noch zu einer Ehrenrunde...

Ich habe mich sehr darüber gefreut. Das ist für jeden Spieler schön, wenn er wieder so gut empfangen wird. Da fühlt man sich gleich wieder heimisch. Wobei ich ja solange nicht weg war.

 

Was ist Ihnen durch den Kopf geschossen, als Ihre Mannschaft gegen Füssen nach 17 Minuten mit 0:2 im Rückstand lag?

Ich kannte unsere Mannschaft ja schon aus dem Training in der vergangenen Woche. Wir haben genügend gute Spieler, die so ein Ding noch drehen können. Da habe ich mir keinen Kopf gemacht. Außerdem war das erste Drittel schon immer ein Selber-Wölfe-Konflikt. Ich war also ganz entspannt.

 

Am Sonntag in Deggendorf gab es dann erneut einen 4:3-Sieg nach Verlängerung - mit Ihnen als Schütze des entscheidenden Treffers. Wie haben Sie sich da gefühlt?

Zunächst zum Sieg: In Deggendorf musst du erst einmal gewinnen. Das waren zwei wichtige Punkte. Über mein Tor habe ich mich natürlich sehr gefreut. Auch über die beiden Vorlagen am Freitag gegen Füssen. Es ist schön, dass ich die Mannschaft gleich unterstützen konnte.

 

Haben Sie nach so kurzer Zeit das Gefühl, dass der Zusammenhalt im VER-Team in dieser Saison noch ausgprägter ist als in den vergangenen drei Jahren?

Ich bin ja erst eine Woche da. Aber die Mannschaft ist auf dem Eis und auch außerhalb wirklich wie eine richtige Familie. Jeder versteht sich mit jedem, wir haben brutal viel Spaß. Es spielt jeder für das Team und nicht für sich alleine.

 

Ist dieses Familiäre beim VER Selb vielleicht der große Unterschied zu den Tölzer Löwen?

Jeder Verein wird eben anders geführt. In Selb ist auf jeden Fall alles etwas entspannter. Ich möchte jetzt aber nicht öffentlich nachkarten. Das Thema ist für mich durch.

 

Bei den Wölfen haben sie an Ihrem ersten Wochenende zusammen mit Steven Bär ein Verteidiger-Pärchen gebildet. Wie hat es aus Ihrer Sicht funktioniert?

Es hat gleich auf Anhieb gepasst. Von Steven kann ich auch noch was lernen. Er hat ja lange genug in der DEL 2 gespielt.

 

Am Freitag steht das Derby in Weiden auf dem Programm. Sie haben nach einem Check im Vorjahr gegen Daniel Willaschek, der jetzt in Essen spielt, unter den Fans der Weidener nicht so viele Freunde, oder?

Das stimmt. Es läuft auch noch ein Verfahren. Der Spieler hat mich wegen Körperverletzung angezeigt und möchte Schmerzensgeld. Das Gespräch führte Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
05. 11. 2019
00:00 Uhr

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05. 11. 2019
00:00 Uhr



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