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VER Selb

Hinten drückt der Wölfe-Schuh

Der Eishockey-Oberligist VER Selb kassiert zu viele Gegentreffer. Am Freitag in Weiden und am Sonntag gegen die starken Eisbären Regensburg muss das Team die Defensive stärken.



Irgendwie weghalten vom eigenen Tor wollen die Wölfe am Sonntag die Spieler des Tabellenzweiten aus Regensburg - wie hier David Hördler (rechts) den Eisbären Felix Schwarz (links). Zur Unterstützung steht schon Mauriz Silbermann bereit. Zunächst aber muss der VER Selb heute nach Weiden.	Foto: Mario Wiedel
Irgendwie weghalten vom eigenen Tor wollen die Wölfe am Sonntag die Spieler des Tabellenzweiten aus Regensburg - wie hier David Hördler (rechts) den Eisbären Felix Schwarz (links). Zur Unterstützung steht schon Mauriz Silbermann bereit. Zunächst aber muss der VER Selb heute nach Weiden. Foto: Mario Wiedel  

Acht Spiele sind es noch, dann beginnen die Playoffs in der Eishockey-Oberliga. Bis dahin hat der VER Selb noch einiges zu tun. Vor allem im Abwehrverhalten. Insgesamt 37 Gegentore haben die Wölfe in den vergangenen sechs Spielen kassiert. Zu viel. Denn wer Spiele gewinnen will, muss nicht nur Tore schießen - immerhin 26 Mal traf der VER im selben Zeitraum -, sondern vor allem auch verhindern. "Wir arbeiten daran, dass wir wieder stabiler werden", verrät Thom, wo die Trainings-Schwerpunkte liegen. Er sah schon am Dienstagabend beim 3:6 bei Tabellenführer EC Peiting eine Verbesserung. "Da waren drei sehr unglückliche Gegentore dabei. Das kommt in solchen Phasen halt noch hinzu."

An diesem Wochenende warten auf die Wölfe wieder zwei sehr intensive Begegnungen gegen zwei Nachbarn aus der Oberpfalz. Am heutigen Freitag (20 Uhr) stehen die Thom-Schützlinge zum dritten Mal in dieser Saison beim EV Weiden auf dem Prüfstand, am Sonntag (18 Uhr) gastiert mit den Eisbären Regensburg der Tabellenzweite in der Netzsch-Arena. Die Bilanz verheißt für beide Spiele eigentlich nichts Gutes. In Weiden mussten sich die Wölfe zwei Mal knapp geschlagen geben, gegen Regensburg setzte es in dieser Saison schon drei Niederlagen, die nicht ganz so knapp ausfielen. Für Henry Thom ist das Schnee von gestern. Vor allem die beiden Auftritte in Weiden. "Das ist schon lange her."

Im dritten Anlauf soll nun heute Abend der erste Sieg gelingen in der sicher wieder gut besuchten Hans-Schröpf-Arena. Aber gerade gegen den VER werden die Blue Devils vor heimischer Kulisse wieder brennen. "Es sind immer sehr intensive Spiele", weiß Thom, der eine sehr aggressiv aus der Kabine kommende Weidener Mannschaft erwartet. "Die verändert aber während dem Spiel ihre Taktik, spielt dann defensiver und versucht das Tempo zu variieren." Besonders warnt Thom auch vor der Konterstärke der Hausherren. "Da müssen wir nah dran sein am Mann." Personell hatte der Selber Trainer bis zum frühen Donnerstagabend keine Problemkinder. Und das sollte sich möglichst auch nach dem Abschlusstraining nicht ändern. "Ich werde die Jungs alle in Watte packen", grinste Thom vor dem Weg zur letzten Übungseinheit.

Die Eisbären Regensburg, die am Sonntag in Selb antreten, zählen zu den Überraschungen der laufenden Serie. "Es läuft dort alles. Die haben ein gutes Selbstbewusstsein", sagt VER-Coach Thom. Er erinnert sich natürlich nur ungern an den jüngsten Auftritt in Regensburg zurück. "Wenn die ins Rollen kommen, ist das wie eine Lawine." Seine Mannschaft müsse vor allem in den ersten 20 Minuten dagegenhalten, sich gut aus dem eigenen Drittel befreien und die sich bietenden Chancen nutzen. "Wir dürfen die Lawine nicht rollen lassen und müssen die Regensburger zum Nachdenken bringen", sagt Thom. Wie kurz vor Weihnachten, als den Wölfen in der Netzsch-Arena ein 4:3-Sieg gelang.

Der Selber Trainer sieht einen Grund für die starke Saison der Oberpfälzer darin, dass kaum Spieler über einen längeren Zeitraum verletzt ausgefallen sind. So könnten die jungen Eisbären durchwegs mit vier Reihen auflaufen und viel Druck ausüben. "Es gibt nicht viel auszusetzen", sagte auch Christian Sommerer, der Regensburger Geschäftsführer, dem niederbayerischen Internetportal "Idowa", über die bisherige Saison. Dass sich der EC Peiting mittlerweile wieder Platz eins geschnappt hat, sieht man bei den Eisbären nicht weiter tragisch. "Man muss ja sehen, dass wir eine sehr junge Mannschaft haben, die sich noch entwickelt." Dass der Wunsch da ist, am Ende die Oberliga-Tabelle wieder anzuführen, ist klar. "Aber wenn wir es nicht schaffen, dann wird auch niemand böse sein", sagt Sommerer. Von den insgesamt zehn Neuzugängen sei außer Kontingentstürmer Richard Divis schließlich kein Spieler älter als 23 gewesen. Dazu bekamen auch die vielen Talente aus dem DNL-Nachwuchs der Eisbären ihre Chance. Sechs Eigengewächse debütierten in dieser Saison schon in der Oberliga. Trainer Igor Pavlov wolle unbedingt mit jungen Spielern arbeiten, verrät der Regensburger Geschäftsführer. "Junge Spieler können zum einen schnell regenerieren, sie sind aber vor allem willig und wollen dahin, wo auch wir als Verein hinwollen." Und wo genau der Verein hinwill, ist seit Jahren bekannt: in die zweite Bundesliga. "Das wäre ein wichtiger Schritt nach vorne. Das könnte dem gesamten Standort inklusive Nachwuchs einen Schub geben", sagt Sommerer, der bereits mit 15 Spielern des aktuellen Kaders für die neue Saison verlängert hat.

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
15. 02. 2019
00:00 Uhr

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Andreas Pöhner

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15. 02. 2019
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