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VER Selb

Ian McDonald erlöst die Wölfe

Der Eishockey-Oberligist VER Selb feiert im Kampf um die Playoffs einen wichtigen Sieg gegen den EV Weiden. Die Fans müssen bis zur 64. Minute um die zwei Punkte zittern.



Selber Wölfe - Blue Devils Weiden Der Selber Siegtorschütze Ian McDonald (blaues Trikot) scheitert hier am starken Weidener Torwart Jonas Neffin, der seiner Mannschaft in der regulären Spielzeit den einen Punkt rettete.	Foto: Mario Wiedel
Der Selber Siegtorschütze Ian McDonald (blaues Trikot) scheitert hier am starken Weidener Torwart Jonas Neffin, der seiner Mannschaft in der regulären Spielzeit den einen Punkt rettete. Foto: Mario Wiedel   Foto: Mario Wiedel

VER Selb: Deske (Mnich) - Ondruschka, Müller, Bär, Kolb, Kremer, Böhringer, Silbermann - Gare, Pisarik, McDonald, Schmidt, Kabitzky, T. Zimmermann, Schiener, Hirschberger, Klughardt, Turner.

Familientag

Am Faschingssonntag, 23. Februar, veranstaltet der VER Selb wieder einen Familientag in der Netzsch-Arena. Gegner an diesem Tag, bei dem vor allem die kleinen Wölfe-Fans im Vordergrund stehen, ist mit dem EV Lindau ein weiterer Kontrahent im Kampf um einen Playoff-Platz. Das Spiel beginnt bereits um 16 Uhr. Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt.

EV Weiden: Neffin (Filimonow) - Hadamczik, Schusser, Noe, Herbst, , Schreyer, Bäumler - Heinisch, Rubes, Knotek, Pronath, Geisberger, Klein, Kirchberger, Habermann, Wolf, Maschke, Arlt.

Schiedsrichter: Ratz (Hannover). - Zuschauer: 1816. - Tore: 5. Min. Knotek (Rubes, Heinisch; 5-4) 0:1, 7. Min. Pisarik (Ondruschka, Gare) 1:1, 28. Min. Gare (Müller, Klughardt) 2:1, 31. Min. Knotek (Rubes, Heinisch) 2:2, 64. Min. McDonald (Pisarik, Ondruschka; 3-3) 3:2. - Strafminuten: Selb 6 + 10 für Müller, Weiden 2.

Das war nichts für schwache Nerven. Bis zur vierten Minute der Verlängerung dauerte es, ehe Ian McDonald die Wölfe zum im Kampf um die Playoffs so extrem wichtigen 3:2-Sieg gegen die Blue Devils Weiden schoss. Die zwei Punkte wanderten hochverdient aufs Konto des VER, der das Spiel über weite Strecken bestimmte, aber ein ums andere Mal an der eigenen Abschlussschwäche oder an Gäste-Keeper Jonas Neffin scheiterte. "Er hat uns lange das Leben gerettet", lobte auch Weidens Trainer Ken Latta seinen jungen Keeper. Wölfe-Trainer Herbert Hohenberger genoss nach drei Niederlagen den ersten Sieg unter seiner Regie und zog den Hut vor seiner Mannschaft. "Die Jungs haben gefightet und alles gegeben.Wir können jetzt mal etwas durchatmen. Das tut gut." Weil der EV Lindau sein Heimspiel gegen Rosenheim mit 4:7 in den Sand setzte, beträgt der Vorsprung der Wölfe auf Platz neun und zehn nun wieder drei Punkte. Ein Ruhekissen ist das aber beileibe noch nicht.

14.02.2020 - Selber Wölfe - Blue Devils Weiden - Foto: Mario Wiedel

Selber Wölfe - Blue Devils Weiden
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Selber Wölfe - Blue Devils Weiden
Selber Wölfe - Blue Devils Weiden
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Selber Wölfe - Blue Devils Weiden
Selber Wölfe - Blue Devils Weiden
Selber Wölfe - Blue Devils Weiden
Selber Wölfe - Blue Devils Weiden

Beide Mannschaften hatten von Beginn an zu verstehen gegeben, sich der Bedeutung des Derbys bewusst zu sein. Sie warfen alles rein, kämpften um jeden Puck und jeden Zentimeter auf dem Eis - und doch blieb das so wichtige Spiel außerordentlich fair. Die knapp 1900 Zuschauer mussten nicht lange auf die ersten Möglichkeiten warten. Bereits nach 25 Sekunden hatte Heinisch für die Gäste die Führung auf dem Schläger, scheiterte aber am aufmerksamen Torwart Deske. Auf der Gegenseite versuchte sich Pisarik nach 50 Sekunden mit einem Bauerntrick. Auch mit Strafzeiten hatten es beide Teams eilig. Gerade einmal 93 Sekunden waren gespielt, als Klein die Weidener Strafbank drücken musste. Weitere 87 Sekunden später folgte ihm Schmidt (VER). Die nach Kleins Rückkehr auf das Eis verbleibende halbe Minute Powerplay reichte Weiden zur Führung. Nach einer Breakchance für McDonald konterten die Oberpfälzer die Wölfe klassisch aus über Heinisch, Rubes und Knotek, der Deske keine Chance ließ. Fast postwendend hatte Schiener den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte aber an Torwart Neffin. Der war nach sieben Minuten dann aber geschlagen. Ondruschka zog ab, die Scheibe wurde von Pisarik abgefälscht - und landete im Netz.

Die Wölfe hatten nun deutliche Vorteile. Zunächst rettete Neffin noch gegen McDonald, in der elften Minute war der Weidener Keeper aber das zweite Mal geschlagen. Dumm nur aus Sicht der Hausherren: Schiedsrichter Ratz hatte bei Gares vermeintlichem 2:1 ein Torraumabseits von Pisarik erkannt. In der Folge hatten beide Mannschaften noch Möglichkeiten zur Führung, Deske rettete akrobatisch gegen den Weidener Topscorer Rubes, auf der Gegenseite war Neffin gegen Schmidt auf dem Posten. Ein, zwei Sekunden zu früh kam dann die Pausensirene für VER-Stürmer Pisarik, der alleine auf dem Weg in Richtung Neffin war.

Auch die erste gute Möglichkeit im zweiten Drittel hatten die Wölfe, McDonald blieb aber nur zweiter Sieger gegen Neffin, der mit seinen 19 Jahren eine starke und erstaunlich abgeklärte Leistung ablieferte. Die Hausherren blieben am Drücker, deckten den Weidener Keeper weiter mit Schüssen ein. Das Bollwerk der Gäste, die kaum noch aus dem eigenen Drittel kamen, hielt aber. Bis zur 28. Minute. Müller legte ab, Gare zog ab - und es stand die längst fällige, hoch verdiente Selber Führung an der Anzeigetafel. Zwei Minuten später mischte sich Schiedsrichter Ratz ins Spielgeschehen mit ein und schickte Wölfe-Verteidiger Müller für zwei plus zehn Minuten auf die Strafbank. Und gerade als die zwei Minuten in Unterzahl für Selb abgelaufen waren, schlugen die Gäste in Person von Knotek zu. In den Schlussminuten des zweiten Drittels erspielten sich die Gäste ein leichtes Übergewicht - auch an Chancen. Die beste Möglichkeit zur Führung bot sich aber 50 Sekunden vor der zweiten Sirene den Hausherren. Der sehr auffällige Kolb ging auf und davon, brachte die Scheibe aber nicht an Neffin vorbei.

Die Frage vor dem Schlussdrittel war: Welches Team würde die größeren Kraftreserven haben nach 40 zwar spielerisch nicht hochklassigen, aber sehr intensiven Minuten? Mit mehr Elan kamen die Wölfe aus der zweiten Pause zurück aufs Eis. Den Hohenberger-Schützlingen war der unbedingte Wille, drei Punkte einzufahren, förmlich aus den Gesichtern abzulesen. Sie schnürten die Blue Devils fast die gesamten letzten 20 Minuten im eigenen Drittel ein, hatten zahlreiche Möglichkeiten - nur die Scheibe wollte einfach nicht ins Tor. Es ging in die Verlängerung. Auch dort hatten die Wölfe die besseren Chancen. Kabitzky und Pisarik scheiterten an Neffin, ehe McDonald 77 Sekunden vor dem Penaltyschießen die Selber Fans erlöste und den wichtigen zweiten Punkt sicherte. 

 

Autor

Andreas Pöhner
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Veröffentlicht am:
14. 02. 2020
23:12 Uhr

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
14. 02. 2020
23:12 Uhr



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