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VER Selb

"Ich spiele ehrliches Eishockey"

Richard Gelke ist aus der DEL 2 von den Heilbronner Falken zum VER Selb gewechselt. Der 27-Jährige scheut sich auch vor der Drecksarbeit nicht.



Interview: mit Richard Gelke, Neuzugang des VER Selb
Interview: mit Richard Gelke, Neuzugang des VER Selb  

Herr Gelke, wie ist Ihr erster Eindruck von der Stadt Selb?

Zur Person

Richard Gelke ist am 19. Mai 1992 in Reutlingen geboren. Der 1,.88 Meter große und gut 100 Kilogramm schwere Stürmer begann seine Karriere in der Nachwuchsabteilung des ES Weißwasser, ehe sich in der DNL die Stationen Eisbären Juniors Berlin und Jungadler Mannheim anschlossen. Nach drei gewonnenen DNL-Meistertiteln gab Gelke während der Saison 2010/11 sein DEL-Debüt bei den Adler Mannheim. In der Saison 2013/14 folgten im Trikot der Schwenninger Wild Wings weitere 31 Einsätze in Deutschlands Eliteliga. Den Großteil seiner Karriere als Profi verbrachte Gelke aber in der DEL2, wo er 227 Pflichtspiele bestritt.

Die zwei Wochen, in denen ich hier bin, waren sehr intensiv. Von der Stadt habe ich bis auf eine kleine Durchfahrt noch nicht viel gesehen.

 

 

Warum hat es Sie als 27-Jährigen nach 227 DEL 2-Spielen überhaupt zum VER Selb verschlagen?

Durch die U 23-Regelung wechseln immer mehr gestandene Spieler von der DEL in die DEL 2 - und im Durchlauf dann von der zweiten Liga in die Oberliga. Bei mir ist es aber auch so, dass ich mehr Verantwortung übernehmen und wieder mehr Eiszeit bekommen und den nächsten Schritt gehen möchte.

 

Kannten Sie Spieler des VER bereits persönlich?

Ja. Mit Niklas Deske habe ich bei den Jungadlern Mannheim und eine zeitlang auch bei den Adlern zusammengespielt. Mit Lanny Gare war ich gemeinsam in Frankfurt. Auch mit Marius Schmidt, Christoph Kabitzky und Steven Bär, die im Sommer ja ebenfalls nach Selb gewechselt sind, habe ich lange zusammengespielt. Man kennt sich im Eishockey ja ohnehin, aber das hat es auf jeden Fall noch einmal erleichtert.

 

Waren Sie zuvor schon einmal in Selb auf dem Eis gestanden?

Ja, mit den Frankfurt Löwen in der DEL 2-Aufstiegsrunde.

 

Das war 2014. Die Wölfe blieben in der Aufstiegsrunde damals ohne Punktgewinn.

Das weiß ich gar nicht mehr (lacht). Aber ich war sehr überrascht über die gute Stimmung hier in Selb. Das hat schon Spaß gemacht.

 

Wie sind Ihre ersten Eindrücke von der Mannschaft?

Von der Mannschaft habe ich einen sehr positiven Eindruck. Die Jungs sind sehr fleißig und haben mich super aufgenommen. Wir arbeiten sehr akribisch und konzentriert. Wichtig ist, dass die Mannschaft zusammenhält und ein verschworener Haufen wird. Da sind wir auf dem besten Weg dazu.

 

Können Sie uns auch über Trainer Henry Thom schon etwas erzählen?

Der Trainer war auch ein Grund, dass ich mich für Selb entschieden habe. Von allen, mit denen ich über Henry Thom geredet habe, bekam ich nur positives Feedback. Ich hatte mehrere Angebote. Aber nach dem Telefonat mit Henry hatte ich das beste Gefühl.

 

Wie schätzen Sie die Oberliga ein?

Ich finde, die Oberliga wird immer stärker. Viele Teams sind sehr stark und ausgeglichen. Da kommt es auf Kleinigkeiten an. Ich sehe den Wechsel in die Oberliga auch nicht als Schritt zurück.

 

Wie würden Sie die Art Ihres Eishockeys beschreiben?

Ehrlich auf jeden Fall. Ich versuche den Körper reinzubringen in den Ecken und die Scheiben zu erobern. Natürlich werde ich, auf gut Deutsch gesagt, auch einfach die Drecksarbeit machen. Ich werde alles tun, um der Mannschaft zu helfen.

 

Sie waren sechs Jahre in Heilbronn und sind dort zum Publikumsliebling gereift. Wie hat sich das entwickelt?

Ich habe in Heilbronn viele Höhen und Tiefen mitgemacht und bin dem Verein auch in schwierigen Zeiten treu geblieben. Ich habe auch viele Freunde und Bekannte kennengelernt. Und meine Spielart hat natürlich auch dazu beigetragen.

 

VER-Kapitän Florian Ondruschka zeigte sich schon nach dem ersten Training beeindruckt von Ihrer Wucht, die Sie auf das Eis bringen. Ist Ihre Größe auch Ihr Kapital?

Ja, auf jeden Fall. Im letzten Jahr habe ich den Körper etwas zu wenig eingesetzt. Es war eine durchwachsene Saison für Heilbronn und mich selbst. Jetzt im Sommer habe ich viel daran gearbeitet, um stabil und topfit in die neue Saison zu kommen und diese Komponente wieder schlau einzusetzen. Ob vor dem Tor oder um Räume zu schaffen.

 

Wie empfinden Sie die Stimmung im Selber Lager allgemein nach den ersten Tagen?

Ich finde, wir haben schon super Sachen gemacht. Froh bin ich, dass wir das Fußballspiel alle überlebt haben. Das ist überhaupt nicht meine Sportart. Aber ich denke, wir haben uns souverän geschlagen. Dieser erste Tag hat uns gleich etwas zusammengeschweißt. Geil war auch, dass wir bei einem Sponsor zum Grillabend eingeladen wurden. Auch der Besuch des Sponsorenabends war spannend. Da habe ich gleich einige neue Gesichter kennengelernt. Das war schon top bisher.

 

Am Wochenende stehen die ersten Testspiele in Herne und Essen an. Wie groß ist bei Ihnen die Vorfreude?

Es ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man sagt, es kann endlich losgehen. Wir sind alle heiß darauf. Aber man darf die Spiele nicht überbewerten, egal, wie sie ausgehen. Testspiele sind rein dazu da, in den Spielrythmus zu finden und mit den vielen neuen Jungs etwas auszuprobieren. Es ist Vorbereitung, nicht mehr und nicht weniger. 

Lesen Sie dazu auch: "Harte Arbeit, aber auch viel Spaß" - die Selber Wölfe zurück in ihrem Revier >>>

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
05. 09. 2019
00:00 Uhr

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Andreas Pöhner

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05. 09. 2019
00:00 Uhr



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