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"Keine Luftschlösser bauen"

Thomas Manzei, der zweite Vorsitzende des VER Selb, zieht im Frankenpost - Interview ein erstes Fazit. Er lobt das Team, will sich aber von Tabellenplatz drei nicht blenden lassen.



Interview: mit Thomas Manzei, zweiter Vorsitzender des VER Selb
Interview: mit Thomas Manzei, zweiter Vorsitzender des VER Selb   » zu den Bildern

14 von 32 Spieltagen der Hauptrunde sind bereits absolviert. Wie fällt angesichts von 25 Punkten und Tabellenplatz drei Ihre Zwischenbilanz aus, Herr Manzei?

Es ist eine sehr positive Momentaufnahme. Die Mannschaft hat sich nach den von mir erwarteten Anfangsproblemen sehr gut gefangen und präsentiert sich als Einheit. Aber die Saison ist noch sehr jung. Und auch wenn unser Team großes Potenzial hat: Wir sollten jetzt keine Luftschlösser bauen.

 

Aber ein bisschen träumen von einem Platz unter den Top-Vier und dem Playoff-Heimrecht könnte man ja, nachdem es vor der jüngsten Niederlage in Weiden zehn Siege aus elf Spielen gab, oder?

Wir haben uns als Saisonziel das Erreichen der Playoffs vorgenommen, und daran halten wir auch fest. Jeder Punkt und jeder Sieg hilft uns da weiter. Ich hoffe, dass unsere Mannschaft weiter dieses Eishockey spielt, dann ist einiges drin. Aber erst wollen wir unser Ziel erreichen.

Die Experten der Fachzeitschrift "Eishockey News" haben dem VER vor der Saison nicht viel zugetraut...

Die lagen mit ihren Prognosen schon in den vergangenen Jahren nicht so gut bei uns. Vielleicht sind sie ja ein wenig zu weit weg vom VER Selb. Wir sind dort ohnehin auch nicht so vertreten, wie wir uns das wünschen würden.

 

Die Luft da oben schmeckt doch sicherlich nicht schlecht, oder?

Der Tabellenplatz liest sich gut, ist aber vielleicht auch ein bisschen trügerisch. Die Mannschaften liegen in der Tabelle so eng beieinander, jeder kann jeden schlagen. Zwei schlechte Wochenenden, und du bist schon wieder im unteren Drittel. Das macht es aber auch interessant und verlangt den Spielern immer alles ab. Es ist eine ganz tolle Liga.

 

Ein Sieg am vergangenen Freitag in Weiden, und der VER wäre in der kurzen Länderspielpause sogar Spitzenreiter gewesen. Wie sehr trauern Sie diesem verpassten Sprung nach ganz oben hinterher?

Auch das wäre nur eine Momentaufnahme gewesen. Aber man hat gesehen, dass man immer eine Topleistung zeigen muss. Sonst gewinnst du nicht. Dass diese Liga so ausgeglichen ist, hätte ich nicht erwartet. Bis auf das 9:0 von Rosenheim gegen Füssen gab es fast nur enge Ergebnisse. Es gibt eine Leistungsdichte wie noch nie.

 

Trainer Henry Thom hat kürzlich gesagt, dass die große Stärke der Wölfe-Truppe die tolle Team-Chemie ist. Sehen Sie das ähnlich?

Das kann ich tatsächlich nur bestätigen. Jeder stellt sich in den Dienst der Mannschaft und geht auf dem Eis dorthin, wo es wehtut. Die Jungs bauen sich gegenseitig auf und bügeln Fehler des anderen aus. Der Teamgeist ist heuer wirklich außergewöhnlich. Da sind keine Egos dabei.

 

War dieser Zusammenhalt nach einem erneuten Umbruch so schnell zu erwarten?

Diesen Teamgeist gab es meiner Meinung nach zuletzt vor zwei Jahren in den Playoffs gegen Deggendorf oder auch in der vergangenen Saison gegen die Hannover Indians. Das hat sich über die gesamte Saison so entwickelt. Aber für diesen frühen Zeitpunkt der Saison ist die Mannschaft schon wahnsinnig weit.

 

Wozu sicher auch die Neuzugänge ihren Teil beitragen?

Ja, die passen komplett. Es sind wirklich totale Teamplayer.

 

Auch die jungen Spieler, wie zum Beispiel Heimkehrer Maximilian Hirschberger oder Lukas Klughardt in der dritten Reihe, haben mit ihrer rotzfrechen Spielweise die Herzen der Zuschauer heuer schnell erobert.

Das stimmt. Die rennen, kämpfen und sind auch defensiv sehr stark. Das alles macht Lust auf mehr und richtig Spaß zuzuschauen. Ich bin schon lange nicht mehr so gerne auf Spiele gegangen, wie jetzt. Da kommt viel Energie vom Eis auf die Ränge - und von dort wieder zurück.

 

Im Schnitt besuchten in dieser Saison bislang 1600 Zuschauer die Heimspiele. Sind Sie damit zufrieden?

Da kann man zufrieden sein, ja. Die Mannschaft hat sich das auch verdient, wenn man sieht, wie unsere Physios nach den Spielen Höchstleistungen in der Kabine bringen müssen. Der Zuspruch freut mich für die Mannschaft. Das Gespräch führte Andreas Pöhner

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13. 11. 2019
00:00 Uhr

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