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VER Selb

Keine Punkte, neue Verletzte

Der Eishockey-Oberligist VER Selb hält bei den Eisbären Regensburg lange gut mit. Am Ende aber entscheidet die Frische und Kaltschnäuzigkeit des Spitzenreiters die Partie.



Die Chancen waren da für die Wölfe, beim Tabellenführer zu punkten. Hier scheitert Achim Moosberger (weißes Trikot) an Torwart Peter Holmgren. Foto: Mario Wiedel
Die Chancen waren da für die Wölfe, beim Tabellenführer zu punkten. Hier scheitert Achim Moosberger (weißes Trikot) an Torwart Peter Holmgren. Foto: Mario Wiedel  

VER Selb: Deske (Kümpel) - Ondruschka, Veisert, Nijenhuis, Kolb, Müller, Kremer, Silbermann - McDonald, Gare, Gollenbeck, Moosberger, Lüsch, Geigenmüller, Schiener, Hördler, Klughardt.

Schiedsrichter: Votler (Stuttgart). - Zuschauer: 2708. - Tore: 10. Min. Flache (Keresztury, Ontl) 1:0, 35. Min. Lüsch (Moosberger, Geigenmüller) 1:1, 36. Min. Keresztury (Ontl) 2:1, 44. Min. Heider (Divis, Herrmann; 5-3) 3:1, 46. Min. Böhm (Keresztury, Weber) 4:1. - Strafminuten: Regensburg 6 + 5 + Spieldauer für Gajovsky, Selb 18.

Das Verletzungspech reißt nicht ab beim VER Selb. Nachdem für Ryan McDonough und Lukas Pozivil die Saison bereits beendet ist, und auch Ben Böhringer noch zwei bis drei Wochen pausieren muss, erwischte es am Freitagabend in Regensburg zwei weitere Spieler: Noah Nijenhuis krachte nach einem leichten Check von Gajovsky mit dem Kopf in die Bande und musste zur Untersuchung ins Krankenhaus gefahren werden. Kurz vor Ende der Partie sorgte noch ein völlig unnötiger Check von Weber gegen den Kopf von VER-Youngster Klughardt, der benommen vom Eis geführt werden musste, für Aufregung und Ärger im Lager der Wölfe. Etwas in den Hintergrund geriet da selbst die am Ende doch deutliche Niederlage beim Tabellenführer.

04.01.2019 - Eisbären Regensburg - Selber Wölfe 4:1 - Foto: Mario Wiedel

Eisbären Regensburg - Selber Wölfe 4:1
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Vor allem die ersten Minuten wollte der VER gut überstehen gegen die mit vier kompletten Reihen anrennenden Hausherren, die in den beiden vergangenen Spielen gegen Waldkraiburg und Weiden jeweils neun Mal ins Netz trafen. Die Gäste gerieten auch schnell unter Druck, aber ein gut aufgelegter Torwart Deske und eine Portion Glück verhinderten eine frühe Regensburger Führung. Auch ein erstes Powerplay der Eisbären überstand der VER schadlos, hatte durch Gare sogar eine dicke Möglichkeit, selbst in Führung zu gehen. Nach zehn Minuten schlug der Puck dann aber doch im Selber Gehäuse ein. Und fast auf dem Fuß folgte eine weitere Strafzeit für die Wölfe, die in Unterzahl ihre Sache aber wieder gut machten. Eine nächste kleine Selber Möglichkeit hatte nach 14 Minuten Schiener, dessen Schuss Eisbären-Keeper Holmgren aber ohne große Probleme parierte.

Dann kam die Schrecksekunde für die Wölfe mit der Verletzung von Nijenhuis. Nicht mehr weiter ging es ab diesem Zeitpunkt auch für den Regensburger Topscorer. Gajovsky bekam, auch wenn ihm keine Absicht zu unterstellen war, eine Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt. Fünf Minuten Überzahl also für den VER, der durch McDonald und Moosberger zu guten Schussmöglichkeiten, aber keinen Treffer kam. "In Regensburg muss man seine Chancen eben nutzen. Da bekommt man nicht viele", bilanzierte der Selber Coach nach dem Spiel bei der Euroherz-Eiszeit. "Regensburg war effizienter."

Im Mittelabschnitt hielten die Wölfe weiter sehr gut dagegen. Gefahr drohte nur bei zwei weiteren Strafzeiten, doch die Selber Unterzahl-Formationen ließen kaum etwas zu. Und fast wäre den Gästen zu Viert durch einen Konter über McDonald und Gare sogar der Ausgleich gelungen. Den hoben sich die Wölfe bis zur 35. Minute auf. Lüsch machte sich auf und davon und drosch die Scheibe in den Winkel. Das 1:1 war zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient.

Nur hatte der Spielstand nicht lange Bestand. Nur 74 Sekunden nach dem Selber Treffer war die VER-Defensive kurz unsortiert, und Keresztury traf zur erneuten Regensburger Führung. Kurz vor der zweiten Pause hatte Gare die Riesenmöglichkeit, wieder den Gleichstand herzustellen, er legte sich die Scheibe aber etwas zu weit vor und scheiterte dann an Holmgren. Aber noch durften die Wölfe auf eine Überraschung hoffen.

Der Tabellenführer drückte zu Beginn des Schlussdrittels aber wieder gewaltig aufs Tempo - und kam nach 43 Minuten zu einer doppelte Überzahl. Kremer und Schiener mussten gemeinsam in die Kühlbox, und 16 Sekunden vor Ablauf der beiden Strafzeiten schlenzte Heider die Scheibe zum 3:1 in den Winkel. Nur zwei Minuten später gelang Böhm per Bauerntrick die Vorentscheidung für die Eisbären, die jetzt auch vom Kräfteverschleiß der zu oft in Unterzahl agierenden Selber profitierten.

Mund abwischen und neue Kräfte sammeln für Sonntag, muss die Devise lauten. Dann kommt es um 18 Uhr in der Netzsch-Arena zum vierten Aufeinandertreffen dieser Saison mit dem EV Weiden, der am Freitagabend wieder drei Punkte davongezogen ist. Noch warten die Wölfe auf den ersten Derbysieg. . red

 

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Veröffentlicht am:
04. 01. 2019
23:04 Uhr

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