Lade Login-Box.
Topthemen: KinderfilmfestAutonomes Fahren in OberfrankenBilder vom WochenendeBlitzerwarner

VER Selb

Klughardt lässt die Wölfe jubeln

Der Youngster trifft in einem packenden Spiel zum 4:3-Sieg gegen Rosenheim. Jetzt klopft der VER Selb in der Oberliga-Meisterrunde sogar schon wieder an Platz sieben an.



Riesengroß war die Freude nach dem späten 4:3-Siegtreffer bei Youngster Lukas Klughardt (links) und Pavel Pisarik.	Foto: Mario Wiedel
Riesengroß war die Freude nach dem späten 4:3-Siegtreffer bei Youngster Lukas Klughardt (links) und Pavel Pisarik. Foto: Mario Wiedel  

VER Selb: Deske (Mechel) - Ondruschka, Silbermann, Müller, Kolb, Böhringer, Kremer - Gare, Pisarik, McDonald, Gelke, Schmidt, Kabitzky, Schiener, Hirschberger, Klughardt, Turner.

Starbulls Rosenheim: Steinhauer (7. Endres) - Draxinger, Reiter, Vollmayer, Bergmann, Linden, Heidenreich, Enk - Zick, Baindl, Höller, Fröhlich, Mitchell, Slezak, Henriquez, Litesov, Bucheli, Wellhausen.

Schiedsrichter: Salewski (Berlin). - Zuschauer: 1364. - Tore: 17. Min. McDonald (Pisarik, Gare; 4-5) 1:0, 24. Min. Höller (Zick, Draxinger) 1:1, 30. Min. Gelke (Kolb, McDonald) 2:1, 32. Min. Bucheli Höller, Draxinger) 2:2, 38. Min. Gelke (McDonald, Gare) 3:2, 49. Min. Henriquez (Reiter; 4-5) 3:3, 55. Min. Klughardt (Gare, Pisarik) 4:3. - Strafminuten: Selb 4, Rosenheim 8.

Es geht weiter aufwärts: Der VER Selb hat nach dem Sieg in Weiden auch seine erste Heimaufgabe der Oberliga-Meisterrunde erfolgreich gelöst. Gegen den hoch eingeschätzten Tabellendritten Starbulls Rosenheim setzten sich die Thom-Schützlinge nach einer packenden Partie mit 4:3 durch. Im Hauen und Stechen um eine bessere Ausgangsposition für die nach der Meisterrunde anstehenden Playoffs kommen die Wölfe schön langsam sogar schon wieder in Reichweite von Platz sieben.

Die Trainer zollten den beiden Mannschaften unisono ihren Respekt. "Dieser große Kampf war aller Ehren wert nach zehn Spielen in 23 Tagen", sagte Gästecoach John Sicinski. "Die Jungs kommen auf dem Zahnfleisch daher." Auch VER-Coach Henry Thom sprach von einer Energieleistung, die sein kleiner Kader nach den zuletzt schwierigen Wochen ("Wir haben viel durchgemacht") an den Tag gelegt hat. "Die Mannschaft hat alles auf dem Eis gelassen und jeden Zweikampf angenommen."

Die Gäste traten nach acht Siegen aus den vergangenen zehn Spielen mit breiter Brust, aber ohne ihren Torjäger Kumeliauskas an. Aber auch die Wölfe - weiter ohne Bär - hatten sich durch die jüngsten Erfolge in Höchstadt und Weiden neues Selbstvertrauen geholt und kamen schon nach 90 Sekunden zur ersten guten Möglichkeit durch Pisarik, der aber aus kurzer Distanz an Torwart Steinhauer scheiterte. Für den Starbulls-Keeper war das schon die letzte Tat auf dem Eis: Er musste nach sieben Minuten verletzungsbedingt Platz machen für Endres. Der wurde gleich von McDonald geprüft - und war sofort auf dem Posten. Etwas mehr Arbeit hatte im ersten Drittel aber VER-Keeper Deske. Die Rosenheimer überbrückten blitzschnell die neutrale Zone und brachten die Scheibe ein ums andere Mal gefährlich vor das Selber Tor. Doch ob gegen Zick, Mitchell oder Höller: Immer brachte Deske noch die Kelle dazwischen. Nach etwas Leerlauf zwischen der zehnten und 15. Minute kamen auch die Wölfe wieder richtig gefährlich nach vorne, Endres rettete in höchster Not gegen Gare. Eine umstrittene Strafzeit gegen VER-Verteidiger Kremer brachte die Hausherren zwar in Unterzahl - aber auch in Führung. McDonald fuhr alleine auf Endres zu und behielt die Nerven. So kennen die Selber Fans ihren Topscorer aus der vergangenen Saison.

Nach einem erfolglosen Überzahlspiel Ende des ersten Abschnitts sahen sich die Hausherren zu Beginn des zweiten Drittels zunächst in die Defensive gedrängt. Die Oberbayern drängten auf den Ausgleich - und der fiel nach 24 Minuten auch. Allerdings hatte es die Wölfe-Defensive samt Torwart Deske dem Rosenheimer Höller hier etwas zu leicht gemacht. Und nur zwei Minuten später hätte ein kleiner Ausflug von Deske fast wieder Gefahr heraufbeschwört.

Nach einer halben Stunde zündeten die Hausherren wieder den Turbo. Zunächst hatte McDonald etwas Pech, als er Endres schon fast ausgespielt hatte, die Scheibe aber am Außenposten liegenblieb, Sekunden später aber schoss Gelke die erneute Führung heraus. Zwar sprang die Scheibe vom hinteren Torgestänge sofort wieder aufs Feld zurück, Schiedsrichter Salewski, der nicht immer auf der Höhe war, hatte hier aber ganz genau hingesehen. Es gab auch kaum Proteste, dafür aber wütende Angriffe der Gäste, die nur 93 Sekunden nach dem Selber 2:1 wieder zum Ausgleich kamen. Doch auch die Wölfe zeigten Moral und in der 38. Minute einen klasse Angriff: McDonald bediente in einer 2:1-Situation den mitgelaufenen Gelke, und der hämmerte die Scheibe direkt zum 3:2 ins Netz. Ein sehenswertes Tor, das die Stimmung in der Netzsch-Arena merklich anheizte. Kurz vor der zweiten Pause hätte Gelke sogar fast noch das 4.2 markiert.

Im Schlussabschnitt hatten die Wölfe lange Zeit alles unter Kontrolle. Ausgerechnet in eigener Überzahl fingen sich die Thom-Schützlinge aber zum dritten Mal den Ausgleich ein. Doch die Chemie in der VER-Mannschaft passte am Sonntag wieder. Und sie hatte einen jungen Mann in ihren Reihen, der am Toreschießen gerade so richtig Gefallen findet: Lukas Klughardt. Der 19-Jährige, der schon am Freitag in Weiden getroffen hatte, setzte in der 55. Minute erfolgreich nach und die Scheibe zum 4:3 ins Netz. Der Jubel war riesengroß - bei Klughardt und den knapp 1400 Selber Fans. Die mussten zwar noch einige bange Minuten überstehen, weil die Rosenheimer sofort alles auf eine Karte setzten und den Wölfen partout kein empty-net-goal gelingen wollte, am Ende durfte aber auch dank zweier klasse Rettungstaten von Deske über den dritten Sieg in Folge gejubelt werden.

"Die Mannschaft spielt wieder befreite und sie arbeitet gut", freute sich Thom. So müsse es weitergehen. Schon am Freitag zuhause gegen Peiting und am Sonntag in Lindau. Voraussichtlich steht dann auch Bär wieder zur Verfügung. "Er steigt am Dienstag ins Training ein", verkündete der Trainer.. Andreas Pöhner

VER Selb -

Starbulls Rosenheim


4:3


Autor

Redaktion
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
12. 01. 2020
21:58 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bären Erfolge Freude Gefahren Happy smiley Strafminuten Streitereien Ver Selb e.V. Wut Wölfe Zeitstrafen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Die Selber D ennis Schiener (links) und Pavel Pisarik scheitern hier an Peitings Torwart Florian Hechenrieder.

17.01.2020

Selber Sieg, Peitinger Protest

Der VER zeigt Charakter und macht vier Mal einen Rückstand wett. In der Verlängerung lässt der Kapitän die Fans jubeln. Um die zwei Punkte muss aber gebangt werden. » mehr

Trotz Schmerzen alles gegeben: der angeschlagenene VER-Stürmer Richard Gelke (rechts), hier im Zweikampf mit dem Lindauer Andreas Farny. Zumindest für einen Punkt hat der Kampf der Wölfe gereicht..	Foto: Mario Wiedel

19.01.2020

Viele Ausfälle, intakte Moral

Der Eishockey-Oberligist VER Selb muss in Lindau auf drei wichtige Stürmer verzichten. Er kassiert in Lindau erst in der Verlängerung die erste Niederlage der Meisterrunde. » mehr

Da war die Freude noch groß: Der Selber Dominik Kolb (28, Bildmitte) dreht nach seinem Tor zum 1:0 ab, Dominik Müller (22, links) erwartet den Schützen.	Foto: Mario Wiedel

08.12.2019

Selber Negativlauf hält an

Der Eishockey-Oberligist verliert auch in Peiting. Trotz eines furiosen Starts kassieren die Wölfe die fünfte Niederlage in Serie. » mehr

Ein zumindest persönlich gelungenes Debüt für die Wölfe feierte Pavel Pisarik (Mitte), der hier mit Ian McDonald (links) die Scheibe vor Adam Schusser absichert. Zu einem Sieg für Selb reichte es dennoch nicht.	Foto: Mario Wiedel

20.12.2019

Selb rutscht tiefer ins Schlamassel

Die Wölfe verlieren in Weiden das achte Spiel in Serie und fallen damit in der Eishockey-Oberliga auf Platz elf zurück. Der entscheidende Treffer fällt 46 Sekunden vor Schluss. » mehr

Im Zweikampf gegen einen hartnäckigen Lindauer: VER-Stürmer Charles Graaskamp (links) muss hier die Scheibe gegen Sofiene Bräuner behaupten. Foto: Mario Wiedel

06.12.2019

Die Wölfe leiden weiter

Der Eishockey-Oberligist aus Selb verliert sein viertes Spiel in Folge. Gegen Lindau fehlt wieder der letzte Zug zum Tor. Konsequenz: In der Tabelle stürzt der VER ab. » mehr

Alarm vor dem Selber Tor: ERC-Angreifer Edgars Homjakovs (rechts) bereitet VER-Verteidiger Steven Bär und Torhüter Timon Bätge, der in dieser Saison sein Debüt feierte, viel Arbeit. Foto: Mario Wiedel

01.12.2019

Debakel im Allgäu

Eishockey-Oberligist VER Selb ist in Sonthofen völlig neben der Spur. Bei der 3:7-Niederlage stockt es speziell in der Offensive. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Verkehrsminister Scheuer in Rehau

Verkehrsminister Scheuer in Rehau | 21.01.2020 Rehau
» 59 Bilder ansehen

Faschingsgilde Marktredwitz-Dörflas Marktredwitz

Gala-Abend Faschingsgilde in Marktredwitz | 18.01.2020 Marktredwitz
» 37 Bilder ansehen

EV Lindau - Selber Wölfe 3:2 Lindau

EV Lindau - Selber Wölfe 3:2 | 19.01.2020 Lindau
» 42 Bilder ansehen

Autor

Redaktion

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
12. 01. 2020
21:58 Uhr



^