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VER Selb

Paukenschlag im Wolfsbau

Eishockey-Oberligist VER Selb landet einen überraschenden Transfer-Coup. Er holt Dominik Kolb von den Tölzer Löwen zurück.



Verteidigt und stürmt wieder mit der Nummer 28 für die Wölfe: Dominik Kolb.
Verteidigt und stürmt wieder mit der Nummer 28 für die Wölfe: Dominik Kolb.   Foto: Mario Wiedel

Der VER Selb, der am Wochenende auf Platz zwei der Eishockey-Oberliga gestürmt ist, bekommt überraschend Zuwachs: Verteidiger Dominik Kolb, der zum Ende der vergangenen Saison nach drei Jahren im Trikot der Selber Wölfe tschüss sagte, um bei den Tölzer Löwen in der DEL2 anzuheuern, ist wieder zurück.

"Wir hatten eigentlich gar nicht vor, noch etwas zu unternehmen", gesteht VER-Boss Jürgen Golly im Gespräch mit der Frankenpost. Der Wechsel habe sich am Wochenende mehr oder weniger völlig überraschend ergeben, berichtet er. "Wir haben das Signal bekommen, dass Kolbi in Bad Tölz unzufrieden ist und gerne nach Selb zurückkommen würde."

"Es hat in Tölz einfach nicht so gepasst", wird Kolb in einer Mitteilung des VER zitiert. In den vergangenen acht Spielen habe er wenig bis gar keine Eiszeiten mehr erhalten - "eine ungute und unbefriedigende Situation, die mich nicht glücklich machte." Über seinen Spielervermittler habe er dann mitbekommen, dass Selb interessiert sei, sagte Kolb. "Und somit geht es für mich in die vertraute Umgebung zurück - ich freue mich riesig."

Lange überlegen mussten die Wölfe-Verantwortlichen freilich nicht: "Wir kennen Dominik Kolb und wissen, was er kann und was wir an ihm haben", freut sich Golly über die gelungene Rückhol-Aktion. Kolb kann voraussichtlich schon am Freitag im Heimspiel gegen den EV Füssen auflaufen.

Obwohl nicht geplant, ist Golly doch jetzt heilfroh, einen Verteidiger mehr in den eigenen Reihen zu haben. Vor allem auch deshalb, weil Carl Zimmermann nach seiner Schulterverletzung wohl die ganze Saison auszufallen droht und noch völlig offen ist, wann Dominik Müller nach seiner Gehirnerschütterung zurückkehrt. "Ungewiss ist auch, wie es mit den Bayreuther Förderlizenz-Spielern weitergeht. Die Tigers haben selbst Personalprobleme. Deshalb wissen wir nicht, wann und wie oft wir Noah Nijenhuis in unserem Trikot auflaufen sehen", begründet der Wölfe-Chef die Verpflichtung.

Weitere Neuzugänge sind laut Golly derzeit nicht geplant. "Wir wollen natürlich einerseits unsere jungen Leute nicht verheizen, anderseits sie aber auch spielen lassen. Wenn alle fit sind, haben wir vier komplette Reihen und auch mehr Breite im Kader."

Überaus zufrieden ist der VER-Vorsitzende mit dem bisherigen Verlauf der Saison. "Wir stehen momentan saugut da", sagt er und tritt dennoch auf die Euphoriebremse. Der zweite Platz sei eine schöne Momentaufnahme, mehr nicht. "Verlierst du zwei Spiele, kannst du schnell wieder Sechster sein."

Dennoch fühlt sich Golly bestätigt. "Wir haben die Liga zu Beginn der Saison schon richtig eingeschätzt, wussten aber auch, was unser Team imstande ist zu leisten." Die bisherigen elf Spiele hätten gezeigt, dass die Wölfe voll konkurrenzfähig seien.

Und sie dürften jetzt durch den Rückkehrer Kolb sogar noch stärker werden. Der 23-jährige gebürtige Münchner, der sportlich in den vergangenen Jahren einen gewaltigen Sprung machte und zu einem Publikumsliebling in der Porzellanstadt avancierte, unterschrieb bei den Wölfen einen Vertrag bis Saisonende. Er läuft wieder mit der Nummer 28 auf.

In den 161 Pflichtspielen, die er bislang für den VER Selb in der Oberliga bestritten hat, gehörte Kolb zu den Aktivposten. In jedem Spiel gab der gebürtige Münchner stets 110 Prozent, wie es in einer Mitteilung des Vereins weiter heißt. Hartes, sehr intensives Körperspiel, aggressives Zweikampfverhalten, zeichneten Kolb aus. Die Selber Anhänger liebten seine kompromisslose Spielweise, seine Gegenspieler eher weniger. Wenn sich die Möglichkeit ergab, dann schaltete sich der Verteidiger auch in das Angriffsspiel ein. Seine 20 Tore und 52 Vorlagen während seines dreijährigen Gastspieles in Selb verdeutlichen seine offensive Ausrichtung.

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Bernd Nürnberger

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Veröffentlicht am:
29. 10. 2019
17:12 Uhr

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Bernd Nürnberger

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Veröffentlicht am:
29. 10. 2019
17:12 Uhr



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