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Schon wieder DEL-Alarm in Selb

Die Wölfe erwarten in der Eishockey-Oberliga heute Abend den SC Riessersee. Der profitiert von einer Kooperation mit Red Bull München und will zurück in die zweite Liga.



Für Wölfe-Topscorer Ian McDonald lief der Saisonauftakt in Füssen und gegen Deggendorf noch etwas unrund. Die Selber Anhänger hoffen, dass der Kanadier schon heute gegen Riessersee zu seiner Treffsicherheit zurückfindet.	Foto: Mario Wiedel
Für Wölfe-Topscorer Ian McDonald lief der Saisonauftakt in Füssen und gegen Deggendorf noch etwas unrund. Die Selber Anhänger hoffen, dass der Kanadier schon heute gegen Riessersee zu seiner Treffsicherheit zurückfindet. Foto: Mario Wiedel  

Henry Thom hat gerade keinen einfachen Job. Zwei Spiele, zwei Niederlagen. Und nach dem unnötigen 3:4 beim euphorischen Aufsteiger EV Füssen und dem am Ende etwas zu hoch ausgefallenen 1:5 gegen einen bärenstarken Deggendorfer SC wartet am heutigen Mittwoch (19.30 Uhr) bereits der nächste dicke Brocken: Der SC Riessersee lechzt ein Jahr nach seinem wirtschaftlichen Abstieg in die Oberliga vor zwei Jahren und einer erfolgreichen Planinsolvenz nach dem Wiederaufstieg in die zweite Liga.

Die weiteren Spiele

Mittwoch, 19.30 Uhr

EC Peiting - ECDC Memmingen

EV Lindau - Höchstadter EC

EV Füssen - ERC Sonthofen

Mittwoch, 20 Uhr

Eisbären Regensburg - EV Weiden

Deggendorfer SC - SB Rosenheim

 

Was die Aufgabe für die Wölfe nicht leichter macht: Das Lazarett hat sich am Sonntag weiter gefüllt. Neben Leon Kremer (Daumenbruch) und Carl Zimmermann - über die Schwere seiner Schulterverletzung hüllt sich der Verein noch in Schweigen - fällt nun voraussichtlich auch noch Dennis Schiener aus. Der 28-Jährige musste am Sonntag kurz vor Ende der Partie vom Eis und laboriert wohl an einer Zerrung. Die heutige dritte Reihe des VER dürfte damit eine der jüngsten überhaupt in den drei höchsten deutschen Eishockey-Ligen sein mit Mauriz Silbermann (19), Ben Böhringer (23), Lukas Klughardt (19), Maximilian Hirschberger (20) und dem Bayreuther Förderlizenzspieler Tim Zimmermann (19).

 

Groß lamentieren ist aber nicht das Ding von Henry Thom. Er erwartet mit dem SC Riessersee eine läuferisch ähnlich starke Mannschaft wie Deggendorf, die in der Breite sehr gut aufgestellt und technisch hervorragend ausgebildet sei. "Da gibt es keine großen Unterschiede zwischen der ersten und vierten Reihe." Aber: "Riessersee hat keinen Greilinger auf dem Eis." Allerdings profitieren die Werdenfelser auch in dieser Saison von der Kooperation mit Red Bull München aus der DEL. Und da können in der Oberliga auch junge Spieler auflaufen, die zwei oder drei Tage später wieder im Münchner Kader für die DEL oder Champions League stehen.

Nichtsdestotrotz gibt sich der Wölfe-Trainer zuversichtlich. "Wir haben ja auch gegen Deggendorf nicht schlecht gespielt. Das war 40 Minuten lang nah dran, wie ich es sehen möchte. Auf dieser Leistung können wir aufbauen. Und aus den Fehlern, die wir noch gemacht haben, müssen wir lernen. Es ist ja noch eine lange Saison." Thom setzt vor allem auf den Heimvorteil und die Unterstützung der Anhänger, die schon am Sonntag wie ein Mann hinter der Mannschaft gestanden waren. "Da ist es normal ganz schwer, uns zu schlagen." Wichtig sei jetzt, nach den beiden Niederlagen ein positives Gefühl zu bekommen. "Und mit Siegen geht das einfacher." Seine Mannschaft werde auf jeden Fall alles daransetzen die Wende einzuleiten, sagt Thom vor den danach folgenden Begegnungen des VER am Freitag in Rosenheim und am Sonntag gegen den Höchstadter EC.

Den SC Riessersee haben die Nachwehen des finanziellen Dilemmas nach der Vizemeisterschaft in der DEL 2-Saison 2017/18 arg getroffen in der vergangenen Oberliga-Serie. Trotz Platz vier in der Hauptrunde durfte die Mannschaft nicht an der Meisterrunde und den Playoffs teilnehmen, sondern musste sich - wie erwartet erfolgreich - mit den Bayernligisten im Kampf um den Klassenerhalt messen. "Es war der Horror", sagte Pana Christakakis, der Geschäftsführer des zehnfachen deutschen Meisters, dem "Merkur". Diese Belastungsprobe der besonderen Art sei aber Vergangenheit. "Die interessiert uns nicht mehr. Für uns zählen Gegenwart und Zukunft", stellt Christakakis klar.

Offen spricht man in Garmisch-Partenkirchen natürlich (noch) nicht vom Aufstieg. "Es gibt vier, fünf gute Mannschaften, zu denen wir auch gehören wollen", sagte Trainer George Kink der "Eishockey News". Der 37-Jährige wurde im Laufe der vergangenen Saison Nachfolger von Toni Söderholm, der bekanntlich zum Trainer der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft aufgerückt ist. Nach dem 5:2-Auftaktsieg in Memmingen musste sich Riessersee zuhause zwar nach einer hochklassigen Partie den Starbulls Rosenheim mit 4:5 nach Penaltyschießen geschlagen geben, Kink sprach dennoch von einem guten Start. Allerdings haben auch die Werdenfelser Verletzungsprobleme. Mit Victor Östling und Uli Maurer fehlten am Wochenende zwei Führungsspieler. Mit Anton Radu und Kapitän Florian Vollmer kamen während des Rosenheim-Spiels zwei weitere Verletzte hinzu. Aber mit DEL-Spielern aus München lassen sich diese Lücken etwas einfacher füllen.

VER Selb: Deske (Kümpel) - Ondruschka, Müller, Bär, Nijenhuis, Silbermann, Böhringer, Gimmel, Wenisch - McDonald, Schmidt, Gare, Graaskamp, Gelke, Kabitzky, Klughardt, Hirschberger, T. Zimmermann, Worotnikow.

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
01. 10. 2019
21:50 Uhr

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
01. 10. 2019
21:50 Uhr



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