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VER Selb

Selber Rückfall gegen Aufsteiger

Der Eishockey-Oberligist gibt Trainer und Fans Rätsel auf. Dem starken Auftritt der Wölfe vom Freitag folgt am Sonntag in Höchstadt ein erneuter Einbruch.



Kampf und Einsatz: Der Selber Florian Lüsch (Mitte) nimmt es mit zwei Höchstadtern auf: Florian Szwajda (links) und Lukas Lenk (rechts).	Foto: Mario Wiedel
Kampf und Einsatz: Der Selber Florian Lüsch (Mitte) nimmt es mit zwei Höchstadtern auf: Florian Szwajda (links) und Lukas Lenk (rechts). Foto: Mario Wiedel  

VER Selb: Deske (Kümpel) - Ondruschka, Silbermann, Kolb, Böhringer, Kremer - McDonald, McDonough, Gare, Moosberger, Gollenbeck, Lüsch, Schiener, Hördler, Klughardt.

Schiedsrichter: Wohlgemuth. - Zuschauer: 946. - Tore: 6. Min. Mikesz (Otte, Vojcak) 1:0, 13. Min. McDonough (Schiener, Mc Donald) (4-5) 1:1, 16. Min. Aab (Petrak, Nedved) (5-4) 2:1, 21. Min. Nedved (Aab) 3:1, 31. Min. Petrak (Aab, Nedved) (5-3) 4:1, 39. Min. Petrak (Lenk, Aab) 5:1, 46. Min. Hördler (Kolb, Gollenbeck) 5:2, 52. Vojcak (4-6) 6:2, 55. Min. Neugebauer (Aab, Nedved) (5-3) 7:2, 60. Min. McDonald (McDonough, Silbermann) 7:3. - Strafminuten: Höchstadt 18, Selb 18.

Der Eishockey-Oberligist VER Selb wollte am Sonntag mit einem Sieg das Wochenende vergolden. Nach dem Heimerfolg vom Freitag gegen Riessersee sollten gegen den punktgleichen Tabellennachbarn Höchstadt weitere drei Punkte her. Außerdem wollten VER-Trainer Henry Thom und sein Team Revanche nehmen für die 5:6-Heimniederlage gegen den Aufsteiger. Und das, obwohl mit Müller und Geigenmüller wichtige Spieler verletzt fehlten.

25.11.2018 - Hochstädter EC - Selber Wölfe 7:3 - Foto: Mario Wiedel

Hochstädter EC - Selber Wölfe 7:3
Hochstädter EC - Selber Wölfe 7:3
Hochstädter EC - Selber Wölfe 7:3
Hochstädter EC - Selber Wölfe 7:3
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Hochstädter EC - Selber Wölfe 7:3
Hochstädter EC - Selber Wölfe 7:3
Hochstädter EC - Selber Wölfe 7:3
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Hochstädter EC - Selber Wölfe 7:3
Hochstädter EC - Selber Wölfe 7:3
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Hochstädter EC - Selber Wölfe 7:3
Hochstädter EC - Selber Wölfe 7:3
Hochstädter EC - Selber Wölfe 7:3
Hochstädter EC - Selber Wölfe 7:3
Hochstädter EC - Selber Wölfe 7:3

Doch das Vorhaben der Selber ging kräftig in die Hose. Am Ende quittierten sie eine bittere 3:7-Niederlage. Trainer Henry Thom hatte zwar einen guten und starken Beginn seiner Mannschaft im ersten Drittel gesehen, "aber wir haben daraus kein Kapital gezogen", ärgerte sich Thom. Doch es kam noch schlimmer: "Im zweiten Drittel haben wir völlig den Fokus verloren", so seine Analyse gleich nach Spielende. So seien die folgenden Treffer der Höchstadter für ihn "reine Geschenke gewesen". Er wollte die verletzten Akteure dabei nicht als Ausrede gelten lassen. Thom: "Gerade wenn dir Spieler fehlen, dann musst du es einfach halten. Wir aber wollten immer noch den perfekten Pass." Doch der gelang eben mit zunehmender Spielzeit immer seltener.

Die Wölfe hatten furios begonnen, schon nach 23 Sekunden hatte McDonough das 1:0 auf der Scheibe, seinen Schuss aber parierte der gute Schnierstein im Tor der Gastgeber. Die waren auffallend defensiv eingestellt, lauerten zunächst nur auf Konter. Eine Taktik, die wohl auch der 3:11-Schlappe in Sonthofen vom Freitag geschuldet war.

An die 400 Fans hatten die Selber nach Höchstadt begleitet - und die sahen in den ersten Minuten immer wieder gute Angriffe ihrer Mannschaft. Der VER brachte die Siegermentalität aufs Eis, die ihn noch gegen Riessersee ausgezeichnet hatte. Gare und McDonough scheiterten kurz nacheinander.

Wie aus heiterem Himmel fiel die Führung der Alligators. Nach dem ersten gefährlichen Schuss aufs VER-Tor, den Deske noch abwehren kann, war Mikesz zur Stelle und verwandelte zum 1:0. Das, was Trainer und Mannschaft unbedingt vermeiden wollten, war eingetreten: ein Rückstand. Doch die Selber Spieler ließen die Köpfe nicht hängen, antworteten stattdessen mit wütenden Angriffen. Und sie sollten sich schon bald belohnen: Das erste Powerplay in Überzahl schloss McDonough zum Ausgleich ab. Zwei, drei Mal schon hätten die Selber vorher treffen können.

Aber die Freude beim VER-Anhang währte nicht lange: Erneut ging Höchstadt in Führung, Aab traf - und dieses Mal war Selb in Unterzahl. Bis zum Ende des Schlussdrittels rannten die Wölfe vergeblich an. Mit 1:2 ging es in die erste Drittelpause.

Selb hatte sich sichtlich viel vorgenommen im zweiten Abschnitt - und wurde erneut eiskalt erwischt: Keine Minute war gespielt und Nedved traf mit einem Schlagschuss unhaltbar für Deske zum 3:1 - ein Wirkungstreffer. Selb kam in der Folgezeit außer Tritt, verlor im Thomschen Duktus seinen Fokus. Selbst ein doppeltes Überzahlspiel der Wölfe von fast einer Minute verpuffte ohne Treffer.

Im zweiten Drittel war es hektischer geworden auf dem Eis. Die Referees sprachen mehrere Zeitstrafen aus - plötzlich waren die Wölfe nur zu dritt gegen fünf Alligators. Und nach zehn Minuten kam es zu einer kuriosen Zwangspause: Eine Plexiglasscheibe hinter dem Wölfe-Tor war aus der Fassung gesprungen und musste kurzfristig repariert werden. Der Unparteiische schickte die Mannschaften vorzeitig in die zweite Drittelpause. Zeit für die Wölfe, sich neu zu sammeln? Weit gefehlt. Als es wieder losging, erhöhte Höchstadt - nach wie vor mit zwei Mann mehr auf dem Eis - durch Petrak auf 4:1, keine zehn Sekunden waren da gespielt. Und zum zweiten Mal ging es vorzeitig in die Kabine: ein Tor war aus der Verankerung gerissen worden. Als es weiterging, war erneut Petrak da und machte das 5:1 für Höchstadt - die endgültige Vorentscheidung.

Im Schlussdrittel ging dann nicht mehr viel zusammen bei den Wölfen. Zwar verkürzte der Selber Hördler noch einmal, aber selbst in Unterzahl stellte Vojcak nach einem Höchstadter Konter den alten Vier-Tore-Abstand wieder her. Neugebauer traf wenig später sogar zum 7:2. Von Selb war nichts mehr zu sehen. In der Schlussminute gelang McDonald dann aber doch noch etwas Ergebniskosmetik zum 3:7.

Bezeichnend für dieses Spiel aber war, dass Torwart Deske trotz der sieben Gegentreffer der beste Spieler der Wölfe-Mannschaft war.

Nun geht es am Freitag, 20 Uhr, daheim in der Netzsch-Arena mit dem Derby gegen die Blue Devils aus Weiden weiter. Möglicherweise mit einem oder sogar zwei neuen Akteuren in den Selber Reihen. Trainer Thom wollte im Interview mit Radio Euroherz nicht ausschließen, dass der VER personell noch einmal nachlegen wird. red

Höchstadter EC -

VER Selb

 

7:3

 

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Veröffentlicht am:
25. 11. 2018
21:44 Uhr

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25. 11. 2018
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