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VER Selb

Selber Sieg, Peitinger Protest

Der VER zeigt Charakter und macht vier Mal einen Rückstand wett. In der Verlängerung lässt der Kapitän die Fans jubeln. Um die zwei Punkte muss aber gebangt werden.



Die Selber D ennis Schiener (links) und Pavel Pisarik scheitern hier an Peitings Torwart Florian Hechenrieder.
Die Selber D ennis Schiener (links) und Pavel Pisarik scheitern hier an Peitings Torwart Florian Hechenrieder.   Foto: Mario Wiedel

VER Selb - EC Peiting n.V. 5:4

VER Selb: Deske (Mechel) - Ondruschka, Bär, Müller, Kolb, Böhringer, Kremer, Silbermann - Schiener, Pisarik, McDonald, Gelke, Schmidt, Kabitzky, T. Zimmermann, Hirschberger, Klughardt.

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg). - Zuschauer: 1277. - Tore: 4. Min. Gohlke (Krabbat, Haninger; 5-4) 0:1, 18. Min. Pisarik (McDonald, Bär) 1:1, 26. Min. Gohlke (Mazanec) 1:2, 36. Min. Ondruschka (Pisarik, McDonald; 5-3) 2:2, 38. Min. Stauder (Morris, Gohlke) 2:3, 56. Min. Kolb (Hirschberger, Kremer) 3:3, 57. Min. Stauder (Morris) 3:4, 58. Min. Müller (Hirschberger, Schmidt) 4:4, 64. Min. Ondruschka 5:4. - Strafminuten: Selb 6, Peiting 12.

Der VER Selb hat am Freitagabend in einer über weite Strecken nicht unbedingt erwärmenden Partie einen wichtigen Erfolg im Kampf um einen Playoff-Platz gefeiert und damit - zumindest ergebnistechnisch - seinen jüngsten Aufwärtstrend fortgesetzt. Allerdings nur unter Vorbehalt: Der EC Peiting hat nach dem Spiel einen Protest gegen die Wertung eingelegt. Der Grund ist ein angeblicher Fehler der Schiedsrichter nach einer doppelten Strafzeit gegen die Oberbayern und einem Tor der Selber zum zwischenzeitlichen 2:2. "Unser Spieler Mazanec wurde erst zurück aufs Eis geschickt, und musste nachträglich wieder auf die Bank zurück", erklärte Trainer Sebastian Buchwieser bei der Pressekonferenz. Nun muss abgewartet werden, wie der Verband reagiert.

17.01.2020 - Selber Wölfe - EC Peiting - Foto: Mario Wiedel

Selber Wölfe - EC Peiting
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Selber Wölfe - EC Peiting
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Das erste Drittel bot den knapp 1300 Zuschauern nur magere Eishockey-Kost. Die Wölfe, ohne die erkrankten Gare und Turner, dafür mit Förderlizenzspieler Tim Zimmermann, gerieten bereits nach 180 Sekunden in Unterzahl und danach auch in Rückstand. Der frühe Gegentreffer schien die Hausherren richtig ins Mark getroffen zu haben. Sie agierten einige Male schlampig im eigenen Drittel und im Spielaufbau und kamen kaum zu nennenswerten Möglichkeiten. Nicht ganz so gut bekam die schwere Kost auf dem Eis einem der beiden Linesmen: Er musste wegen Übelkeit seinen Job aufgeben, fortan leiteten nur noch der Hauptschiedsrichter und der zweite Linienrichter die Partie.

Nach 16 Minuten überstand der VER relativ problemlos ein Unterzahlspiel und kam - kaum vollzählig - zum zu diesem Zeitpunkt etwas überraschenden Ausgleich. McDonald bediente Pisarik, und der hatte viel Platz und Zeit, um einen seiner gefürchteten Handgelenkschüsse anzusetzen. Solche Gelegenheiten lässt sich der Tscheche nur selten entgehen. Kurz vor Ablauf der ersten 20 Minuten sogar fast die Selber Führung. Schiener, der für Gare in der ersten Reihe stürmte, fälschte einen Schuss des wiedergenesenen Bär ab, die Scheibe zischte aber knapp am Gehäuse von Hechenrieder vorbei.

Zu Beginn den zweiten Abschnitts durften sich die Wölfe erstmals im Powerplay versuchen. Es blieb aber bis auf eine Möglichkeit für Kabitzky beim Versuch. In der 25. Minute gerieten die Hausherren erneut in Rückstand. Ein eher harmloser Schuss wurde noch leicht abgefälscht und rutschte ins Netz. Und ein weiterer Rückschlag folgte wenig später. Gelke, seit Wochen in prächtiger Verfassung, wurde von Weyrich attackiert, blieb unglücklich am Torgestänge hängen und musste verletzt in die Kabine. Dennoch hatten die Hausherren in der Folge mehr Offensivaktionen, blieben aber zunächst nicht zwingend genug. Richtig dicke Möglichkeiten hatte der VER erst nach einer halben Stunde im zweiten Überzahlspiel. Die Wölfe zogen ein gutes Powerplay auf, Hirschberger, Ondruschka und zwei Mal Schiener blieben aber ohne das nötige Quäntchen Glück. Das fehlte auch McDonald bei einem Alleingang in der 32. Minute. Aber nun war mehr Feuer in den Aktionen der Wölfe. Als sich der Peitinger Mazanec zwei Minuten etwas zu sehr an Klughardt vergriff, dazu noch einen Offiziellen beschimpfte, kamen die Hausherren erneut in den Genuss eines Überzahlspiels. Und weil auch Weyrich noch auf die Strafbank musste, sahen sich auf dem Eis fünf Wölfe nur noch drei Gästespielern gegenüber. Die Hausherren hatten aber zunächst den nächsten Schockmoment zu verdauen: Kabitzky wurde bei einem Befreiungsschlag voll vom Puck getroffen und musste vom Eis geführt werden. Eine halbe Minute vor Ablauf der ersten Peitinger Strafe durfte dann auch gejubelt werden. Nach einigen vergeblichen Versuchen drosch Ondruschka die Scheibe in die Maschen. Lange durften sich die Selber Anhänger über dieses Tor aber nicht freuen - da stand schon wieder ein 2:3 auf der Anzeigetafel. Ganz glücklich sah Torwart Deske bei diesem Treffer von Stauder nicht aus.

Im Schlussabschnitt hatte Selb zwar mehr Spielanteile, fand aber lange kein Durchkommen. Pisarik agierte in der 50. Minute einen Tick zu eigensinnig und übersah den mitgelaufenen Schiener. McDonald brachte die Scheibe wenig später nicht an Hechenrieder vorbei. Dann nahm das Spiel noch einmal richtig Fahrt auf. In der 56. Minute durfte über den Ausgleich gejubelt werden. Kolb, nach Gelkes Verletzung in den Angriff beordert, tanzte einen Peitinger aus und schloss klasse zum 3:3 ab. Die Freude währte aber nur 26 Sekunden, dann traf Stauder schon wieder zur erneuten Gästeführung. Aber die Wölfe bewiesen Moral und Charakter und bäumten sich ein weiteres Mal auf: Etwas mehr als eine Minute nach dem erneuten Rückstand war es Müller, der die Hausherren zum 4:4 und in die Verlängerung schoss.

Erneuter Jubel brannte nach 74 Sekunde der Overtime auf, Schiedsrichter Bauer verweigerte dem Treffer von Schmidt aber die Anerkennung. In der 63. Minute scheiterte Kolb alleine vor Hechenrieder, eine Minute später aber erlöste Kapitän Ondruschka seine Farben doch noch, und zwei weitere wichtige Punkte wanderten auf das Konto der Wölfe. "Es war kein schönes Spiel, und es lief lange nicht richtig", sagte VER-Coach Henry Thom. Er war nach den Ausfällen umso glücklicher über den Sieg. "Die Mannschaft hat bis zum Schluss alles gegeben." Weitere Zähler sollen schon am Sonntag (18 Uhr) in Lindau folgen.

 

Autor
Andreas Pöhner

Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
17. 01. 2020
23:18 Uhr

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
17. 01. 2020
23:18 Uhr



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