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Selber Wölfe starten in die Playoffs

Die Selber Wölfe starten am heutigen Freitag in Hannover in die Playoffs der Eishockey-Oberliga. Am Pferdeturm wartet ein fanatisches Publikum auf die Thom-Schützlinge.



In Reih und Glied in Richtung Playoffs: Die Wölfe-Cracks freuen sich auf die ersten Spiele der Achtelfinal-Serie am heutigen Freitag in Hannover und am Sonntag in der Selber-Netzsch-Arena. Vielleicht steht dann auch Dominik Müller (links) nach seinem Zehenbruch wieder zur Verfügung.	Fotos: Mario Wiedel
In Reih und Glied in Richtung Playoffs: Die Wölfe-Cracks freuen sich auf die ersten Spiele der Achtelfinal-Serie am heutigen Freitag in Hannover und am Sonntag in der Selber-Netzsch-Arena. Vielleicht steht dann auch Dominik Müller (links) nach seinem Zehenbruch wieder zur Verfügung. Fotos: Mario Wiedel  

Holland, Ruhrpott, Sachsen, Niederbayern: In den vergangenen beiden Jahren tourte der Mannschaftsbus des VER Selb in den Playoffs der Eishockey-Oberliga gen Westen, Osten und Süden. Noch nie aber in den Norden. Am heutigen Freitag ist es soweit: Um 12 Uhr mittags macht sich der Wölfe-Tross auf in Richtung Niedersachsen - mit dem Endziel Hannover. Dort warten im Ortsteil Kleefeld die Indians und das am Abend vermutlich proppevolle, über 4600 Zuschauer fassende Eisstadion am Pferdeturm auf die Schützlinge von Trainer Henry Thom.

 

Die Wölfe werden sich schon weit vor dem ersten Bully (20 Uhr) auf eine aufgeheizte Atmosphäre gefasst machen müssen. Was auch Thom aus seiner Karriere als Spieler noch im Hinterkopf hat. "Ich habe schon oft am Pferdeturm gespielt. Da sind beim Aufwärmen bereits über 3000 Zuschauer im Stadion. Das ist toll." Thom kennt auch Indians-Trainer Lenny Soccio aus seiner aktiven Zeit. Zwischen 1993 und 1995 habe es einige Eishockey-Schlachten zwischen Timmendorf - mit Thom - und den damaligen Wedemark Scorpions - mit Soccio - gegeben. Nicht immer sei es damals friedlich zugegangen, erinnert sich der heutige Selber Trainer, der auch heute Abend eine richtige Playoff-Schlacht erwartet.

 

Thom verbrachte unter der Woche viel Zeit damit, Videos von den Spielen des Nord-Dritten zu studieren. Seine Erkenntnis: "Die Indians sind sehr gut strukturiert, spielen taktisch sehr diszipliniert und sind in allen vier Angriffsreihen sehr schnell unterwegs auf den Beinen." Auch wenn sich die beiden ersten Reihen mit Pohanka/Bacek/Pfennings und Norris/Bosas/Morczinietz von den Scorerpunkten etwas abheben, sieht der Wölfe-Coach die Ausgeglichenheit als große Stärke der Niedersachsen, die - wie aber einige andere Vereine auch - mit der Rückkehr in die zweite Liga liebäugeln. Thom erwartet vor allem in den ersten Minuten eine Indians-Mannschaft, die von einem fanatischen Publikum aufgeputscht Vollgas geben wird. "Da müssen wir das erste Drittel überleben", sagt Thom. Das sei zwar nichts Neues, müsse aber eben funktionieren.

Ganz anders rum soll es am Sonntag laufen, wenn in der Netzsch-Arena um 18 Uhr das zweite Spiel der Serie auf dem Programm steht. "Dann wird Hannover auch bei uns mal was Lautes erleben, was sie aus anderen Stadien im Norden vielleicht nicht kennen", setzt Thom auf die Unterstützung der Selber Anhänger, die in den Playoffs wieder bedingungslos und leidenschaftlich hinter ihrer Mannschaft stehen und ihr den Rücken stärken sollen.

Die Trainingswoche verlief zur Zufriedenheit von Thom. Am Dienstag habe sich die Mannschaft aufgrund der Videostudien auf die Defensivzone vorbereitet, am Mittwoch auf die neutrale Zone und am Donnerstag auf die Offensive. Der Trainer, der sich ohnehin immer viel Gedanken macht über die jeweiligen Gegner, spürt das Kribbeln vor den Playoffs natürlich noch mehr als sonst. "Ab jetzt geht es um alles. Wir haben intensiv versucht, uns auf diese Phase vorzubereiten." Nun gelte es, noch konzentrierter zu Werke zu gehen und die Spiele, egal ob Sieg oder Niederlage, schnell abzuhaken. Und vor allem gesund und verletzungsfrei zu bleiben.

Verzichten müssen die Wölfe weiter auf Lukas Klughardt und Manuel Kümpel, für die die Saison vermutlich schon zu Ende ist. Verteidiger Dominik Müller stand nach seinem vor vier Wochen erlittenen Zehenbruch unter der Woche wieder mit auf dem Eis. "Da kann sich was tun", sagte Thom am Mittwoch.

Ein Grinsen huscht dem Selber Trainer über das Gesicht beim Hinweis auf den Expertentipp einer Eishockey-Fachzeitschrift. "Hannover setzt sich in vier Spielen durch", schreibt das Blatt aus Straubing. Das tat es auch vor genau einem Jahr, als die Wölfe gegen Duisburg in die Playoffs starteten. Und bekanntlich gab es da in drei Spielen drei Selber Siege. Vielleicht ein gutes Omen. "Unsere Jungs wissen jedenfalls, was los ist", sagt Thom.

Die letzten Pflichtspiele zwischen Wölfen und Indianern fanden übrigens in der Saison 2003/04 in der damaligen Oberliga Süd statt. Drei Mal setzte sich damals Hannover durch, einmal die Wölfe. Eine Saison zuvor gab es in vier Spielen zwei Selber Siege (4:3 nach Penaltyschießen in Hannover und 10:6 in Selb) und zwei der Indians. Aber all das zählt heute nicht mehr.

Indians und Wölfe im Vergleich

Hannover Indians

Platz 3 in der Oberliga Nord

48 Spiele, 34 Siege, 14 Niederlagen

188:139 Tore, 100 Punkte

Top-Scorer

1. Brent Norris 79 Punkte (29 Tore/ 50 Assists), 2. Andreas Morczinietz 59 (25/34), 3. Branislav Pohanka 56 (26/30), 4. Igor Bacek 40 (14/26), 5. Roman Pfennings 38 (15/23)

"Böse Buben"

1. Victor Knaub 140 Strafminuten, 2. Robert Peleikis 121, 3. Nickolas Bovenschen 80

Strafzeiten gesamt: 796 (Schnitt pro Spiel: 16,58

Überzahlspiel: 179 Situationen, 37 Tore (20,7 Prozent)

Unterzahlspiel: 199 Situationen, 38 Gegentore (80,9 Prozent)

Zuschauerschnitt: 2729

Selber Wölfe

Platz 6 in der Oberliga Süd

50 Spiele, 28 Siege, 22 Niederlagen

186:187 Tore, 77 Punkte

Top-Scorer

1. Ian McDonald 97 Punkte (37 Tore/60 Assist), 2. Lanny Gare 73 (28/45,

3. Erik Gollenbeck 61 (28/33), 4. Florian Ondruschka 37 (7/30), 5. Andreas Geigenmüller 36 (10/26)

"Böse Buben"

1. Achim Moosberger 76 Strafminuten, 2. Dominik Kolb 62, 3. Lanny Gare 58

Strafzeiten gesamt: 651 (Schnitt pro Spiel: 13,02)

Überzahlspiel: 203 Situationen, 39 Tore (19,2 Prozent)

Unterzahlspiel: 232 Situationen, 44 Gegentore (81,0 Prozent)

Zuschauerschnitt: 1382

 
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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
15. 03. 2019
00:00 Uhr

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Andreas Pöhner

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15. 03. 2019
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