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VER Selb

Stimmung und Emotionen garantiert

Vorhang auf zum ersten Derby: Die Selber Wölfe erwarten in der Eishockey-Oberliga heute Abend die Blue Devils Weiden. Beide Mannschaften können mit breiter Brust auflaufen.



Alte Bekannte in verschiedenen Farben: der Selber Kapitän Florian Ondruschka (links) und Herbert Geisberger, einst Torjäger der Wölfe und seit der vergangenen Saison im Trikot der Blue Devils Weiden.
Alte Bekannte in verschiedenen Farben: der Selber Kapitän Florian Ondruschka (links) und Herbert Geisberger, einst Torjäger der Wölfe und seit der vergangenen Saison im Trikot der Blue Devils Weiden.   Foto: Mario Wiedel

Eine gute Kulisse, knisternde Spannung, großartige Stimmung und Emotionen pur: Das sind die Zutaten, die in der Regel zu einem Eishockey-Derby gehören. Und auf eben diese Zutaten kann man sich wohl auch am heutigen Freitag (20 Uhr) verlassen, wenn der VER Selb in der Eishockey-Oberliga den EV Weiden zum ersten Tanz der noch jungen Saison in der heimischen Netzsch-Arena bittet. In den Fanlagern fiebert man dem Spiel mit großer Vorfreude entgegen, schließlich zeigten beide Mannschaften nach einem etwas missglückten Auftakt eine starke Reaktion und befinden sich in einer sehr ausgeglichenen Liga mit jeweils acht Punkten auf Tuchfühlung zu Platz zwei.

Die Selber Bilanz gegen Weiden

Seit dem ersten Aufeinandertreffen des VER Selb gegen den EV Weiden nach dem Wiederaufstieg der Oberpfälzer (Saison 2012/13) in die Oberliga Süd gab es in 38 Begegnungen 29 Siege für die Wölfe. Neun Mal setzten sich die Blue Devils durch, alleine vier Mal in der vergangenen Saison 2018/19. Das Torverhältnis aus Sicht des VER: 181:112. In der Netzsch-Arena gab es in diesem Zeitraum 13 Spiele, elf Mal verließen die Wölfe als Sieger das Eis. Nachstehend die Ergebnisse der Derbys in Selb und Weiden seit 2015.

 

Saison 2015/16

Selb - Weiden 9:1

Weiden - Selb 9:3

Selb - Weiden 5:4

Weiden - Selb 3:6

 

Saison 2016/17

Weiden - Selb 2:3

Selb - Weiden 8:3

Selb - Weiden 6:3

Weiden - Selb 1:5

Selb - Weiden 6:1

Weiden - Selb 3:2

Playoffs

Selb - Weiden 5:3

Weiden - Selb 5:4

Selb - Weiden 5:2

Weiden - Selb 3:4

 

Saison 2017/18

Selb - Weiden 3:4

Weiden - Selb 4:3

Selb - Weiden 6:4

Weiden - Selb 5:10

Selb - Weiden 5:4

Weiden - Selb 4:6

 

Saison 2018/19

Weiden - Selb 2:1

Selb - Weiden 5:8

Weiden - Selb 4:2

Selb - Weiden n.V. 3:2

Selb - Weiden 6:1

Weiden - Selb 9:3

 

Das Sonntagsspiel

Am Sonntag (18.45 Uhr) gastieren die Wölfe beim ECDC Memmingen. Bei den Allgäuern, denen in der vergangenen Saison als Tabellenfünfter erstmals der Einzug in die Playoffs gelungen ist, sind die Erwartungen im Umfeld rasant gestiegen. Allerdings gab es für die Mannschaft von Trainer Sergej Wasmiller einige prominente Abgänge. Der Ex-Selber Jared Mudryk beendete seine Karriere, Tadas Kumeliauskas wechselte in die DEL 2 nach Landshut und Dominik Piskor zog es nach Herne. Waßmiller erhielt mit dem Kanadier Brad Snetsinger (32) vom Herner EV aber einen "absoluten Wunschspieler". Eingeschlagen hat auch der 20-jährige Tscheche Samir Kharboutli, der vom DNL-Team des ERC Ingolstadt kam und bereits neun Scorerpunkte verbucht hat. Nach fünf Spieltagen steht Memmingen punktgleich mit Selb und Weiden auf Platz acht.

 

 

Die Weidener Anhänger durften sich besonders über den überraschenden 7:6-Sieg nach Penaltyschießen bei den Eisbären Regensburg und am Sonntag über einen ebenfalls nicht unbedingt zu erwartenden 8:4-Erfolg in Füssen freuen. Den Schwung dieser beiden Auswärtssiege wollen die Blue Devils, bei denen der 25-jährige Chase Clayton den nach Duisburg abgewanderten Matt Abercrombie auf der Kontingentstelle ersetzen soll, heute nach Selb mitnehmen. Weidens Trainer Ken Latta, der voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen kann, erwartet ein "interessantes, aber auch sehr schweres Spiel" - und von seiner Mannschaft besonders in der Defensivarbeit eine Steigerung und eine bessere Kommunikation.

 

Mit breiter Brust können die Wölfe ins Derby gehen. "Die drei Siege in Folge bringen natürlich Selbstvertrauen", sagt Trainer Henry Thom. "Aber es geht heute wieder von null los, wenn die Scheibe zum ersten Bully eingeworfen wird. Da zählen die vergangenen drei Spiele nichts mehr." Thom warnt seine Mannschaft besonders vor der Konterstärke der Gäste. "Die verlassen die eigene Zone sehr gut. Da müssen wir auf der Hut sein." Eine weitere Stärke sieht der Selber Trainer im Überzahlspiel der Oberpfälzer. Unnötige Strafen sollten also tunlichst vermieden werden. "Wir müssen mit genügend Emotionen ins Derby gehen, die aber auch im richtigen Moment im Zaum halten", sagt Thom, der im Umfeld und in der Kabine bereits merkt, dass heute Abend etwas Besonderes ansteht. "Die Spieler sind heiß. Auch unsere Neuzugänge haben schon genügend Derbys gespielt und wissen, was sie da erwartet."

Stand Donnerstagnachmittag können die Wölfe erneut auf die beiden Bayreuther Förderlizenzspieler Noah Nijenhuis und Tim Zimmermann zurückgreifen. Wieder im Training stand unter der Woche auch Dennis Schiener. Ob er nach seiner Leistenverletzung auch schon wieder im Kader steht, wollte Thom erst nach dem Abschlusstraining entscheiden. Auf jeden Fall noch pausieren muss Leon Kremer nach seinem Daumenbruch. "Die Heilung schreitet aber gut voran", verrät Thom. Noch nichts Neues gibt es in Sachen deutscher Pass für Kenny Turner zu vermelden.

 

Selb und Weiden im Vergleich

 

Überzahl

Bei 19 Überzahlsituationen erzielten die Wölfe vier Tore - alleine drei gegen Höchstadt. Das ergibt eine Quote von 21,10 Prozent. Prozentual einen Tick besser im Powerplay steht der EV Weiden da. Ihm gelangen drei Tore aus 14 Situationen (21,40 Prozent.)

 

Unterzahl

Der VER Selb belegt in dieser Statistik den letzten Platz der zwölf Oberligisten. Bei 23 Situationen in Unterzahl kassierten die Wölfe neun Treffer (Quote: 60,90 Prozent). Der EV Weiden hat bei 18 Situationen in Unterzahl erst drei Gegentreffer (Quote: 83,30 Prozent) kassiert.

 

Team-Strafen

Der VER Selb handelte sich in den fünf Spielen der laufenden Saison insgesamt 62 Strafminuten ein. Das bedeutet einen Schnitt von 12,40 Minuten pro Spiel und Platz sieben dieser Wertung. Als fairstes Team wird der EV Weiden geführt mit erst 44 Strafminuten (8,80 pro Spiel).

 

Zuschauer

In den bislang drei Heimspielen des VER Selb passierten 4062 Zuschauer die Drehkreuze der Netzsch-Arena (Schnitt: 1354). Der EV Weiden hat in seinen zwei Heimspielen 2275 Besucher (Schnitt: 1137) begrüßt.

 

Topscorer

Der erfolgreichste Scorer des VER Selb ist Charley Graaskamp. Der 23-jährige Kanadier sammelte zehn Punkte (5 Tore, 5 Assists). Bei Weiden führt diese Statistik Tomas Rubes an. Der 27-jährige Tscheche kommt auf elf Punkte (6 Tore, 5 Assists)

 

Torhüter

Beim VER ist Niklas Deske die unumstrittene Nummer eins. Bei Weiden bekam neben Daniel Filiminov (drei Spiele) auch der 19-jährige Iserlohner Förderlizenzkeeper Jonas Nefiin zwei Einsätze.

Autor
Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
11. 10. 2019
00:00 Uhr

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Autor
Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
11. 10. 2019
00:00 Uhr



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