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VER Selb

Wölfe bauen auf ihre Festung

Der VER Selb hat seine letzten zwölf Heimspiele siegreich beendet. Die Starbulls Rosenheim wollen am Freitag mit zwei alten Bekannten den 13. Streich verhindern.



Nur nichts gefallen lassen: Der junge Selber Verteidiger Benedikt Böhringer (rechts) hat in dieser Saison mit dem Rosenheimer Daniel Bucheli schon das ein oder andere Techtelmechtel ausgetragen.	Foto: Mario Wiedel
Nur nichts gefallen lassen: Der junge Selber Verteidiger Benedikt Böhringer (rechts) hat in dieser Saison mit dem Rosenheimer Daniel Bucheli schon das ein oder andere Techtelmechtel ausgetragen. Foto: Mario Wiedel  

Für kein anderes Team in der Eishockey-Oberliga Süd scheint der Heimvorteil derzeit wichtiger als für den VER Selb. Während nämlich die Auftritte in fremden Stadien zuletzt für negative Schlagzeilen gesorgt haben und den Fans die Haare zu Berge stehen ließen, ist die Netzsch-Arena zu einer kleinen Festung geworden: zwölf Spiele, zwölf Siege - die Bilanz seit 9. Dezember kann sich sehen lassen. Dass die Wölfe dabei drei Mal eine Verlängerung und ebenso häufig das Penaltyschießen benötigten, war ihnen ziemlich egal. "Für uns ist jeder Sieg wichtig", sagt Trainer Henry Thom. Besonders das 3:2 am vergangenen Sonntag gegen die Eisbären Regensburg sorgte für kollektive Erleichterung im Lager der Wölfe, nachdem zwei Tage zuvor beim 3:9 in Weiden der Spaßfaktor noch gen Null tendiert hatte.

Topscorer der Wölfe und Starbulls

Selb Punkte (Tore/Assists)

1. Ian McDonald 84 (31/53)

2. Lanny Gare 66 (24/42)

3. Erik Gollenbeck 54 (26/28)

4. Florian Ondruschka 32 ( 7/25)

5. Andreas Geigenmüller 30 ( 9/21)

Rosenheim Punkte (Tore/Assists)

1. Dusan Frosch 50 (13/37)

2. Vitezlav Bilek 46 (23/23)

3. Michael Baindl 43 (20/23)

4. Chase Witala 41 (15/26)

5. Dominik Daxlberger 38 ( 7/31)

 

Für diese extremen Unterschiede hat selbst Trainer Henry Thom keine richtige Erklärung. "Es gibt da auch keine Patentlösung." Was aber oft auffalle: Wenn die Mannschaft in Rückstand gerät, würden die Spieler die taktischen Defensiv-Vorgaben vergessen. "Da will dann der eine dem anderen helfen. Dann rennt noch ein Dritter hinzu, statt seine Position einfach zu halten". Wenn sich dann solche (Auswärts-)Rückschläge in Form von mehreren klaren Niederlagen ausdrücken, beißt sich das wohl vor allem in den Köpfen der jüngeren und unerfahrenen Spieler fest. "Aber das Wichtigste für einen Sportler ist, schnell zu vergessen. Das gilt für Niederlagen, aber auch für Siege", sagt Thom.

 

Dieses hopp und topp sehr gut kennen auch die Starbulls Rosenheim, die am Freitag (20 Uhr) in der Netzsch-Arena gastieren. Die Oberbayern, die vor zwei Jahren in den Playdowns der DEL 2 gegen den ETC Crimmitschau den Kürzeren zogen und überraschend den Weg in die Oberliga antreten mussten, wollen schnell wieder zurück in die zweite Liga. Das Saisonziel wurde im Sommer jedenfalls klar definiert. Mit einer jungen und hungrigen Mannschaft den Aufstieg zu schaffen. Nach einem fast optimalen Start häuften sich im Dezember und Januar aber die Niederlagen und es folgte der Absturz auf Platz vier. Spätestens nach dem 1:6 am 25. Januar gegen den VER Selb gab es richtig Ärger in Rosenheim. Mittlerweile zeigt die Tendenz wieder nach oben. Fünf der vergangenen sechs Begegnungen haben die Starbulls zum Teil deutlich für sich entschieden.

Dass der Traditionsclub wieder in die Spur gefunden haben, überrascht Wölfe-Coach Henry Thom nicht. "Rosenheim hat eine sehr gute Mannschaft mit richtig Qualität. Viele haben vor der Saison unter den Top-2 mit ihnen gerechnet. Da müssen wir heute denselben Arbeitswillen wie gegen Regensburg dagegensetzen." Ein Grund, dass es zwischendurch nicht rund gelaufen ist bei den Oberbayern, war sicher das Verletzungspech. Mittlerweile aber kann Starbulls-Trainer Manuel Kofler, der bei einem Teil der Fans einen schweren Stand hat, wieder aus dem Vollen schöpfen und mit vier relativ ausgeglichenen Reihen - hinten wie vorne - agieren. Grünes Licht von den Rosenheimer Ärzten hat in dieser Woche auch Top-Stürmer Michael Fröhlich erhalten. Der 32-Jährige hatte sich am 28. September in Memmingen die Kniescheibe gebrochen und hat lange hingearbeitet auf sein Comeback, das er ausgerechnet in Selb feiert.

Die Starbulls reisen nicht nur mit einem großen Kader samt den Ex-Wölfen Tom Pauker und Niki Meier, sondern auch mit einigem Respekt ins Fichtelgebirge. Dort nämlich gab es für die Oberbayern weder in der vergangenen Saison noch in der laufenden etwas zu erben. In allen drei Spielen in Selb seit dem Abstieg der Rosenheimer in die Oberliga behielten die Wölfe die Oberhand. Starbulls-Trainer Kofler hält auch weiter große Stücke auf den VER ("Das ist eine Top-Vier-Mannschaft"), will die Heimreise aber natürlich nicht mit leeren Händen antreten. "Wir fahren nach Selb, um drei Punkte zu holen."

Dieses Ziel hat am Sonntag auch der VER Selb, wenn er seine Visitenkarte beim Meisterrunden-Schlusslicht ERC Sonthofen abgibt. Die Allgäuer sind zwar seit acht Spieltagen sieglos, aber gerade im heimischen Stadion immer eine schwer zu knackende Nuss. Eine ungemütliche Halle, ein ungemütliches Eis und ein ungemütlicher Spielstil: So richtig gerne fährt niemand nach Sonthofen. "Dort kann immer alles passieren", weiß Wölfe-Coach Henry Thom. Er und seine Spieler wollen nach den letzten vier Auswärtspleiten mit 4:35-Toren aber endlich wieder einmal etwas besser gelaunt die lange Heimreise in Angriff nehmen. Weiter verzichten muss der VER am Wochenende auf Müller (Zehenbruch) und Klughardt, bei dem noch Schonung angesagt ist.

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
22. 02. 2019
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