Lade Login-Box.
Topthemen: Video: Hof im Radwege-CheckHof-GalerieStromtrasse durch die RegionGerch

VER Selb

Wölfe schlittern in nächstes Debakel

Was ist los mit dem Selber Eishockey-Oberligisten? Nur fünf Tage nach dem 1:11 in Regensburg setzt es beim EV Landshut eine ebenso bittere wie verdiente 0:9-Klatsche.



Es war am Freitagabend eine Premiere: Gemeinsam gucken und gemeinsam jubeln wollten 100 Anhänger des Eishockey-Oberligisten VER Selb, dessen Spiel beim EV Landshut live via Sprade-TV ins voll besetzte Selber Kinocenter übertragen wurde. Der Spaß verging den Fans und der Prominenz aber schnell: Mit 0:9 mussten sich die Wölfe geschlagen geben.
Es war am Freitagabend eine Premiere: Gemeinsam gucken und gemeinsam jubeln wollten 100 Anhänger des Eishockey-Oberligisten VER Selb, dessen Spiel beim EV Landshut live via Sprade-TV ins voll besetzte Selber Kinocenter übertragen wurde. Der Spaß verging den Fans und der Prominenz aber schnell: Mit 0:9 mussten sich die Wölfe geschlagen geben.   Foto: Florian Miedl » zu den Bildern

EV Landshut - VER Selb 9:0

VER Selb: Deske (21. Kümpel, 24. Deske, 25. Kümpel) - Ondruschka, Silbermann, Müller, Kremer, Böhringer, Fink - McDonald, Gollenbeck, Gare, Moosberger, Graaskamp, Lüsch, Schiener, Zimmermann, Geigenmüller, Hördler.

Eishockey-Fanclubs zeigen Herz für kleine Marina aus Landshut

Es war vor zwei Jahren die schlimmste Nacht im Leben von Nadine Blößl aus Landshut: Ihre damals sechsjährige Tochter Marina starb fast, wurde ins Krankenhaus gebracht und ins Wachkoma gelegt. Daraus ist das kleine Mädchen bis heute nicht erwacht. Jetzt sammelt ihre Mutter Geld, um Marina eine Delfintherapie zu ermöglichen. Unterstützung erhält Nadine Blößl von vielen Seiten. Auch vom Fanclub LA Icebreakers des EV Landshut, der eine Spendenaktion ins Leben rief. Darauf aufmerksam wurde unter anderem auch der Fanclub Fanatics des VER Selb. Er führte beim Heimspiel der Wölfe gegen Weiden eine Spendenaktion durch und wollten so einen kleinen Teil für die Delfintherapie beitragen. "Wir waren uns sicher, dass die Eishockeyfans in Selb ein Herz haben für eine Geschichte wie die der kleinen Marina", schreibt der Fanclub auf Facebook. Die Aktion, an der sich die "Grenzbande Selb" beteiligt hat und die auch die Organisatoren des Genital-Festivals, das jährlich in Sichersreuth stattfindet, unterstützt haben, hatte durchschlagenden Erfolg: Die Fanatics konnten den LA Icebreakers jetzt eine Spende von 2000 Euro für die kleine Marina überweisen. A.P.

Schiedsrichter: Hascher (TEV Miesbach). - Zuschauer: 2153. - Tore: 4. Min. Baßler (Plihal, Fischhaber) 1:0, 11. Min. Hofbauer (Abstreiter, Forster) 2:0, 12. Min. Abstreiter (Hofbauer, Fischhaber) 3:0, 15. Min. Baßler (Trinkberger) 4:0, 24. Min. Ostwald (Baßler, Zitterbart) 5:0, 30. Min. Forster (Ehl, Ostwald) 6:0, 41. Min. Pelletier (Sedlar, Plihal) 7:0, 50. Min. Plihal (Zitterbart, Pelletier) 8:0), 58. Min. Ehl (Sedlar, Ettwein) 9:0. - Strafminuten: Landshut 4, Selb 10.

"Wir dürfen nicht zur Tagesordnung übergehen", hatte Kapitän Florian Ondruschka nach der Pleite in Regensburg gewarnt. Besonders defensiv müsse die Mannschaft wieder stabiler stehen. Es blieb in Landshut aber beim guten Vorsatz. Neun Mal schlug es ein im Kasten der Wölfe. Was natürlich auch Trainer Henry Thom an die Nieren ging. "Wir haben uns vorgenommen, Schüsse zu blocken und vor dem eigenen Tor aufzuräumen. Aber wir haben keine Opferbereitschaft gezeigt", kritisierte der Coach bei der Euroherz-Eiszeit.

Die Wölfe, die auf den angeschlagenen Kolb verzichten mussten, bekamen schnell zu spüren, welch rauer Wind in Landshut wehen kann, wenn die Niederbayern richtig Lust auf Eishockey haben. Das heimstärkste Team der Oberliga Süd erwischte einen Start nach Maß. Nach drei frühen Strafzeiten - zwei für Selb, eine für Landshut - traf Baßler in der vierten Minute zum 1:0 für den Tabellendritten. Gare hatte kurz darauf zwar den Ausgleich auf dem Schläger, dann aber kam es böse für den VER. Zunächst wurde Müller vom Puck getroffen und musste vom Eis geführt werden. Dann schlug es binnen nicht einmal zwei Minuten weitere zwei Mal ein im Kasten der nach Müllers Ausscheiden in der Anwehr unsortierten Wölfe.

08.02.2019 - EV Landshut - Selber Wölfe 9:0 - Foto: Mario Wiedel

EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0
EV Landshut - Selber Wölfe 9:0

Landshut agierte giftiger, gewann fast alle wichtigen Zweikämpfe. Beim VER schienen die elf Gegentreffer von Regensburg noch in den Köpfen und Beinen zu stecken, auch wenn Spieler und Trainer unter der Woche beteuerten, dieses Spiel schnell abgehakt zu haben. In der 14. Minuten prüfte Schiener nach langer Zeit wieder einmal den Landshuter Keeper Berger, nur 60 Sekunden später aber war das Mini-Aufbäumen der Wölfe schon wieder beendet. Der Gastgeber fuhr aus dem eigenen Drittel heraus einen Konter, die VER-Verteidiger Kremer und Böhringer kamen nicht mehr hinterher - und es stand ein 4:0 an der Anzeigetafel. Und weil das Verletzungspech der Selber dem Eishockey-Gott scheinbar noch nicht groß genug ist, musste kurz vor Ende des ersten Abschnitts auch noch Gare verletzt vom Eis, nachdem er einen Schläger im Gesicht abbekommen hatte.

Etwas kurios ging es dann zu Beginn des zweiten drittel zu - zumindest was bei den Gästen das Torwart-wechsle-dich-Spiel anbelangt. Zunächst kam Kümpel aufs Eis. Der durfte auch gleich einmal hinter sich greifen - und wurde wieder von Deske abgelöst. Dem aber nicht genug: Noch einmal kam Kümpel für einige Sekunden, dann wieder Deske. Des Rätsels Lösung: Die Nummer eins der Wölfe hatte Probleme mit seinen Schlittschuhen gehabt. Vor das nächste Problem stellten ihn nach einer halben Stunde dann wieder die Hausherren. Erst visierte Ehl die Latte an, im Nachschuss machte es Forster dann aus spitzem Winkel besser. Das halbe Dutzend war voll. Den Wölfe-Anhänger im Landshuter Stadion oder im voll besetzten Selber Kino, wo das Spiel via Sprade-TV live übertragen wurde, blieb nur noch Galgenhumor - und die Hoffnung, dass es nicht wieder zweistellig wird.

Der Gastgeber, der Ende des zweiten Drittel das Tempo etwas herausgenommen hatte, schlug zu Beginn des Schlussabschnitts gleich wieder zu. Und nicht viel mehr als Statisten waren die Selber auch bei den Treffern Nummer acht und neun der Hausherren.

Die Wölfe haben nun einiges gutzumachen bei ihren Anhängern. Die Möglichkeit dazu haben sie am Sonntag (18 Uhr) in der Netzsch-Arena gegen den fränkischen Rivalen Höchstadter EC, der sich am Freitag gegen Weiden ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckert hat und um die Playoff-Teilnahme bangen muss. Der VER-Coach fordert jedenfalls eine Reaktion seiner Mannschaft. "Jeder muss wieder für den anderen einstehen, dann gewinnen wir Spiele. Wir dürfen nicht nur mit einem Händchen in die Zweikämpfe gehen. Ansonsten spiele ich mit acht Leuten weiter, die dazu bereit sind. Dann schauen die anderen eben zu."

 

 

 

Autor
Andreas Pöhner

Andreas Pöhner

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
08. 02. 2019
22:06 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Debakel Eishockeyfans Facebook Fanclubs Giftstoffe Herz Rätsel Spendenaktionen Ver Selb e.V. Wachkoma Wölfe
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Es ging richtig zur Sache in Hannover: Indians-Stürmer Arnoldas Bosas hebelt hier den Selber Dominik Kolb aus. Mehr Bilder unter www.frankenpost.de .	Foto: Mario Wiedel

19.03.2019

Entscheidung vertagt: Wölfe verlieren drittes Playoff-Spiel

Der VER Selb muss sich im dritten Spiel des Playoff-Achtelfinales in Hannover erstmals geschlagen geben. Nun wollen die Wölfe am Freitag in Selb in die nächste Runde einziehen. » mehr

Vor dem Playoff-Viertelfinale siegessicher wie eh und je: die Fans der Tilburg Trappers.	Fotos: Mario Wiedel

28.03.2019

Playoff-Viertelfinale: VER hat Chance gegen Rekordmeister

Am heutigen Freitag steigt für die Wölfe das erste von mindestens drei Spielen im Playoff-Viertelfinale gegen Tilburg. Die Thom-Schützlinge gehen wieder als Außenseiter in die Serie. » mehr

Sie geben nicht nur auf dem Eis eine gute Figur ab: die Wölfe-Stürmer (von links) Erik Gollenbeck, Ian McDonald und Lanny Gare.	Foto: Florian Miedl

30.01.2019

"Wir wünschen uns die Fans zurück"

Ein Selber Trio rockt die Eishockey-Oberliga: Ian McDonald, Lanny Gare und Erik Gollenbeck treffen derzeit nach Belieben. Vor dem Dienstag-Training hat die Frankenpost das Trio zum Interview in die Wölfe-Kabine gebeten. ... » mehr

So sehen Sieger aus: VER-Stürmer Erik Gollenbeck jubelt über den Einzug ins Playoff-Viertelfinale. Mehr Bilder unter www.frankenpost.de.	Foto: Mario Wiedel

22.03.2019

Jubel, Trubel, Viertelfinale

Der VER Selb setzt sich im vierten Playoff-Duell gegen die Hannover Indians mit 4:1 durch. Im Viertelfinale warten ab kommenden Freitag die Tilburg Trappers auf die Wölfe. » mehr

Kampf und Einsatz: Der Selber Florian Lüsch (Mitte) nimmt es mit zwei Höchstadtern auf: Florian Szwajda (links) und Lukas Lenk (rechts).	Foto: Mario Wiedel

25.11.2018

Selber Rückfall gegen Aufsteiger

Der Eishockey-Oberligist gibt Trainer und Fans Rätsel auf. Dem starken Auftritt der Wölfe vom Freitag folgt am Sonntag in Höchstadt ein erneuter Einbruch. » mehr

Er ist nah dran an der Mannschaft und auch an den Fans des VER Selb: Thomas Manzei. Foto: medienimpuls.com

09.11.2018

"Es ist eine gefährliche Entwicklung"

Thomas Manzei, der zweite Vorsitzende des VER Selb, leidet unter der sportlichen Situation des Vereins. Damit einher gehen ein Zuschauerschwund und teils unsachliche Kritik. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Waldbrand bei Geroldsgrün Geroldsgrün

Waldbrand bei Geroldsgrün | 21.04.2019 Geroldsgrün
» 26 Bilder ansehen

Ü30-Osterparty Susi Weißenstadt

Ü30-Osterparty Susi Weißenstadt | 21.04.2019 Weißenstadt
» 23 Bilder ansehen

SpVgg Bayern Hof – TSV Großbardorf 0:1 (0:1) Hof

SpVgg Bayern Hof – TSV Großbardorf 0:1 (0:1) | 20.04.2019 Hof
» 151 Bilder ansehen

Autor
Andreas Pöhner

Andreas Pöhner

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
08. 02. 2019
22:06 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".