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VER Selb

Zwei harte Nüsse für die Wölfe

Der Eishockey-Oberligist VER Selb muss heute nach Landshut und erwartet am Sonntag den Titelfavoriten Starbulls Rosenheim. Vielleicht schlägt die Stunde eines 17-Jährigen.



Der Einsatz hat gepasst bei den Wölfen am vergangenen Wochenende, der Ertrag nicht. Hier nagelt Dominik Kolb (rechts) den Regensburger Philipp Vogel an die Bande. Am heutigen Freitag in Landshut und am Sonntag gegen Rosenheim sollen auch wieder Punkte eingefahren werden.	Foto: Mario Wiedel
Der Einsatz hat gepasst bei den Wölfen am vergangenen Wochenende, der Ertrag nicht. Hier nagelt Dominik Kolb (rechts) den Regensburger Philipp Vogel an die Bande. Am heutigen Freitag in Landshut und am Sonntag gegen Rosenheim sollen auch wieder Punkte eingefahren werden. Foto: Mario Wiedel  

Wille, Einsatz und Leidenschaft: Die Grundtugenden, um erfolgreich Eishockey zu spielen, ließen die Spieler des VER Selb auch am vergangenen Wochenende nicht vermissen. Dennoch reichte es in Lindau (3:7) und gegen die Eisbären Regensburg (3:5) zu keinem weiteren Punkt nach dem Traumstart mit drei Siegen. Die Niederlagen hatten vor allem zwei Gründe: die mangelnde Chancenverwertung und zu viele individuelle Fehler im Defensivbereich. Letzteres verwunderte Trainer Henry Thom aber gar nicht so sehr. "Wenn zwei erfahrene Verteidiger fehlen (Florian Ondruschka und Lukas Pozivil; d. Red.), holt dich das irgendwann ein. Gerade, wenn es nicht so gut läuft wie in Lindau. Dort ist für uns alles zusammengekommen."

Gegen Regensburg habe sich seine Mannschaft stark zurückgekämpft nach dem 0:2, dann aber verpasst, die zwischenzeitliche 3:2-Führung auszubauen. "Dann kommen müde Beine und die Unerfahrenheit in der Defensive. Dann verlierst du halt so ein Spiel gegen eine starke Regensburger Mannschaft, die einen sehr guten Tag gehabt hat."

An diesem Wochenende warten auf die Wölfe gleich zwei Top-Teams der Oberliga. Am heutigen Freitag um 19.30 Uhr sind die Selber zu Gast beim EV Landshut (11 Punkte/4. Platz), am Sonntag um 18 Uhr kommt es in der Netzsch-Arena zum Duell mit den Starbulls Rosenheim (14/2.), dem Topfavoriten auf die Meisterschaft. In beiden Partien kommt wieder hohes Tempo auf die Thom-Schützlinge zu. "Das sind ganz harte Nüsse", weiß der Selber Trainer, der beide Vereine vom Etat ganz oben ansiedelt in der Oberliga Süd. "Beide Vereine haben zudem einen Riesenvorteil mit ihren DNL-Teams. Sie bringen seit Jahren junge Leute raus mit einer Top-Ausbildung." Besonders in Landshut stünden viele U 18-, U 19- oder U 20-Nationalspieler auf dem Eis. Dass sowohl Landshut wie auch Rosenheim bei Bedarf mit vier Reihen agieren können, sieht Thom gelassen. "Soviele Eiszeiten bekommen deren vierte Reihen auch nicht." Und beim VER Selb sei man es ohnehin gewohnt, nur mit drei Blöcken zu agieren. Was natürlich schwieriger werde, wenn zwei wichtige Leute fehlen. "Gerade am Anfang einer Saison mit fünf Spielen in zehn Tagen. Da sind die Spieler konditionell noch nicht auf dem Level wie Mitte der Saison."

Ein neues junges Gesicht könnten am Wochenende auch die VER-Fans zu Gesicht bekommen. Weil nämlich Florian Ondruschka zwar schon wieder voll im Training steht, aber bis Donnerstag noch kein grünes Licht von den Ärzten bekommen hat, und weil auch hinter dem Einsatz des angeschlagenen Dennis Schiener noch ein Fragezeichen steht, könnte die Stunde von Daniel Worotnikow schlagen. Henry Thom hätte wenig Bedenken, den erst 17-jährigen Stürmer ins kalte Oberligawasser zu werfen. "Daniel hat eine gute Arbeitsmoral, lernt beim Training jeden Tag dazu und lässt alles auf dem Eis." Ohnehin sollen die jungen Eigengewächse - neben Worotnikow lauert noch Verteidiger Max Gimmel - irgendwann ihre Chance bekommen. Ein Wagnis im harten Eishockey-Geschäft? "Es ist zwar ein gewisses Risiko, aber damit müssen wir leben, wenn wir sie weiter ausbilden wollen", sagt Thom. "Wir müssen es auch als Chance sehen. In zwei oder drei Jahren sind sie vielleicht schon feste Größen in der Mannschaft."

Ein Wiedersehen mit einem Selber Eigengewächs gibt es für die Wölfe-Anhänger am Sonntag. Tom Pauker, der in der vergangenen Saison noch beim EV Weiden unter Vertrag stand und sich in den Derbys gegen Selb nicht gerade neue Freunde beim VER geschaffen hat, stürmt seit dieser Serie für Rosenheim. Und das recht erfolgreich: Zwei Tore, drei Assists und einige gute Kritiken stehen für den 24-Jährigen nach fünf Spielen zu Buche. Mit Nikolaus Meier steht ein weiterer alter Bekannter in der Verteidigung des Tabellenzweiten, der es in dieser Saison sehr spannend liebt: In allen fünf Spielen lag der selbsternannte Titelfavorit mit mindestens einem Tor in Rückstand - und verließ am Ende doch noch als Sieger das Eis. Angst müssen die Wölfe deswegen keine haben: Im Vorjahr gelangen drei Siege bei nur einer Niederlage. Die setzte es ausgerechnet bei der Selber Sonderzugfahrt.

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
11. 10. 2018
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Andreas Pöhner

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