Topthemen: Fall Peggy KnoblochFrankenpost-ChristkindNeue B15-AmpelHilfe für NachbarnStromtrasse durch die RegionGerch

VER Selb

Zwei leidende Nachbarn

Der Eishockey-Oberligist VER Selb erwartet am Freitag den zuletzt ebenfalls schwächelnden EV Weiden. Auf dem Eis stehen auch ein Rückkehrer und zwei neue Wölfe.



Im Hinspiel in Weiden setzten sich die Oberpfälzer mit 2:1 gegen die Wölfe durch. Hier kämpfen VER-Verteidiger Dominik Kolb (links) und Barry Noe um die Scheibe.	Foto: Mario Wiedel
Im Hinspiel in Weiden setzten sich die Oberpfälzer mit 2:1 gegen die Wölfe durch. Hier kämpfen VER-Verteidiger Dominik Kolb (links) und Barry Noe um die Scheibe. Foto: Mario Wiedel  

Die Kabine, der Weg zur Halle, die Fans : Alles vertraut und heimisch für Herbert Geisberger. Sieben Jahre lang war die Netzsch-Arena schließlich sein zweites Wohnzimmer. Am Freitag (20 Uhr) kehrt der 33-Jährige mit seinem neuen Verein, den Blue Devils Weiden, an die alte Wirkungsstätte zurück. Sicher eine hochemotionale Angelegenheit für Geisberger, der noch immer in Selb wohnt und arbeitet. Besonders motiviert werden am Freitag auch zwei Spieler sein, die sich noch nicht so gut auskennen in der Heimat der Selber Wölfe: Noah Nijenhuis und Gustav Veisert. Die beiden jungen Verteidiger, die erst am Mittwoch von den Bayreuth Tigers mit einer Förderlizenz für den VER ausgestattet worden sind, feiern ihr Debüt und sind - ebenso wie Geisberger - sicher sehr gespannt, wie sie von den Wölfe-Fans empfangen werden.

Am Sonntag in Peiting

Wochenlang thronte der EC Peiting an der Tabellenspitze der Oberliga Süd. Nach der Länderspielpause gerieten die Oberbayern, bei denen der VER Selb am Sonntag um 18 Uhr zu Gast ist, ins Straucheln. Vier Niederlagen gab es seitdem - und den Absturz auf Rang vier. Wie in Selb, gibt es auch in Peiting personelle Engpässe in der Verteidigung. "Unser Kader ist auf Kante genäht. Leider können wir Ausfälle nur schlecht kompensieren", sagte ECP-Trainer Sebastian Buchwieder dem "Merkur". Dem Selber Coach Henry Thom kommt die Peitinger Mini-Krise nicht unbedingt gelegen. "Vier Niederlagen in Folge machen die besonders gefährlich. Sie haben ja immer noch eine sehr gute Mannschaft, die eingespielt ist, und in der jeder Spieler weiß, was der andere macht."

Der Selber Trainer Henry Thom ist davon überzeugt, dass Nijenhuis und Veisert seiner Mannschaft weiterhelfen. "Sie sind technisch und läuferisch gut ausgebildete Spieler", verweist Thom auf die Eishockey-Wurzeln der neuen Wölfe, die der personell so gebeutelten Defensive mehr Halt geben sollen. Mit Dominik Müller, der wegen einer Handverletzung mindestens zwei Wochen ausfällt, Ben Böhringer, der in Höchstadt nach einem Check in die bande krachte und erst für Anfang kommender Woche einen Termin für eine MRT-Untersuchung bekommen hat, und Lukas Pozivil, der nach seinem Fußbruch nicht vor Weihnachten ins Team zurückkehrt, muss Thom auf drei etatmäßige Abwehrspieler verzichten. Wieder zur Verfügung stehen dürfte dagegen Stürmer Andreas Geigenmüller, der nach einer Leistenverletzung am Mittwoch erstmals wieder trainiert hat mit der Mannschaft.

Die zeigte sich nach der jüngsten 3:7-Pleite in Höchstadt einsichtig. "Die Spieler sind sehr kritisch mit sich selbst umgegangen", erzählt Thom. "Sie wissen, dass sie es besser machen können." Und gegen Weiden wohl auch müssen, schließlich würden bei einer weitere Derbyniederlage richtig frostige Zeiten auf die Wölfe zukommen. Die gute Stimmung samt Zuversicht, die noch am Freitag nach dem 4:1-Sieg gegen den SC Riessersee geherrscht hatte, ist seit Sonntag jedenfalls wieder wie weggeblasen. Trainer und Team wissen deshalb, was die Fans gegen Weiden erwarten: Nichts anderes als ein Sieg zählt.

Thom fordert von seiner Mannschaft dieselbe Intensität, Laufbereitschaft und Zweikampfstärke, wie sie es gegen Riessersee gezeigt hat. Und einen Schub soll am Freitagabend auch das in dieser Saison noch nicht gerade erfolgsverwöhnte Publikum geben. "Ein Derby verspricht immer Emotionen. Da gehen die Zuschauer noch einmal zehn Prozent mehr mit. Die Spieler spüren das auch", hofft Thom einmal mehr auf den siebten Mann auf den Rängen. Was freilich nicht dazu verleiten dürfe, dass sich die Mannschaft zu sehr nach vorne pushen lässt. "Weiden wird versuchen, defensiv stabil zu stehen und auf Konter zu setzen", vermutet Thom. "Da müssen wir immer auch auf die Defensive achten. Die Rotation muss stimmen."

Auch knapp 70 Kilometer weiter südlich von Selb, in der Oberpfalz, gehen die Anhänger in dieser Saison durch ein Wechselbad der Gefühle. Nach dem vielumjubelten 2:1-Sieg im Heimspiel gegen die Wölfe gab es in den folgenden acht Spielen nur noch zwei Erfolgserlebnisse für den EV Weiden, der Mitte November mit dem Tschechen Tomas Rubes seine zweite Kontingentstelle neu besetzt hat. Vor allem auswärts war nicht viel Staat zu machen mit den Blue Devils, die bei ihren letzten fünf Auftritten in der Fremde mit null Punkten und 33 Gegentoren im Gepäck die Heimreise antreten mussten. "Enttäuscht von der Einstellung und der kämpferischen Leistung", zeigte sich Trainer Ken Latta vor allem nach dem jüngsten 1:7 in Garmisch.

Autor
Andreas Pöhner

Andreas Pöhner

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
29. 11. 2018
18:58 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Nachbarn Niederlagen und Schlappen Trainer und Trainerinnen Ver Selb e.V. Wölfe
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Ryan McDonough und Achim Moosberger (von rechts) im Gespräch mit Fans. Fotos: Mario Wiedel

12.12.2018

Gemeinsam raus aus dem Tal der Tränen

Es menschelt beim VER Selb. Anhänger, Trainer und Spieler kommen sich bei einem außergewöhnlichen Fanstammtisch näher. Und sie hören sich gegenseitig zu. » mehr

Ratlose Gesichter bei den Wölfen: (von links) Mauriz Silbermann, der derzeit verletzte Dominik Müller, Dennis Schiener, Ian McDonald und Ryan McDonough. Foto: Mario Wiedel

05.12.2018

Der schwere Weg aus der Krise

Mal hui, dann wieder pfui: Der VER Selb kommt nicht raus aus der Misere. Nach dem 5:8 gegen Weiden brennt es im Lager der Wölfe. Die Verantwortlichen sehen Redebedarf. » mehr

Die Wölfe-Fans wollen von ihrem Team vor allem vollen Einsatz sehen, wie hier von Ian McDonald (rechts) beim Hinspiel beim SC Riessersee gegen Gabriel Federolf.	Foto: Mario Wiedel

23.11.2018

Gemeinsam raus aus dem Loch

Der Eishockey-Oberligist VER Selb erwartet am Freitag den SC Riessersee. Gegen den mit Red-Bull-Spielern gespickten Altmeister wollen Fans und Team wieder eine Einheit bilden. » mehr

Es darf wieder gejubelt werden im Wolfsbau: Der zweifache Torschütze Dennis Schiener (links) und Vorbereiter Mauriz Silbermann nach dem zwischenzeitlichen 2:0. Foto: Mario Wiedel

16.12.2018

Balsam auf die VER-Seelen

Gegen das Schlusslicht Waldkraiburg gelingt dem Eishockey-Oberligisten ein klares 7:0. Bereits nach 184 Sekunden jubeln die Selber Fans das erste Mal. » mehr

Alles andere als zufrieden: VER-Boss Jürgen Golly. Foto: Mario Wiedel

06.12.2018

Ruhig Blut in der Krise

Trainer raus? Spieler raus? Neues Personal? Überaus stürmische Zeiten herrschen beim Eishockey-Oberligisten VER Selb. Vereinsboss Golly lässt sich nicht verrückt machen. » mehr

Alles andere als zufrieden: VER-Boss Jürgen Golly. Foto: Mario Wiedel

06.12.2018

Ruhig Blut in der Krise

Trainer raus? Spieler raus? Neues Personal? Überaus stürmische Zeiten herrschen beim Eishockey-Oberligisten VER Selb. Vereinsboss Golly lässt sich nicht verrückt machen. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Unfall auf A93 bei Regnitzlosau Hof/Regnitzlosau

Unfall auf der A93 bei Regnitzlosau | 18.12.2018 Hof/Regnitzlosau
» 13 Bilder ansehen

Susi in Love

Susi in Love | 16.12.2018 Weißenstadt
» 25 Bilder ansehen

Selber Wölfe - EHC Waldkraiburg 7:0

Selber Wölfe - EHC Waldkraiburg 7:0 | 16.12.2018 Selb
» 46 Bilder ansehen

Autor
Andreas Pöhner

Andreas Pöhner

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
29. 11. 2018
18:58 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".